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Zwei Frontkameras für mehr Leute auf dem Bild

Die beiden Frontkameras ermöglichen es uns, Selbstporträts mit einem Weitwinkel- und einem Superweitwinkelobjektiv aufzunehmen. Die Standardfrontkamera hat 8 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 5 Megapixel. Während wir die Auflösung der normalen Weitwinkelkamera noch in Ordnung finden, machen sich die wenigen 5 Megapixel bei der Superweitwinkelkamera durch Bildrauschen und eine geringe Bildschärfe negativ bemerkbar. Wenn LG hier eine Dual-Option einbaut, wäre ein bisschen mehr Auflösung für klarere Bilder nicht schlecht gewesen.

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Die Frontkamera ermöglicht es uns aufgrund der zwei Objektive, Porträts mit künstlich erzeugter Unschärfe aufzunehmen. Qualitativ sind diese gut und ähneln denen der Konkurrenz. Die Beleuchtungsoptionen, die sich LG wie auch Huawei von Apple abgeschaut haben, finden wir auf dem V40 Thinq genauso sinnlos wie auf dem Mate 20 Pro und dem iPhone XS. Auch die Möglichkeit, den Hintergrund komplett gegen eine einfarbige Fläche auszutauschen, haben zumindest wir im Alltag bisher nicht vermisst und sie entsprechend auf dem V40 Thinq nicht genutzt.

  • Eine Aufnahme mit dem normalen Weitwinkelobjektiv des V40 Thinq (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv mit dem Mate 20 Pro von Huawei aufgenommen. Auffällig ist, wie viel blauer die Aufnahme des V40 Thinq ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Teleobjektiv des V40 Thinq bringt eine zweifache Vergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Superweitwinkel eignet sich gut für Landschaftsaufnahmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro hat eine optiosche Dreifachvergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Blickwinkel des Superweitwinkels ist beim Mate 20 Pro fast identisch mit dem des V40 Thinq. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Nicht nur tagsüber, auch bei Nachtaufnahmen mit schlechter Beleuchtung macht das V40 Thinq nicht ganz so gute Bilder wie das Mate 20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Besonders, wenn der KI-Modus aktiviert ist, wirkt die Aufnahme mit dem V40 Thinq unsauber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die mit dem Mate 20 Pro gemachte Vergleichsaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das V40 Thinq von LG hat einen 6,4 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist eine Dreifachkamera eingebaut. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Das V40 Thinq hat einen Kopfhöreranschluss und einen eingebauten DAC. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Das Design des V40 Thinq ist unauffällig. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Der Rahmen um das Display ist - verglichen mit anderen aktuellen Smartphones - eher breit. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Die Dreifachkamera besteht aus einem Superweitwinkel-, einem Weitwinkel und einem Teleobjektiv. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • Das OLED-Display ist hochauflösend und hat eine mittelgroße Notch. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
  • In der Notch sind die beiden Frontkameras eingebaut, eine mit Weitwinkelobjektiv und eine mit Superweitwinkeloptik. (Bild: Anna Benavente/Golem.de)
Eine Aufnahme mit dem normalen Weitwinkelobjektiv des V40 Thinq (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Hauptkamera besteht, anders als beim Vorgängermodell, aus drei statt zwei Sensoren und Objektiven. Neben dem Standardweitwinkelobjektiv und dem bereits bisher verwendeten Superweitwinkelobjektiv hat LG beim V40 Thinq noch ein Teleobjektiv eingebaut. Dieses erweitert das kreative Spektrum, was wir bereits beim Mate 20 Pro geschätzt haben. Die Weitwinkelkamera hat 12 Megapixel und eine Anfangsblende von f/1.5 sowie 1,4µm große Pixel. Das Superweitwinkelobjektiv hat 16 Megapixel und eine Anfangsblende von f/1.9; das Teleobjektiv hat ebenfalls 12 Megapixel, die Anfangsblende beträgt f/2.2.

Über drei Schaltflächen im Sucherbild können wir direkt zwischen den drei Objektiven und den verschiedenen Brennweiten hin- und herwechseln. Alternativ ist das auch per Zweifingergeste möglich, dann werden die Räume zwischen den Festbrennweiten mit einem digitalen Zoom überbrückt. Clever: Halten wir unseren Finger auf den Objektivumschaltflächen gedrückt, werden uns drei kleine Vorschauen der verschiedenen Brennweiten angezeigt. So können wir einschätzen, ob sich etwa das Superweitwinkelobjektiv in einer Situation lohnen würde, ohne erst dahin wechseln zu müssen.

