LG Gram +View im Test: Mit dem zweiten Bildschirm ins Natur-Office

Das große Display und genaue Farbabdeckung machen LGs +View zu einem praktischen Begleiter im mobilen Büro - solange Steckdosen nah sind.

Ein Test von veröffentlicht am
Der LG +View erweitert den Desktop um 16 Zoll.
Der LG +View erweitert den Desktop um 16 Zoll. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Sommer, Sonne, Sonnenschein: Da möchten wir glatt den Laptop einpacken und nur noch auf der Parkbank oder direkt am See arbeiten und währenddessen eine frische Brise spüren. Das ist in vielen Unternehmen tatsächlich möglich, allerdings schränken wir uns mit einem einzelnen kleinen Notebookbildschirm produktiv selbst ein.

Inhalt:
  1. LG Gram +View im Test: Mit dem zweiten Bildschirm ins Natur-Office
  2. Eine Herausforderung für die Akkulaufzeit
  3. LG Gram +View - Verfügbarkeit und Fazit

Portable Displays wie das LG Gram +View sollen das ändern. Wir haben das Panel an der frischen Luft getestet und können sagen: Der Extraplatz auf dem Desktop ist eine Riesenhilfe. Allerdings müssen wir auch schneller wieder in die Zivilisation zurückkehren - dorthin, wo es eine Stromquelle gibt. Denn ein zweiter Bildschirm benötigt mehr Energie, das merken wir an einer wesentlich kürzeren Akkulaufzeit.

Displaygröße16" (40,6 cm) IPS (entspiegelt, 2.560 x 1.600 Pixel, 16:10, 60 Hz)
Displaywerte321 cd/m² Helligkeit, 98,3 Prozent DCI-P3, 85,6 Prozent Adobe RGB
Ports2x USB-C-Eingang mit DP Alternate Mode
Maße360 x 246 x 8,3 mm, 990 Gramm Gewicht (mit Cover)
Ergonomiehöhenverstellbar (105 und 120 Grad), Pivot-Funktion
Zubehörmagnetisches Cover, USB-C-Kabel
Energiebedarf8,5 Watt
Preis (Testmuster)300 Euro
LG Gram +View - Übersicht

In der Praxis sind zwei Bildschirme definitiv von Vorteil. So können wir auf dem Hauptbildschirm etwa Textverarbeitungsprogramme öffnen, während wir Browsertabs und Kollaborationssoftware auf dem +View laufen lassen. Mit 16 Zoll (40,6 cm) Bilddiagonale ist der Monitor sogar größer als das integrierte Panel unseres Office-Notebooks - ein Razer Book 13 (Test) mit 13,4-Zoll-Panel. Außerdem stellt der LG-Bildschirm 2.560 x 1.600 Pixel im 16:10-Format dar und ist damit den meisten handelsüblichen Notebooks überlegen.

Mobil und hell

Es ist daher sinnvoll, den +View als primären Bildschirm zu verwenden, und das nicht nur wegen der guten Auflösung und größeren Bilddiagonale. Das IPS-Panel ist zusätzlich entspiegelt und stellt Farben gut dar. Wir messen eine Farbabdeckung von 98,3 Prozent DCI-P3 (85,6 Prozent Adobe RGB). Die meisten Laptops sind entweder weniger farbgenau oder als spezielle Workstations sehr teuer.

  • LG Gram +View (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Panel wird per USB-C angeschlossen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Einstellungswinkel zu 105... (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ... und 120 Grad. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Höhe lässt sich über das Magnetcover einstellen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Gram +View (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Gram +View (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Helligkeit reicht meist aus. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können das Display im Pivot-Modus nutzen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lautstärkeregler an der rechten Seite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Fast 100 Prozent des DCI-P3-Raumes werden unterstützt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Display deckt Farben gut ab. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Onscreen Control (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Onscreen Control (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Onscreen Control (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ausleuchtung des Panels (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Einstellungswinkel zu 105... (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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Nun ist das +View mit 300 Euro nicht unbedingt günstig. Das ist eben der Preis, den wir für einen kompakten Monitor zahlen, der in die Rucksacktasche passt. Er misst 360 x 246 x 8,3 mm und ist mit 990 Gramm (inklusive Displayschutz) relativ leicht. Für Transporte legt LG ein magnetisches Displaycover bei, das gleichzeitig als Standfuß dient. Zwei Einstellungswinkel sind durch Zusammenfalten der Abdeckung möglich: 105 und 120 Grad.

