KI passt die Kameraeinstellungen an

Die Kamera-App des G7 Thinq kann zahlreiche Szenen erkennen, unter anderem blauen Himmel, Stadt, Blumen oder Haustiere. Für den Nutzer witzig ist die Anzeige der während der Analyse durchlaufenden Schlagworte, die teilweise schräg um die Ecke gedacht sind. In der Praxis funktioniert die Erkennung aber gut. Wie beim P20 Pro verändert das Smartphone je nach analysierter Situation hauptsächlich die Sättigung und den Kontrast.

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So wird bei einem Motiv, in dem viel blauer Himmel dargestellt wird, der Kontrast merklich hochgedreht und der Weißabgleich kälter eingestellt. Bei Aufnahmen von Blumen merken wir eine merkliche Anhebung der Sättigung. Hier führt die Kontrastanhebung allerdings bei einer gelben Blume, die wir im Sonnenlicht fotografierten, zu einer merklichen Überstrahlung. Die AI Cam lässt sich mit beiden Objektiven des Smartphones nutzen.

  • Ein mit dem G7 Thinq aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dasselbe Motiv mit dem Superweitwinkelobjektiv aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die AI Cam erkennt das Objekt und verändert die Bildeinstellungen. In diesem Fall wurde der blaue Himmel erkannt und das Bild darauf optimiert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dasselbe Motiv mit einem Samsung Galaxy S9 aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dasselbe Motiv mit einem Huawei P20 Pro aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch das P20 Pro hat eine KI-gestützte Bildoptimierung, die in diesem Fall wesentlich aggressiver den blauen Himmel betont. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Ausschnittsvergrößerung ist ersichtlich, dass das G7 Thinq bereits bei Tageslicht zahlreiche Artefakte zeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der gleiche Ausschnitt, mit dem Galaxy S90: die Schärfe und die Details sind besser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der gleiche Ausschnitt beim P20 Pro im 10-Megapixel-Modus; auch hier sind die Details besser zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit dem G7 Thinq aufgenommenes Bild einer Blume, ohne AI Cam (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dasselbe Motiv, mit AI Cam: die Optimierung ist hier eher eine Suboptimierung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine mit dem G7 Thinq aufgenommene Blume (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dasselbe Motiv, mit dem Galaxy S9 aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dasselbe Motiv, mit dem P20 Pro aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Teleobjektiv des P20 Pro ermöglicht uns, etwas näher an das Motiv heranzugehen - auch, wenn die Qualität etwas leidet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In schummrigen Lichtsituationen schafft es das G7 Thinq im normalen Modus nicht, dunkle Bereiche gut abzulichten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dafür gibt es einen speziellen Aufhellungsmodus, der allerdings einen deutlichen Qualitätsverlust mit sich bringt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S9 leuchtet die Szene besser aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die dunklen Bereiche sind mit dem P20 Pro aufgenommen am besten zu erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Ausschnittsvergrößerung zeigt die eher schlechte Qualität von Aufnahmen mit dem G7 Thinq im Dunkeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit Aufhellung sinkt die Qualität nochmals. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S9 macht Fotos mit besserer Qualität ...
  • ... ebenso das P20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das G7 Thinq von LG (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das G7 Thinq hat einen 6,1 Zoll großen LC-Bildschirm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite sind eine Dualkamera und ein Fingerabdrucksensor eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das G7 Thinq liegt trotz großem Bildschirm gut in der Hand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Dualkamera besteht aus zwei 16-Megapixel-Sensoren. Die zweite Kamera hat ein Superweitwinkelobjektiv. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Am oberen Rand des Displays befindet sich eine Einbuchtung, in der die Frontkamera und Sensoren eingebaut sind. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Verarbeitung des G7 Thinq ist sehr gut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Smartphone hat einen Klinkeneingang für Kopfhörer und einen separaten Digital-Analog-Wandler. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unterhalb der Lautstärketasten befindet sich ein Knopf, mit dem der Google Assistant aufgerufen werden kann. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fingerabdrucksensor beinhaltet keinen Einschalter mehr, wie es noch beim G6 der Fall war. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Ein mit dem G7 Thinq aufgenommenes Bild einer Blume, ohne AI Cam (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die AI Cam kann nicht automatisch in den Porträtmodus schalten, wie es das P20 Pro macht. Diesen müssen Nutzer weiterhin manuell aktivieren. Die damit erstellten Porträts mit unscharf maskiertem Hintergrund haben eine gute Trennung zwischen Vordergrund und Hintergrund, die Kanten werden sauber erkannt. Den Grad der Unschärfe können wir im Nachhinein in einem Editor bearbeiten - eine Funktion, die manche Geräte wie beispielsweise das P20 Pro nicht bieten.

Die künstliche Intelligenz des G7 Thinq sorgt neben der Änderung von Kameraeinstellungen auch für eine automatische und recht umfangreiche Verschlagwortung der aufgenommenen Bilder. Diese Tags können wir in der vorinstallierten Galerie-App aufrufen, die Anwendung sammelt automatisch Fotos in entsprechenden Ordnern. Zu den bei uns erkannten Schlagworten gehören Tier, Architektur, Gebäude, Blumen, Nahaufnahmen, Himmel, Baum oder auch Hund.

Auf den ersten Blick erscheint uns die Verschlagwortung passend, sie kann bei vielen Fotos helfen, bestimmte Aufnahmen wiederzufinden. Auf unserem Testgerät finden wir interessanterweise in der in der Galerie eingebauten Suche keine Bilder, wenn wir die Tags benutzen. Stattdessen verwendet die Suche andere Schlagwörter, was wir verwirrend finden.

Weitwinkelaufnahmen mit weniger Verzeichnug

Die Weitwinkelaufnahmen eignen sich gut für Innenräume oder um ein Gefühl der Weite auf Bildern zu erzeugen. Aufgrund des im Vergleich mit dem G6 geringer ausfallenden Weitwinkeleffektes sind aber weniger spektakuläre Aufnahmen möglich; dafür sind diese am Rand weitaus weniger stark verzeichnet, was unserer Meinung nach in den meisten Aufnahmesituationen ein wichtigerer Faktor als ein extremer Weitwinkel ist.

Insgesamt gefällt uns die Kamera des G7 gut. Sie ist scharf und macht schlichtweg gute Bilder, auch wenn die Artefaktdichte höher als bei der Konkurrenz ist. Der Superweitwinkel sorgt für kreativen Spielraum, den andere Hersteller mit Teleobjektiven abzudecken versuchen. LG verwendet seit jeher für seine Dualkameras die Kombination aus Standardweitwinkel und Superweitwinkel, und tut auch beim neuen Modell gut daran, das nicht zu ändern; somit haben LG-Smartphones ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zur Konkurrenz.

Die AI Cam kann in manchen Situationen ein besseres Bild bringen, oft gefallen uns aber die Verbesserungen nicht. Das ist beim P20 Pro aber mitunter auch so, da hier die gleichen Mittel verwendet werden: die Erhöhung der Sättigung sowie des Kontrastes. Schade finden wir, dass LG nicht auch den Porträtmodus automatisch aktiviert.

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bakaecchis2 31. Mai 2018

Ich muss immer wieder feststellen, das LG überhaupt kein Marketing beherrscht. Damit ist...

Crossfire579 31. Mai 2018

Das G2/G3 kann man nicht wirklich vergleichen, die Geräte haben nämlich zumindest einen...

Phantom 30. Mai 2018

KI, der neue Algorithmus!!!

treysis 30. Mai 2018

Angeblich ja.


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