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Levi's-Jeansjacke im Test: Die Jacke mit dem klugen Google-Ärmel

An Jeansjacken scheiden sich die Geschmacksgeister: Die einen lieben sie, die anderen halten sie für ein Relikt aus den 80er-Jahren. Levi's Trucker Jacket bietet dank Googles Jacquard-Technologie smarte Funktionen, die die Jacke in die Neuzeit katapultieren - aber nicht zwingend sinnvoll sind.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Trucker Jacket von Levi's lässt sich dank eingewebter leitender Fasern per Touch bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Levi's hat zusammen mit Google seine klassische Jeansjacke Trucker Jacket smart gemacht: Dank der Jacquard genannten Technologie stecken im Bund des linken Ärmels leitende Fasern, die ein Touchpad formen. Im Test haben wir uns angeschaut, was die Jacke in Verbindung mit einem Smartphone und Kopfhörern alles bietet. Dabei sind wir auf einige nützliche Funktionen gestoßen, aber auch auf unsinnige - insgesamt ist auch bei den smarten noch Raum für Verbesserungen.

Inhalt:
  1. Levi's-Jeansjacke im Test: Die Jacke mit dem klugen Google-Ärmel
  2. Beschränkte Kommunikation mit dem Google Assistant
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Auf den ersten Blick ist das Trucker Jacket mit Jacquard-Fasern nicht von Levi's herkömmlichem Trucker Jacket zu unterscheiden. Die Jacke gibt es in zwei Ausführungen: mit und ohne Lammfellfutter. Beide Varianten gibt es für Herren und Damen. Für unseren Test haben wir uns für die Version ohne Futter entschieden - uns hat schlicht die etwas dunklere und weniger ausgewaschene Farbe besser gefallen.

Leitende Fasern bilden ein Touchfeld

Die leitenden Jacquard-Fasern befinden sich an der Vorderseite des linken Bundes, so dass wir das daraus geformte Touchfeld gut erreichen können, wenn wir den linken Arm leicht drehen. Der Bereich, in dem die Jacke auf unsere Bewegungen reagiert, ist etwa 6 x 5 cm groß, also ausreichend, um ihn gut zu treffen. Grundsätzlich stehen drei Gesten zur Verfügung. Wir können nach unten und nach oben wischen und doppelt klopfen. Auf ein einfaches Klopfen reagiert die Jacke nicht. Aus gutem Grund: Wir würden dann wahrscheinlich andauernd ungewollt Aktionen auslösen. Die Fäden sind im Vergleich zum nicht-smarten rechten Bund nicht zu erkennen; zusätzlich ist weitere Technik im Ärmel notwendig.

Diese ist zum einen fest verbaut, wie beispielsweise der Vibrationsmotor, und als kleines, festes Bauteil im Bund fühlbar. Zum anderen steckt die Technik in einem kleinen Dongle, der in einen Steckplatz am oberen Rand des Bundes gesteckt wird. In diesem Dongle stecken unter anderem der Akku, eine Benachrichtigungs-LED und die Recheneinheit von Jacquard - ohne das Teil funktioniert unsere smarte Jacke nicht. Angezogen bemerken wir die technischen Bauteile schon, sie stören uns aber nicht.

  • Das Trucker Jacket von Levi's ist eine klassische Jeansjacke - in der Jacquard-Version bietet die Jacke zusätzlich smarte Funktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Bund des linken Ärmels sind leitende Fasern eingewebt, die ein Touchpad bilden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über dieses Touchpad können wir unser Smartphone bedienen - zu sehen sind die Fasern nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Steuerungseinheit wird in einen Einschub am oberen Rand des Ärmels geschoben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Jacquard-Dongle beinhaltet auch eine LED. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im unteren Bereich des Bunds ist weitere Technik eingenäht, die beim Tragen aber nicht unangenehm auffällt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Trucker Jacket ist ein Klassiker von Levi's und sehr gut verarbeitet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Schriftzug im Inneren weist auf die smarten Jacquard-Funktionen von Google hin. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Trucker Jacket mit Jacquard kann wie eine normale Jeansjacke gewaschen werden - allerdings muss der Dongle vorher herausgezogen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Trucker Jacket mit Jacquard ist für 175 Euro erhältlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Trucker Jacket von Levi's ist eine klassische Jeansjacke - in der Jacquard-Version bietet die Jacke zusätzlich smarte Funktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Nachdem wir den Dongle das erste Mal in die Halterung in der Jacke gesteckt haben, müssen wir das Kleidungsstück mit der Jacquard-App auf einem Smartphone koppeln. Das funktioniert dank einer guten Anleitung problemlos. Beim ersten Einrichten lernen Nutzer alle Gesten kennen und bekommen vermittelt, wo der Ärmelbund seinen Touch-Bereich hat. Nach der Einrichtung können wir mit der Konfiguration beginnen. Grundsätzlich können wir alle drei Gesten mit vorgefertigten Befehlen belegen, zudem lässt sich einstellen, zu welchem Anlass die LED in welcher Farbe leuchtet.

Bei den Gesten stehen uns verschiedene Funktionen aus den Bereichen Audio, Navigation, Google Assistant, Dienstprogramme und "Immer auf dem Laufenden" zur Verfügung. Die letzte Rubrik ist etwas kurios: Hier können wir beispielsweise einstellen, dass wir mit einer der drei Gesten Dinge zählen oder Orte markieren können. Im Alltag für uns am sinnvollsten ist die Möglichkeit, unsere Musik-App zu steuern, ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen. Wir können Lieder überspringen und zurückgehen, die Wiedergabe pausieren, den aktuellen Titel angesagt bekommen oder den Umgebungsmodus bei einem Bose-Kopfhörer einschalten.

Weniger sinnvoll finden wir die Navigationsoptionen: Wir können uns ansagen lassen, wann wir wieder die Richtung ändern müssen oder wie lange wir noch bis zu unserem Ziel benötigen - idealerweise haben wir dazu natürlich einen Kopfhörer auf. Der Nachteil ist, dass wir dies nicht einfach tun können, nachdem wir eine Navigation bei Google Maps gestartet haben. Stattdessen müssen wir das Ziel jedes Mal in der Jacquard-App eingeben; aktivieren wir dann die Funktion über eine Geste, bekommen wir die Information angesagt.

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Beschränkte Kommunikation mit dem Google Assistant 
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Dwalinn 24. Okt 2019

Vielleicht solltest du eher eine Jeansweste kaufen :)

misfit 24. Okt 2019

Also wenn die Jacke kein Wasser ab kann, dann wäre das Produkt der reinste fail. Ich...


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