LG Wing im Test: Smartphone mit Schwung

Das LG-Smartphone Wing mit seinem Zusatz-Display sieht erst mal komisch aus, die Anwendungsmöglichkeiten haben uns dann aber doch überzeugt. Problematisch könnte für LG der Preis werden.

Ein Test von veröffentlicht am
Das LG Wing im ausgeklappten Zustand
Das LG Wing im ausgeklappten Zustand (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Wer sich im heutigen Smartphone-Markt von der Konkurrenz abheben will, kann das mit ungewöhnlichen Falt-, Klapp- oder Schiebekonzepten versuchen. Huawei, Motorola und Samsung versuchen es mit Smartphones, die ein faltbares Display haben. LG hingegen hat sich bislang auf ansteckbare Zusatz-Displays konzentriert.

LG führt diese Idee mit dem Wing fort und bringt mit einem ungewöhnlichen Schiebemechanismus einen neuen Formfaktor in den Smartphone-Markt: Das Display wird seitlich weggeschoben und gibt den Blick auf ein zweites, kleineres Display frei. Was erst einmal merkwürdig aussieht, kann im Alltag ungemein praktisch sein - die Frage ist nur, ob das mutige Konzept LG zu mehr Marktanteilen verhelfen kann.

Auf den ersten Blick sieht das Wing aus wie ein herkömmliches Smartphone mit einem 6,8 Zoll großen OLED-Display. Es lässt sich entsprechend auch genauso verwenden, was wir verglichen mit anderen experimentellen Smartphones wie Samsungs Fold-Serie praktisch finden. Das Wing können wir aus der Hosentasche ziehen und als vollwertiges Smartphone verwenden, ohne auf kleinere Außen-Displays zurückzugreifen oder das Gerät erst aufklappen zu müssen.

Wing ist etwas dicker und schwerer als andere Smartphones

Beim zweiten Blick ist aber erkennbar, dass das Wing ungewöhnlich dick ist: Wir messen 11,5 mm, was merklich dicker als herkömmliche Smartphones ist. Die Kamera steht zudem auch noch über 1 mm hervor. Mit 260 Gramm ist das Wing zudem alles andere als ein leichtes Smartphone. Grund dafür ist natürlich der Schiebemechanismus, der seinen Platz benötigt.

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Das Display des Wing kann durch einen leichten Druck mit dem Daumen der rechten Hand nach links weggeschoben werden. Der Bildschirm schwingt dann an einem im oberen Bereich befestigten Gelenk zur Seite und gibt das zweite, 3,9 Zoll große OLED-Display frei. Die Schwingbewegung wird durch einen Federmechanismus unterstützt, weshalb es sehr leicht ist, den Bildschirm zu bewegen. Auf den letzten Millimetern wird das schwingende Display abgebremst, wie bei Schubladen einer modernen Küche. Der Mechanismus macht auf uns einen widerstandsfähigen und stabilen Eindruck; Sand oder grober Schmutz sollte aber wohl nicht zwischen die beiden Hälften des Smartphones kommen.

LG Wing 128 GB Aurora Grau Dual SIM

Aufgeklappt erinnert das Wing an ein T oder mit Fantasie an einen Vogel mit ausgespreizten Federn - daher möglicherweise der Name. Wir können nun entweder zwei Anwendungen parallel auf den beiden Bildschirmen verwenden oder eine Anwendung auf dem Haupt-Bildschirm, die durch Informationen auf dem kleineren Display ergänzt wird. Um die Nutzung dieses Dual-Screen-Setups zu erleichtern, startet auf dem Wing eine eigene Benutzeroberfläche, wenn wir es aufschieben.

Diese ist aber alles andere als ausgereift: Schieben wir den Hauptbildschirm beiseite, dauert es gut zwei Sekunden, bis die App-Auswahlleiste auf dem Display angezeigt wird und auf dem kleineren Bildschirm eine weitere App-Übersicht geladen ist. Nach dem Zusammenklappen blicken wir nach ungefähr einer Sekunde wieder auf den gewohnten Startbildschirm. Bei Samsungs Fold-Smartphones ist der Übergang zwischen zusammengeklappter und aufgeklappter Ansicht weitaus fließender und schneller. Wir hoffen, dass LG an dieser Stelle mit verbesserter Software noch etwas optimieren kann.

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XxXXXxxXxx 07. Dez 2020

Erinnert mich an das Siemens SK65 - das war so gut/erfolgreich, dass man die Smartphone...

Kilpikonna 06. Dez 2020

547 Mal am Tag auf- und zuschieben? Wenn man von 8 Stunden Schlaf ausgeht, wären das 34...

dantist 05. Dez 2020

Typisch LG, bringen sinnlose Designstudien auf den Markt statt einfach mal gute normale...



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