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Finger weg von den Zusatzfunktionen

Beim ersten Spieletest mit dem LG-Bildschirm haben wir uns zunächst gefragt, warum Texturen in der Bewegung enorm verschwommen aussehen. Dafür gibt es einen Grund: der Low-Latency-Modus des Panels. Schalten wir diesen im On-Screen-Menü ein, kommt es zu fiesen Artefakten und verschobenen Doppelbildern. Schnell haben wir die Funktion wieder abgeschaltet. Sie ist komplett unbrauchbar. Das gilt übrigens auch, wenn wir das Display auf 175 Hz übertakten. Die Displayport-Verbindung muss dann auf den YCbCr422-Farbmodus umstellen. Die Kompression lässt Schriften und Kanten nicht sehr schön aussehen.

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Generell sind die Pixelreaktionszeiten nicht die besten. Das merken wir beim Verschieben von Fenstern oder bei schnellen Bewegungen in Spielen. Die Schlieren treten allerdings nur bei sehr schnellen und ruckartigen Momenten auf, was uns angesichts der ansonsten sehr guten Bildqualität nicht stört.

Die LED-Beleuchtung auf der Rückseite des Panels ist ebenfalls schlecht umgesetzt. Diese lässt sich erst dann einstellen, wenn wir die entsprechende Software auf unserem Rechner installieren. Das ist umso nerviger, da der Monitor ab Werk mit einem sich ständig verändernden Farbring vor allem die Kollegen im Büro nervt, die direkt in das helle LED-Licht hineinschauen. Auch nach dem Einstellen in der Software ist es bei uns öfter vorgekommen, dass sich die Einstellungen ohne erkennbaren Grund zurücksetzten oder ein ausgeschaltetes Licht sich nach dem Systemneustart wieder einschaltete.

  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die Bildqualität ist ziemlich gut. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Lüfter ist für uns kaum hörbar. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LEDs auf der Rückseite nerven nach dem Auspacken. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Monitor lässt sich in der Höhe verstellen. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Auf der Rückseite: HDMI, Displayport und USB-Ports.
  • Der Lüfter ist für uns kaum hörbar. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Monitor ist Gsync-kompatibel.
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Das Panel ist leicht gekrümmt. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Gute Farbdarstellung (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Gute Farbdarstellung (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Gute Farbdarstellung (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die Ausleuchtung in Candela pro Quadratmeter (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
Gute Farbdarstellung (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Der Monitor lässt sich ergonomisch zwar in der Höhe und in seiner horizontalen Neigung einstellen, allerdings müssen wir den Standfuß komplett drehen, wenn wir das Panel präzise in der vertikalen Ausrichtung verändern möchten. Auch eine Pivot-Funktion fehlt hier. Die wäre bei einem überbreiten Panel eine interessante Ergänzung.

Auf der Rückseite des Monitors sind ein Displayport-1.4-Anschluss und HDMI 2.0b vorhanden. Entsprechende Kabel liegen dem Gerät bei. Ein zusätzlicher USB-Hub mit zwei USB-A-3.2-Gen1-Ports kann zudem als Anschlussmodul für unsere zahlreichen Peripheriegeräte herhalten. Was etwas unverständlich ist: Trotz zweier Bildeingänge gibt es hier keinen nativen Bild-in-Bild-Modus. Das breite Panel bietet sich dafür geradezu an. Die externe Software LG On Screen Control soll da helfen. Einige Nutzer des Produktes beschweren sich auch über den lauten aktiven Lüfter des Monitors. Dieses Problem konnten wir bei unserem Testgerät aber nicht feststellen.

Verfügbarkeit und Fazit

Der LG Ultragear 38GL950G kostet aktuell etwa 2.000 Euro. Für den hohen Preis gibt es die seltene Kombination aus farbtreuem IPS-Panel, 144 Hz Bildfrequenz und dem interessanten 24:10-Format. Konkurrenzprodukte in dieser Größe gibt es kaum - zumindest wenn es um Gaming-Hardware geht.

Fazit

Wenn wir gerne spielen und nicht auf eine sehr gute Farbwiedergabe verzichten wollen, dann ist der LG Ultragear 38GL950G kaum zu überbieten. Das liegt am sehr guten IPS-Panel und dem überbreiten 24:10-Format, das zusammen mit 3.840 x 1.600 Pixeln Auflösung und 144 Hz Bildfrequenz gerade in Simulationsspielen für eine tolle Immersion sorgt.

  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die Bildqualität ist ziemlich gut. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Lüfter ist für uns kaum hörbar. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LEDs auf der Rückseite nerven nach dem Auspacken. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Monitor lässt sich in der Höhe verstellen. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Auf der Rückseite: HDMI, Displayport und USB-Ports.
  • Der Lüfter ist für uns kaum hörbar. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Der Monitor ist Gsync-kompatibel.
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • LG 38GL950G (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Das Panel ist leicht gekrümmt. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Gute Farbdarstellung (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Gute Farbdarstellung (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Gute Farbdarstellung (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
  • Die Ausleuchtung in Candela pro Quadratmeter (Bild: Daniel Pook/Golem.de)
Auf der Rückseite: HDMI, Displayport und USB-Ports.

Die sehr hohe Farbtreue des Displays ist zudem für professionelle Video- und Bildbearbeitung interessant. Das Panel ist mit 423 cd/m² auch schön hell. Beim Schauen von Kinofilmen spielt das 24:10-Format seine Stärken aus, wenn schwarze Balken wegfallen.

Allerdings sind einige Schwächen für ein so teures Produkt fast schon unaktzeptabel: Stellen wir etwa eine schnelle Pixelreaktionszeit ein, dann produziert der Monitor Artefakte und Schlieren. Auch nervt die nur über externe Software einstellbare LED-Beleuchtung. Zwar hat das Panel Displayport und HDMI, es bietet allerdings ab Werk keinen Bild-in-Bild-Modus - ohne weitere externe Software. Auch ist der ergonomisch einstellbare Standfuß etwas eingeschränkt, so kann man ihn zum Beispiel nicht drehen.

Gamer, die unbedingt einen Monitor im Kinoformat haben wollen, kommen am LG-Produkt kaum vorbei. Konkurrenz ist hier schlicht kaum vorhanden. Da ist es schade, dass das Panel einige offensichtliche Mängel aufweist. Allerdings gibt es Alternativen im noch breiteren 32:9-Format, die preiswerter sind.

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 LG 38GL950G im Test: Das 38-Zoll-Kinoformat für den Schreibtisch
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rapunzel666 27. Mai 2020

uvp vermutlich 1599.-, laut anderer Nachrichten..

ms (Golem.de) 17. Apr 2020

3840x1600 ist freilich 24:10 und nicht 21:9, ich habe es geändert - danke für den Hinweis.

renegade334 15. Apr 2020

Sag bloß du meinst den Philips BDM4065UC. Ich hatte das Ding auch. Die Helligkeit war...

bazoom 15. Apr 2020

Manche Leute arbeiten ab und an auch mit ihrem Rechner.

Zockmock 15. Apr 2020

An den hatte ich auch schon gedacht aber auf einen Ultrawide will ich auch nicht...


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