LG OLED42C27LA im Test: Ein OLED-Fernseher als riesiger Bildschirmersatz
Der 42 Zoll große LG OLED C2 passt doch perfekt auf den Tisch. Er gibt einen tollen Monitor für Games und Office ab, trotz TV-Herkunft.
Den OLED-Fernseher als Monitor zweckentfremden? Bei Golem.de wird das schon zu einer Art Tradition. Der LG OLED C2 (OLED42C27LA) kommt halt auch im gut für den Schreibtisch geeigneten 42-Zoll-Format. Wir konnten daher nicht widerstehen und haben LGs OLED-Fernseher aus der aktuellen Serie im Kontext des Gaming- und Arbeits-Bildschirms getestet.
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Bis auf einige Eigenheiten können wir den Fernseher für unser Szenario ohne Probleme zweckentfremden. Wir würden sogar sagen, dass LG hier, wahrscheinlich unabsichtlich, einen sehr guten 42-Zoll-Monitor gebaut hat. Unsere Mängel sind eher dem Fakt geschuldet, dass es eben keiner ist. Zudem führt LG eine unter Fernseheranbietern anscheinend verbreitete Tradition fort: verschachtelte Menüs, in denen wir nach Einstellungen lange suchen müssen.
| Panel | 42" (106,7 cm) OLED-Panel (3.840 x 2.160 Pixel, 120 Hz) |
|---|---|
| Panelfeatures | VRR (Nvidia G-Sync compatible, AMD Freesync Premium), Low Latency Mode, max 750 cd/m² (HDR) |
| Anschlüsse | 4x HDMI 2.1 (1x eARC), 1x Ethernet (RJ45), 3x USB-A (für Wechselmedien), S/PDIF, 3,5-Klinkenanschluss, Antenne, Satellit, CI-Slot |
| Ergonomie | VESA-Mount (300 x 200 mm) |
| weitere Features | Bluetooth 5.0, Wi-Fi 6, LG WebOS mit Magic Remote, Triple Tuner (2x DVB-T2, DVB-C, DVB-S2) |
| Preis | 1.650 Euro (Testmuster) |
Zunächst aber zum Gerät selbst: Die Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln und eine Bildfrequenz von 120 Hz haben uns unter anderem dazu verleitet, den C2 im Monitorkontext zu testen. Der OLED-TV unterstützt zudem einige interessante Features wie Variable Refresh Rates und einen Low-Latency-Modus. Wir können daran also einen Desktop-PC oder die Spielekonsole betreiben und deren Funktionsumfang ausschöpfen.
Direkt nach dem Einschalten stellen wir fest: Der OLED-Fernseher kann erwartungsgemäß durch sehr gute Schwarzwerte und Kontraste überzeugen. Aber auch die Helligkeit ist für ein OLED-Gerät und generell für den Monitoreinsatz gut. Allerdings hängt das hier stark vom verwendeten Displayprofil ab. Mit dem Vivid-Profil und SDR bei 100 Prozent Helligkeit messen wir maximal 391 cd/m².
Helligkeit für OLED gut
Zwar wirbt LG für das OLED-Evo-Panel des C2 nicht mit einer bestimmten Display-HDR-Helligkeit, wir messen maximal 750 cd/m² in HDR. Den Wert erreicht der Fernseher, wenn wir ein weißes Quadrat auf schwarzem Hintergrund bei maximaler Helligkeit ausmessen. Das Quadrat füllt vier Prozent der Bildschirmfläche. Dass der Bildschirm die bei größeren C2-Modellen angestrebten 1.000 cd/m² nicht erreicht, liegt wohl daran, dass LG bei den kleineren Versionen der 2022er-Generation noch ein älteres Panel verbaut.
Wie bei OLED-Bildschirmen üblich, können wir nicht verhindern, dass sich der C2 bei Bedarf selbst heller oder dunkler schaltet. Die maximale HDR-Helligkeit erreicht der Fernseher also nur in dunklen Szenen mit wenigen hellen Elementen. Dort ist der Effekt des höheren Kontrasts auch am besten zu sehen.
Während der Arbeit an Dokumenten und mit Webseiten, die typischerweise aus schwarzer Schrift auf weißen Flächen bestehen, merken wir die automatische Helligkeitssteuerung schnell. So ist der Fernseher immer merklich dunkler, wenn wir viele helle Elemente öffnen. In Games oder Filmen merken wir das kaum, weil wir abgelenkt sind.
OLED-Panels verhalten sich anders
Der Grund ist schnell gefunden: Bei OLED-Panels können sich nach längerer Nutzung und beim Anzeigen vieler statischer Elemente Pixel einbrennen. Diesen Burn-in-Effekt und die generell schnellere Abnutzung der OLEDs durch zu hohe Helligkeit verhindern Hersteller wie LG durch Helligkeitssteuerungen und andere Algorithmen.
So muss sich unser C2-Panel in regelmäßigen Abständen alle paar Tage selbst abschalten und mittels Pixel Refresh kalibrieren. In wenigen Fällen mussten wir daher im Arbeitsalltag eine Pause machen. Nach etwa fünf Minuten ist der Refresh-Prozess abgeschlossen und unser Panel wieder nutzbar. Zudem bewegt sich das Bild immer wieder ein wenig. Ein solcher Pixel Shift, hier Screen Move genannt, soll Burn-in-Effekte vermindern. Wenn wir genau hinsehen, bemerken wir den Pixel Shift zwar, stören tut er uns aber nicht.
Dinge, die uns am LG OLED C2 stören, haben schlicht damit zu tun, dass es sich um einen Fernseher handelt. Vor allem das verschachtelte Einstellungsmenü ist ein Graus. Das nehmen wir aber gern in Kauf, weil das Panel in Games und bei Filmen überzeugen kann.
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Einstellungssache, oder Geschmackssache. Hier ist es mit den passenden Cleartypetuner...
Weil er es vielleicht nicht selbst herausgefunden hat, möglicherweise?
Der dann aber vermutlich viel schlechtere Reaktionszeiten hat? Oder ist damit der...
Mein 27" 2560x1440 Bildschirm hat ja eine sehr ähnliche PPI und wird von mir in 40-80cm...