LibreBMC: Konsortium will offene Hardware zur Serverüberwachung

Nach komplett freier Software für den Baseboard Management Controller (BMC) soll der Server-Chip nun selbst offene Hardware werden.

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Die BMC sind zur Fernwartung der Server im Rechenzentrum gedacht.
Die BMC sind zur Fernwartung der Server im Rechenzentrum gedacht. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Eine Arbeitsgruppe der Openpower Foundation hat das LibreBMC-Projekt angekündigt. Die zuständige Arbeitsgruppe wolle damit den "ersten Baseboard Management Controller mit vollständig Open-Source-Software und -Hardware" erstellen, wie es heißt. Wie zu erwarten, soll der noch zu erstellende Chip dabei den inzwischen offengelegten Power-Befehlssatz verwenden. Unterstützt wird das Projekt von den Power-Entwicklern von IBM sowie Google, Antmicro, Yadro und Raptor Computing Systems.

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Bei den Baseboard Management Controllern (BMC) handelt es sich um spezielle Mikrocontroller oder SoCs, die vor allem auf Serverboards eingesetzt werden. Diese kontrollieren und überwachen die Hardware wie etwa die Systemtemperatur, die Lüftersteuerung oder auch andere typische Hardware-Ereignisse. Die IPMI-Schnittstelle, die mit den BMC eingeführt wurde, ermöglicht zudem einen externen Zugriff auf die Funktionen der BMC, um die Server aus der Ferne zu steuern.

Laut Firmware-Entwickler Trammell Hudson wird auf den Systemen oft ein sehr veraltetes Linux-System mit vollem Systemzugriff verwendet. Fehler und Sicherheitslücken in den Systemen können schwerwiegende Folgen haben und etwa Rootkits ermöglichen. Um derartige Probleme zumindest ein wenig abzuschwächen und die Systeme besser pflegen zu können, erstellt ein Konsortium innerhalb der Linux Foundation mit OpenBMC ein offenes Betriebssystem für diesen Einsatz.

"Der logische nächste Schritt ist die Verlagerung des Technikstapels und der Open-Sourcing-Technologie auf Siliziumebene. LibreBMC wird eine verbesserte Leistung, Zuverlässigkeit, Anpassbarkeit und Sicherheit ermöglichen", sagt dazu der Geschäftsführer der Openpower Foundation James Kulina.

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Das Unternehmen Antmicro ist dabei derzeit für das Chip-Design zuständig und habe bereits Prototypen in FPGAs erstellt. Das Design selbst soll darüber hinaus ebenso mit vollständig freien Werkzeugen erstellt werden, wofür Symbiflow zum Einsatz kommt. Als Betriebssystem für LibreBMC soll OpenBMC verwendet werden.

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EWCH 11. Mai 2021

immerhin sind sie von dem Java Schrott weg und arbeiten mit HTML5. Auch braucht es nur...

max.pecu 11. Mai 2021

Naja, das einzige was wirklich "Leistung" frisst an so einem BMC sollte doch die...



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