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Librem 5: Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig

Das Smartphone Librem 5 von Purism soll weitgehend auf proprietäre Soft- und Firmware verzichten und eine übliche Linux-Distribution verwenden. Um Platz für die Hardware zu schaffen, wird das Gerät wohl größer als geplant.
/ Sebastian Grüner
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So könnte das Librem 5 künftig aussehen. (Bild: Purism)
So könnte das Librem 5 künftig aussehen. Bild: Purism

Der für seine freien Librem-Laptops bekannte Hersteller Purism hat im vergangenen Sommer das Konzept für ein Smartphone vorgestellt: das Librem 5. Dieses wurde durch Crowdfunding finanziert und ist seit einigen Monaten in Arbeit. Wie das Team nun in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt, muss das Gehäuse und damit das Gerätedesign allerdings angepasst werden, um den Hardwarebeschränkungen Rechnung zu tragen.

So war ursprünglich die Verwendung eines 5-Zoll-Displays geplant. Nun sei das Ziel 5,5 oder 5,7 Zoll im Format 18:9 (eigentlich 2:1). Das ermögliche es, einen größeren Akku zu verbauen und dabei die grundlegende Formgebung des Geräts beizubehalten. Dass das Team einen größeren Akku benötigt, liegt daran, dass für das Librem 5 die CPU, der Chipsatz sowie das Modem und weitere Bestandteile nicht in einem SoC zusammengefasst sind, sondern einzeln verbaut werden.

Letzteres ermögliche dem Team zwar eine Hardware-Auswahl, für die freie Software und Treiber verfügbar seien, wirke sich eventuell aber negativ auf die Akkulaufzeit aus. Hier will das Team aber keine Abstriche machen und verbaut deshalb direkt einen größeren Akku, sodass das Gerät größer wird.

Für den größeren Akku und um Platz für die unterschiedliche Hardware zu schaffen, entschied sich das Team zum Verzicht auf abgerundete Kanten. Die Gehäusekanten sollen lediglich leicht abgeschrägt werden. Neben dem zusätzlichen Raum für die Hardware sei das außerdem eleganter und verleihe dem Gerät einen besseren Halt.

Weitgehend freie Software

Das Librem 5 soll entweder einen i.MX6- oder einen i.MX8-Prozessor nutzen, wobei Letzteres wahrscheinlicher erscheint. Für die Grafikbeschleunigung kommt damit eine GPU zum Einsatz, die den freien Etnaviv-Treiber unterstützt. Das wiederum ermöglicht die Verwendung einer üblichen Gnu/Linux-Distribution statt etwa der freien Variante von Android.

Für die Benutzeroberfläche soll eine von Gnome-Technik abgeleitete Mobile Shell entstehen, die zunächst nur Basisfunktionen bietet, nach der Veröffentlichung des Gerätes aber kontinuierlich erweitert werden soll. Ebenso sollen KDE Plasma Mobile oder weitere Alternativen genutzt werden können. Das Team arbeitet mit anderen Communities an der Unterstützung von verschlüsselten Chat-Clients oder einer alltagstauglichen Verschlüsselung auf Basis von GPG.


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