Wir können auch mit einem Auslösevorgang mit jedem der drei Objektive ein Foto machen lassen: Diese sogenannte Triple-Shot-Funktion macht die Fotos nacheinander, entsprechend benötigt sie einige Sekunden. Neben den drei Fotos wird auch ein dreisekündiges Video in der Galerie gespeichert, in dem von der Superweitwinkelposition in die Weitwinkelstellung und anschließend in die Teleposition gezoomt wird - eine nette Spielerei. Von diesen hat LG noch weitere in die Kamera-App integriert, etwa die Möglichkeit, ein Gif zu erstellen, bei dem sich nur Teile des Motivs bewegen.

Gute, aber nicht beste Bildqualität

Die Bildqualität des V40 Thinq ist gut, wenngleich sie von der Schärfe her nicht an die des Mate 20 Pro heranreicht - Huaweis aktuelles Topsmartphone hat eine nahezu identische Objektivaufteilung. Das V40 Thinq versucht, die geringere Detailschärfe durch einen allgemeinen Schärfefilter wettzumachen, was uns im direkten Vergleich mit den Bildern des Mate 20 Pro direkt auffällt. Dadurch bekommen etwa Fabrikschornsteine einen sichtbaren Schärfungsrand. Außerdem fällt uns auf, dass der Weißabgleich merklich kühler eingestellt ist, was bei Aufnahmen mit Schnee bereits zu einem bläulichen Schimmer im eigentlich weißen Schnee führt. Der graue Himmel war entsprechend auf den Fotos auch blauer, als er in der Realität war. Gut gefällt uns der HDR-Effekt, der dunkle und helle Stellen angleicht und so Bilder gleichmäßiger belichtet, im direkten Vergleich zum Mate 20 Pro sind die Ergebnisse sehr ähnlich.

Nachts macht das V40 Thinq immer noch gut belichtete Fotos. Einen expliziten Nachtmodus hat das Gerät nicht, was sich im Vergleich zum Mate 20 Pro zeigt: Aktivieren wir hier den Nachtmodus, der automatisch das Bild stabilisiert, erhalten wir ein in den Details klareres Bild mit merklich weniger Bildrauschen.

Etwas enttäuschend finden wir den KI-Kameramodus, den wir in der Kamera-App über eine Schaltfläche aktivieren können. Dieser erkennt zwar Szenen zuverlässig, bringt für unseren Geschmack aber keine nützlichen Verbesserungen. Entweder können wir das mit KI-Unterstützung gemachte Bild nicht von einem ohne unterscheiden, oder die Verbesserung ist eher eine Verschlechterung. Dunkle Bereiche werden beispielsweise häufig so aufgehellt, dass sie grün verfärbt sind. Nach den ersten Versuchen mit dem KI-Modus haben wir diesen eher nicht mehr angerührt.

Viel Raum für Kreativität

Insgesamt gefallen uns die Funktionen der neuen Dreifach-Hauptkamera des V40 Thinq gut, allerdings kann die Kamera qualitativ nicht an das im DxO-Benchmark aktuell am besten bewertete Smartphone heranreichen, dem Mate 20 Pro von Huawei. Das ist im direkten Vergleich der Bilder an den weniger guten Details, dem häufig zu kühlen Weißabgleich und den Überschärfungsrändern zu erkennen. Das ist schade, von einem der Pioniere der Mehrfachkamerasysteme hätten wir hier zugegebenermaßen etwas mehr erwartet.

 LG V40 Thinq im Test: Gut reicht nicht für die SpitzeKlassische Top-Smartphone-Hardware 
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Gaius Baltar 04. Feb 2019

Hm, es war wohl nicht in den WWW, sondern irgendwo auf einem englischsprachigen Sender...

Kaleidosc0pe 01. Feb 2019

Oreo war schon ein Krampf auf dem LG G6 und kam sehr spät. Dann hab ich Lineage Roms...

sofries 01. Feb 2019

Da kann man sich ja schon ausmalen, wie gut der Softwaresupport in den nächsten Jahren...

Pecker 01. Feb 2019

Also HTC hat mit dem M8 schon 2014 ein Gerät mit 2 Kameras vorgestellt. Gut, hat mehr...

DerCaveman 01. Feb 2019

In Zeiten wo KI einen eigenen Teil im Prozessor belegt und einem sagt wann und wie man am...


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