LG 360 VR im Hands on: LGs abgespecktes VR-Erlebnis

LGs erste VR-Brille ist ziemlich klein und leicht - ganz anders als die Headsets von Oculus und HTC. Dass die 360 VR trotzdem Spaß macht, hat sie im Hands on von Golem.de bewiesen. Mit der teuren Konkurrenz sollte man das Gerät aber nicht vergleichen.

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Die 360 VR auf der Nase eines Golem.de-Redakteurs
Die 360 VR auf der Nase eines Golem.de-Redakteurs (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

LG hat auf dem Mobile World Congress (MWC) 2016 sein erstes Virtual-Reality-Headset vorgestellt: Das 360 VR ist als exklusives Zubehör für das neue Smartphone G5 gedacht und wird direkt mit einem Kabel an das Mobiltelefon angeschlossen.

Inhalt:
  1. LG 360 VR im Hands on: LGs abgespecktes VR-Erlebnis
  2. Guter Bildeindruck

Dabei ist die 360 VR eher eine Brille als ein Headset: LG hat das Gerät ordentlich abgespeckt. Mit 180 Gramm ist die Brille sehr leicht und zudem merklich kleiner als die Headsets von Oculus und HTC. Ob die VR-Brille etwas taugt, hat sich Golem.de in einem ersten Kurztest angeschaut.

  • LGs erste VR-Brille, die 360 VR (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die 360 VR hat zwei Displays mit einer Auflösung von 960 x 720 Pixeln. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Der Lichtschutz ist abnehmbar, die Linsen müssen zum Scharfstellen gedreht werden. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die 360 VR hat zwei Eingabeknöpfe. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die 360 VR von vorne (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Zusammengeklappt lässt sich die 360 VR gut transportieren. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
Die 360 VR hat zwei Displays mit einer Auflösung von 960 x 720 Pixeln. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Auffällig ist beim ersten Anfassen tatsächlich das Gewicht der 360 VR. Schauen wir uns die Brille genauer an, wird schnell deutlich, wo LG am Gewicht gespart hat: Die Displays sind mit 1,88 Zoll pro Auge eher klein, das Gestell ist aus Kunststoff und der Lichtschutz nur aufgesteckt. Dessen Material erinnert an das von iPad-Covern. Praktisch ist, dass sich die 360 VR wie eine Brille zusammenklappen lässt.

Eher eine Brille als ein Headset

Setzen wir die Brille auf, merken wir gleich die Unterschiede zu Oculus Rift, HTC Vive Pre und Samsung Gear VR: Anstelle fest auf dem Gesicht abzuschließen, sitzt die 360 VR tatsächlich eher wie eine Brille auf der Nase. Dementsprechend ist die Abschirmung vor Streulicht nicht so gut, schieben wir das Headset aber nah ans Gesicht, lässt sich damit leben.

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Anders als bei anderen VR-Headsets können wir die Schärfe der beiden Linsen nicht von außen einstellen. Stattdessen müssen wir direkt an den Linsen drehen. Wollen wir dabei live kontrollieren, ob die Schärfe stimmt, müssen wir mit dem Finger am Lichtschutz vorbei unter die Brille fassen. Das ist fummelig, dürfte sich aber positiv auf den Preis der Brille auswirken. Benutzt nur ein Nutzer die 360 VR, sollte man diese Prozedur theoretisch auch nicht allzu häufig machen müssen.

Einstellung von Fokussierung und Augenabstand ist kompliziert

Den Augenabstand können wir in zwei Stufen pro Linse einstellen, insgesamt stehen also vier verschiedene Konstellationen für die Position der Linsen zur Verfügung. Auffällig ist bei dem auf der Messe gezeigten Gerät, dass die Fokussierung manchmal noch stockt - die Linse dreht sich dann nicht weiter. LG hatte auf seiner Pressekonferenz allerdings darauf hingewiesen, dass es sich bei der gezeigten 360 VR noch nicht um das fertige Gerät handelt, weshalb hier möglicherweise noch nachgearbeitet wird. Generell kam uns die Verarbeitung etwas unfertig vor.

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