LG hätte sich hier aber auch vom Microsoft Surface Pro oder der Nintendo Switch OLED inspirieren lassen und einen integrierten, dynamisch verstellbaren Klappständer verbauen können. Der Faltstandfuß ist nämlich außerhalb geradestehender Tische eher instabil. Das gilt auch für die Picknickdecke und den darunterliegenden unebenen Boden.

Die Bildschirmhelligkeit des +View liegt mit durchschnittlich 321 cd/m² in einem guten Bereich. Allerdings stoßen wir hier auf ein weiteres Problem im Natur-Office: Bei Sommersonne sind Bildinhalte sowohl auf unserem Notebook, als auch dem Panel nicht mehr gut ablesbar. Wir sollten daher ein schattiges Plätzchen als unseren Arbeitsplatz auswählen, etwa die Wiese unter einem großen Baum. Glücklicherweise gibt es in Berliner Parks und im Brandenburger Umland davon reichlich. Alternativ: Für traditionellere Arbeitsplätze im Büro, am Zugtisch oder im Café ist die Helligkeit mehr als ausreichend.

LG gram +view Portabler Monitor

USB-C nur für Bild- und Energieübertragung

Übrigens sind die beiden einzigen Knöpfe am +View für die Helligkeitsregelung gedacht. Einen Power-Schalter gibt es nicht. Stattdessen schaltet sich das Display an, sobald wir es in eine der zwei freien USB-C-Buchsen stecken. Das mitgelieferte Kabel eignet sich dafür gut, es können aber auch viele andere USB-C-auf-USB-C-Kabel genutzt werden.

  • LG Gram +View (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Panel wird per USB-C angeschlossen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Einstellungswinkel zu 105... (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ... und 120 Grad. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Höhe lässt sich über das Magnetcover einstellen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Gram +View (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Gram +View (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Helligkeit reicht meist aus. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können das Display im Pivot-Modus nutzen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lautstärkeregler an der rechten Seite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Fast 100 Prozent des DCI-P3-Raumes werden unterstützt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Display deckt Farben gut ab. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Onscreen Control (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Onscreen Control (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • LG Onscreen Control (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ausleuchtung des Panels (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Lautstärkeregler an der rechten Seite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Die beiden USB-C-Ports sind wirklich nur für Bildsignale per DP Alternate Mode und die Energieübertragung vom Hostgerät zum Display gedacht. Wir können die zweite Buchse also nicht verwenden, um darin etwa das USB-C-Netzteil unseres Notebooks oder einen USB-C-Stick hineinzustecken. Wollen wir unser Razer Book aufladen, benötigen wir bei Bedarf also mindestens zwei USB-C-Ports.

Und ein Netzteil brauchen wir im mobilen Office, ansonsten ist schnell der Akku leer.

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Eine Herausforderung für die Akkulaufzeit 
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JE 16. Jun 2022 / Themenstart

Meine Anforderungen wären: Usb-c daten und strom über ein kabel Power-passthrough (also...

Larzan 16. Jun 2022 / Themenstart

Hört sich super an, aber 800¤ für 13.3 Zoll ist mir dann doch zu happig :)

Larzan 16. Jun 2022 / Themenstart

Natürlich ist die Idee 'unter freiem Himmel arbeiten' noch (wenn erstmal liquid ink...

JE 15. Jun 2022 / Themenstart

Was wären denn gute Werte? Ich finde halt das Power-passthrough spannend, so daß kein...

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