Libinput: Standard-Eingabebibliothek für Linux "ist fertig"
Damit die verschiedenen Wayland-Compositors von Gnome, KDE, Enlightenment oder die Referenzimplementierung Weston die Eingabe vereinheitlichen konnten, ist vor etwa zweieinhalb Jahren die Bibliothek Libinput entstanden. Der Hauptentwickler Peter Hutterer schreibt in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster), dass mittlerweile alle ursprünglich geplanten Funktionen umgesetzt seien und bezeichnet die Bibliothek deshalb als "fertig".
Das ist allerdings nur im übertragenen Sinne gemeint, da die Arbeiten daran natürlich nicht eingestellt, sondern künftig weitergeführt werden, so Hutterer. Mit der Veröffentlichung der Version 1.4 von Libinput(öffnet im neuen Fenster) vor wenigen Tagen, seien jedoch die letzten verbliebenen Arbeiten fertig gestellt worden, welche sich das Team zu Beginn der Entwicklung als Ziel gefasst habe.
Zusätzlich zu dem Umgang mit Tastatur und Maus verarbeitet Libinput auch unterschiedliche Eigenschaften von Touchpads und erkennt etwa Daumen und Handflächen, unterschiedliche Mehr-Finger-Gesten, und unterstützt das automatische Abschalten des Geräts beim Schreiben auf der Tastatur. Zuletzt beschäftigte sich das Team um Hutterer vor allem mit der Unterstützung für Grafiktablets.
Beim Erstellen von Libinput seien zudem einige notwendige Verbesserungen am Linux-Kernel sowie der Geräteverwaltung Udev entstanden, so Hutterer. Der Entwickler bezeichnet die Bibliothek darüber hinaus als Erfolg, da diese nicht nur wie zunächst vorgesehen von den Wayland-Compositors genutzt wird, sondern inzwischen auch von Canonicals Eigenentwicklung Mir, sowie in Verbindung mit dem X-Server. Zurzeit umfasse Libinput etwa 60.000 Zeilen Quellcode.
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