Facebooks Digitalwährung: Libra bekommt Konkurrenz aus China

Bereits in wenigen Wochen könnte eine staatliche Kryptowährung von der chinesischen Zentralbank veröffentlicht werden - deutlich vor Facebooks Libra.

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Neben der klassischen Währung könnte es in China bald auch eine Digitalwährung geben.
Neben der klassischen Währung könnte es in China bald auch eine Digitalwährung geben. (Bild: moerschy/Pixabay)

Chinas Zentralbank arbeitet an einer Digitalwährung, die Facebooks Libra sehr ähnlich sein soll. Die Währung befinde sich kurz vor der Fertigstellung und könnte bald eingeführt werden, erklärt Mu Changchun, stellvertretender Direktor der Abteilung für Zahlungsabwicklung bei Chinas Zentralbank. Dies könne bereits im November dieses Jahres und damit deutlich vor der geplanten Einführung von Libra sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Sie soll sowohl mit dem in China sehr verbreiteten Messenger Wechat als auch mit dem Zahlungsdienstleister Alipay verwendet werden können.

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Bereits seit 2014 arbeitet eine Forschergruppe bei der chinesischen Zentralbank an der Einführung einer Digitalwährung, mit den Zielen, die Kosten für die Verbreitung von traditionellem Papiergeld zu senken und die Kontrolle der Geldmenge durch die Politik zu stärken. Wie Facebooks Libra soll die Währung an Devisen gebunden werden, um Schwankungen wie bei Bitcoin zu vermeiden.

Die Währung solle daher so sicher sein wie die Scheine aus Papier, betont Changchun. Für eine Transaktion sei zudem keine Internetverbindung notwendig, so könne die Digitalwährung beispielsweise auch verwendet werden, wenn die Telekommunikation nach einem Erdbeben ausgefallen sei.

Im Unterschied zu Facebooks Libra soll die chinesische Digitalwährung nicht von einem Firmenkonsortium herausgegeben werden, sondern staatlich kontrolliert von Chinas Zentralbank. China wolle mit der Digitalwährung seine Währungssouveränität auch in schlechten Zeiten schützen, erklärt Changchun. Zudem biete die Zentralbank Stabilität, da kommerzielle Plattformen theoretisch Konkurs gehen könnten.

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Facebook will Libra im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen. Die Idee stößt aber bei Politikern und Zentralbanken zum Teil auf massiven Widerstand. Zu den ersten Partnern des Projekts gehören gut zwei Dutzend private Unternehmen wie Mastercard, Visa, Paypal und Uber.

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