Eingewöhnungszeit ist zu lang
Unter den vier Tastenreihen des Rolly Keyboards ist keine separate Zahlenreihe. Zum Schreiben von Zahlen muss eine Umschalttaste bemüht werden, was nicht sonderlich komfortabel, für eine mobile Tastatur aber tolerabel ist. Beim Schreiben fällt schnell der ungewöhnlich große Abstand zwischen den einzelnen Tastenreihen auf. Dieser ist erforderlich, weil sich die Tastatur ansonsten nicht zusammenrollen lassen würde.
Das führt leider dazu, dass Zehnfingerschreiber auf dem Rolly Keyboard nicht ganz problemlos mit dem Schreiben loslegen können. Da die Finger andere Wege zurücklegen müssen als bei einer herkömmlichen Tastatur, landen sie beim Zehnfingerschreiben immer wieder an der falschen Stelle. Die Umgewöhnung ist nicht leicht.
Cursortasten ungünstig angeordnet
Abseits davon fühlt sich das Tippen auf der Tastatur mit einem deutlich spürbaren Tastenanschlag angenehm an. Negativ fällt die Positionierung der Cursortasten auf, die nicht sonderlich intuitiv angeordnet sind. Dadurch kann sich der Nutzer nur unkomfortabel mit der Tastatur in Texten bewegen.
Die ungewöhnliche Anordnung der Cursortasten dürfte ein Folge davon sein, dass auf der Tastatur nicht sonderlich viel Platz ist. Umso spannender ist die Frage, wie LG noch die fehlenden deutschen Umlauttasten unterbringen will - auf der Messe wurde die Tastatur nur mit einer englischsprachigen Tastenbelegung ohne Umlauttasten gezeigt.
Irgendwann im vierten Quartal 2015 will LG das Rolly Keyboard in Europa auf den Markt bringen. Wie viel es dann in Deutschland kosten wird, hat LG noch nicht bekanntgegeben.
Fazit
Das Konzept des Rolly Keyboards ist vielversprechend, aber in der Praxis erfüllt das Produkt nicht alle Anforderungen an eine mobile Tastatur. Die Bluetooth-Tastatur lässt sich platzsparend zu einem länglichen Stab zusammenfalten und passt dann gut in Handtasche oder Rucksack.
Angenehmerweise hat LG auch an einen Standmechanismus gedacht, mit dem das Tablet oder Smartphone so aufgestellt werden kann, dass der Nutzer beim Schreiben auf das Display schauen kann. Dass sich Smartphones und Tablets nur im Querformat verwenden lassen, ist nur für Besitzer von Smartphones ärgerlich, die einen Startbildschirm haben, der nicht ins Querformat wechselt.
Die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt. Leider bedarf es einer zu langen Eingewöhnungsphase, um problemlos im Zehnfingersystem auf der Tastatur schreiben zu können. Der Abstand zwischen den Tastenreihen ist so groß, dass die Finger andere Wege nehmen müssen als gewohnt, um den gewünschten Buchstaben zu erreichen. Das dürfte alle stören, die nicht nach dem Adlersuchsystem tippen.
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| LG Rolly Keyboard im Hands on: Gut gedacht, aber nicht ganz so gut gemacht |
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... die man aufrollen und in die Tasche stecken kann. Kann man z.B. bei Conrad kaufen...
Wer kauft sich so eine Tastatur für ca. 99¤, wenn sie nur selten genutzt wird? Dann...
Wieso spricht hier eigentlich jeder nur von den 10-Finger-Schreibern? Ich zum beispiel...
statt ein Vierkantstab. Dann hätte man Platz für eine Zahlen- oder sogar F-Tastenreihe...