LG G3: 5,5-Zoll-Smartphone mit 2.560 x 1.440 Pixeln Auflösung

Nach Sony, Samsung und HTC hat auch LG sein diesjähriges Topsmartphone gezeigt. Das G3 besticht durch ein Display mit sehr hoher Auflösung und einen verbesserten Autofokus bei der eingebauten Kamera. Die technischen Basisdaten der Topmodelle gleichen sich stark.

Das 5,5 Zoll große IPS-Display im G3 liefert eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln, was eine sehr hohe Pixeldichte von 535 ppi ergibt. Damit ist es das erste Smartphone eines großen Herstellers mit so hoher Displayauflösung. Auch wenn es so aussieht, hat das G3 kein Metallgehäuse, sondern eines aus Kunststoff.









Die aktuellen Topmodelle von Samsung, HTC und Sony haben alle eine Displayauflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, allerdings auch ein etwas kleineres Display. Im Vorfeld zur Vorstellung des One von Oneplus hatte der Hersteller sich bewusst dagegen entschieden, in das 5,5-Zoll-Smartphone ein Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln einzubauen. Damit hätte es einen leistungsfähigeren Akku gebraucht, und die meisten Kunden würden keinen sichtbaren Unterschied feststellen, erklärte Oneplus. Hier muss ein Test zeigen, wie sich die hohe Displayauflösung auswirkt.
13-Megapixel-Kamera mit Spezial-Autofokus
Das G3 hat eine 13-Megapixel-Kamera, die mit einer speziellen Autofokus-Technik bestückt ist. Mit Hilfe eines Lasers sammelt die Kamera die Tiefeninformationen eines Motivs und der Autofokus soll damit auch bei geringem Umgebungslicht schnell reagieren. Das verspricht besser fokussierte Fotos. Die G3-Kamera fokussiert direkt beim Auslösen und soll damit ideal für Schnappschüsse sein.
Die Kamera verfügt zudem über einen optischen Bildstabilisator, um auch bei geringem Umgebungslicht noch gute Aufnahmen machen zu können. Zudem gibt es auf der Rückseite zwei Kameraleuchten. Auf der Displayseite befindet sich eine 2,1-Megapixel-Kamera, die sich mittels Gesten steuern lässt.
Zwei G3-Ausführungen geplant
Bezüglich Prozessor und Speicher ist das G3 ähnlich wie die Topmodelle der Konkurrenz ausgestattet: Qualcomms schneller Quad-Core-Prozessor Snapdragon 801 läuft mit einer Taktrate von 2,46 GHz. Damit sollte eine flüssige Bedienung ohne Ruckler möglich sein. Das G3 wird in zwei Ausführungen verkauft. Die Basisversion hat 2 GByte Arbeitsspeicher und 16 GByte Flash-Speicher, das größere Modell bekommt 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte-Flash-Speicher.
LTE, NFC und Micro-SD-Steckplatz vorhanden
Neben HTC kehrt auch LG wieder dazu zurück, das Smartphone mit einem Steckplatz für Micro-SD-Karten für zu versehen, beim G3 für bis zu 64 GByte. Ob das G3 App2SD unterstützen wird, ist noch nicht bekannt.









Das neue LG-Gerät unterstützt LTE, UMTS und GSM. Außerdem stehen Dual-Band-WLAN nach 802.11a/b/g/n samt ac-Standard, Bluetooth 4.0, ein NFC-Chip und ein GPS-Empfänger zur Verfügung. Wie bei aktuellen LG-Smartphones üblich befinden sich die Standby- und Lautstärketasten auf der Gehäuserückseite.
Auslieferung mit Android 4.4
LG bringt das G3 mit Android 4.4 alias Kitkat auf den Markt. Darauf läuft LGs eigene Bedienoberfläche samt der Aufweckfunktionen Knock On und Knock Code. Mit einem Doppeltipp auf das Display kann das Gerät mittels Knock On aus dem Standby aufgeweckt oder in diesen versetzt werden. Knock Code ist die Variante mit Zugangscode: Das Gerät schaltet sich erst ein, wenn ein vorher festgelegtes Klopfmuster eingegeben wurde. Eine neuartige in der Größe veränderbare Bildschirmtastatur soll Tippfehler automatisch erkennen und korrigieren, ohne falsche Ersetzungen durchzuführen.
Bei Maßen von 146,3 x 74,6 x 8,9 mm ist das Gerät nur unwesentlich größer als die aktuellen Topmodelle von HTC, Samsung und HTC, die aber allesamt kein 5,5 Zoll großes Display haben. Das Xperia Z2 ist mit seinem 5,2-Zoll-Display sogar etwas länger als das G3, dafür aber etwas schlanker.
Der 3.000-mAh-Akku des 149 Gramm wiegenden Smartphones ist wechselbar. Bisher hat LG keine konkreten Angaben zur Akkulaufzeit gemacht. Aber trotz des hochauflösenden Displays soll der Smartphoneakku ohne Probleme einen Tag bei durchschnittlicher Nutzung durchhalten.
16-GByte-Version erscheint für 550 Euro
LG will das G3 in der Ausführung mit 2 GByte Arbeitsspeicher und 16 GByte Flash-Speicher zum Preis von 550 Euro auf den Markt bringen. Das besser ausgestattete Modell mit 3 GByte Hauptspeicher und 32 GByte Flash-Speicher gibt es für 600 Euro. Voraussichtlich Ende Juni 2014 wird das G3 in Deutschland in den Verkauf gehen.



