Lex Netflix: Netflix und Co. müssen in der Schweiz investieren

In der Schweiz wurde dafür gestimmt, dass Streaminganbieter wie Netflix einen Umsatzanteil aus dem Land in Schweizer Produktionen investieren müssen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Gegner des Gesetzes wollten ein anderes Ergebnis.
Die Gegner des Gesetzes wollten ein anderes Ergebnis. (Bild: Arnd Wiegmann/Reuters)

Die Schweizer Bevölkerung hat für eine Änderung des Bundesgesetzes über Filmproduktion und Filmkultur gestimmt. Am Wochenende wurde in der Schweiz über das sogenannte Lex Netflix entschieden. 58,42 Prozent der wahlberechtigten Personen stimmten für eine Gesetzesänderung. Mit diesem Schritt kann die Schweizer Filmförderung höhere Einnahmen erwarten.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftliche Mitarbeiterin (m/w/d) an der Fakultät für Informatik
    Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Home-Office möglich)
  2. ERP-Systemadministrator (m/w/d)
    Systeme Helmholz GmbH, Großenseebach
Detailsuche

Die Gesetzesänderung in der Schweiz sieht vor, dass ein Anteil von 4 Prozent der in der Schweiz erzielten Umsätze von Streamingdiensten wie Netflix, Disney+, Prime Video oder HBO Max ab Anfang 2024 in Schweizer Produktionen von Filmen und Serien fließen muss.

Die Änderung gilt außerdem für ausländische TV-Sender, die Werbeblöcke gezielt für das Schweizer Publikum senden und damit auf dem hiesigen Werbemarkt Geld verdienen. Auch diese müssen vier Prozent ihres Umsatzes für Filme und Serien investieren, die in der Schweiz entstehen.

Mehr Geld für Produktionen in der Schweiz

Jeder in der Schweiz tätigte TV-Sender muss bereits seit Jahrzehnten vier Prozent des in der Schweiz erzielten Umsatzes für die Förderung von Filmen und Serien bezahlen, die in der Schweiz produziert werden. Es wird erwartet, dass durch die Abgabe der Streamingdienstbetreiber jährlich zusätzlich 18 Millionen Franken (etwa 17,2 Millionen Euro) für heimische Filmproduktionen zur Verfügung stehen werden.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Streaminganbieter müssen in Deutschland seit längerem eine Abgabe an die Filmförderungsanstalt zahlen. Dabei geht es um den Jahresnettoumsatz des Anbieters, von dem zwischen 1,8 und 2,5 Prozent abgeführt werden müssen. In Frankreich liegt die Quote mit 20 bis 25 Prozent des Umsatzes deutlich höher als in der Schweiz oder in Deutschland.

Quote für europäische Produktionen bei Netflix und Co.

Mit der Gesetzesänderung wird auch eine Quote für europäische Produktionen bei den Streamingabos für die Schweiz eingeführt. Künftig müssen 30 Prozent der Filme und Serien bei Netflix, Disney+ und Co. aus Europa stammen. Mit diesem Schritt soll erreicht werden, dass die vor allem aus den USA stammenden Anbieter nicht nur US-amerikanische Inhalte anbieten.

Innerhalb der EU besteht eine vergleichbare Quote seit einigen Jahren. So müssen die Kataloge von Netflix, Disney+ und Prime Video jeweils 30 Prozent ihrer Filme und Serien aus europäischen Produktionen stammen. Dadurch hat Disney+ etliche Inhalte aus Europa lizenziert, während Disney ansonsten mit Disney+ darauf setzt, nur eigene Inhalte im Abo anzubieten. Zudem haben alle Streaminganbieter in europäische Inhalte investiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Christian72D 17. Mai 2022 / Themenstart

Wenn ich bei wirklichen schlechten deutschen Filmen im Abspann immer sehe, mit welchen...

TH3W4TCHM3N1 16. Mai 2022 / Themenstart

Also gemäss Artikel gibt es auch bereits eine EU weite Regelung die 30% EU Anteil...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen

Sicherheitsforscher haben eine Backdoor gefunden, die zuvor gehackte Exchange-Server seit 15 Monaten zugänglich hält.

Microsoft: Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen
Artikel
  1. Ayn Loki Zero: Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar
    Ayn Loki Zero
    Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar

    Es ist das bisher günstigste Modell in einer Reihe von vielen: Der Loki Zero mit 6-Zoll-Display nutzt einen Athlon-Prozessor mit Vega-Grafik.

  2. Ducati V21L: Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h
    Ducati V21L
    Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h

    Ducati testet seit einem halben Jahr ein Elektromotorrad für den Rennsport. Der italienische Hersteller nennt Details zu Leistung und Einsatz.

  3. Autonomes Fahren: Fahrerlose Taxis treffen sich und blockieren eine Kreuzung
    Autonomes Fahren
    Fahrerlose Taxis treffen sich und blockieren eine Kreuzung

    Fahrerlose Autos haben manchmal ihren eigenen Willen und können einen Stau verursachen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Top-Spiele-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 32GB 1.700€ • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€) Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /