Liberty Lifter: US-Militär lässt ein eigenes Ekranoplan entwickeln

In den 1960er Jahren schockten die Sowjets den Westen mit dem Kaspischen Seemonster. Die Darpa will ein eigenes, besseres Bodeneffektfahrzeug bauen.

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Liberty Lifter: Das Bodeneffektfahrzeug soll bis auf 3.000 Meter aufsteigen können.
Liberty Lifter: Das Bodeneffektfahrzeug soll bis auf 3.000 Meter aufsteigen können. (Bild: Darpa/Screenshot: Golem.de)

Einen schnellen und einfachen Transport von Mensch und Material über Wasserflächen soll ein neues Gefährt ermöglichen, das die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) entwickeln lässt. Der Liberty Lifter wird ein Bodeneffektfahrzeug.

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Ein Bodeneffektfahrzeug ist ein Fluggerät, das dicht über dem Boden schwebt. Es gleitet dabei auf einem Luftpolster. Vorteil dieser Technik ist, dass es keine Reibung auf dem Boden gibt und der Auftrieb erhöht wird. Der Bodeneffekt funktioniert auf dem Wasser ebenso wie auf dem Land. Das Wasser ist aber besser geeignet.

Der Liberty Lifter ist nach den Vorstellungen der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums für strategische und taktische Transporte auf dem Seeweg gedacht. Vorteil des Bodeneffektfahrzeugs ist, dass es schneller als ein Schiff ist. Es ist zwar langsamer als ein Flugzeug, aber dafür günstiger. Gegenüber beiden hat ein Bodeneffektfahrzeug den großen Vorteil, dass es weder einen Hafen noch Start- und Landebahnen benötigt.

Der Liberty Lifter soll hoch hinaus

Der Liberty Lifter soll demnach in einer Höhe von etwa 30 Metern über dem Wasser operieren, um den Bodeneffekt auszunutzen. Es soll aber auch in der Lage sein, wie ein konventionelles Flugzeug bis zu einer Höhe von etwa 3.000 Metern über dem Meer aufzusteigen.

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Das Bodeneffektfahrzeug soll ohne spezielle Infrastruktur wie eine Mole oder eine Landebahn auskommen und wochenlang auf See in Einsatz sein, ohne dass Wartungsarbeiten an Land erforderlich sind. Die Nutzlast gibt die Darpa mit über 100 Tonnen an.

Bodeneffektfahrzeuge sind nichts Neues: Die Darpa hat in den 1990er Jahren das Konzept des Aerocon Dash 1.6 Wingship geprüft. Die Sowjetunion etwa hatte ab den 1960er Jahren solche Fahrzeuge gebaut, die Ekranoplane der Lun-Klasse, die unter anderem für amphibische Landemissionen gedacht waren.

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Das größte Ekranoplan war 100 Meter lang

Das größte Ekranoplan war das Korabl Maket (KM), im Westen auch Kaspisches Seemonster genannt. Es war etwa 100 Meter lang und hatte ein Gewicht von 240 Tonnen. Es konnte mit rund 300 Tonnen Nutzlast beladen werden und raste mit einer Geschwindigkeit von bis zu 500 km/h über das Kaspische Meer.

Die sowjetischen Ekranoplane hätten aber nur bei relativ ruhiger See eingesetzt werden können und seien nur eingeschränkt manövrierfähig gewesen, erklärt die Darpa. Der Liberty Lifter hingegen soll auch bei stärkerem Seegang einsatzbereit sein.

In der ersten Phase des Programms sollen die Parameter für das Bodeneffektfahrzeug definiert werden, darunter Reichweite und Nutzlast, sagte Programmmanager Alexander Walan. Später solle ein entsprechendes X-Flugzeug gebaut werden. X-Flugzeuge sind Demonstratoren, die zur Erprobung neuer Techniken oder Bauarten dienen.

Das Bodeneffekt-X-Flugzeug soll frühestens 2027 seinen Erstflug absolvieren.

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lunarix 25. Mai 2022

... "Liberty" Lifter - was für ein pathetischer Name, für ein Kriegsgerät.

Kilpikonna 25. Mai 2022

Unter Anderem erzeugen Bodeneffektfahrzeuge recht kräftige Wirbel, die über Land so den...

einglaskakao 25. Mai 2022

So ein Schützenpanzer kann am Strand auch selbständig rausfahren aus dem Cargobereich...

derdiedas 25. Mai 2022

Ist ja nicht so als ob es der erste Versuch wäre, aber zivil sind die schon schwierig...



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