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Level 4: Rewe liefert in Bochum mit autonomem Fahrzeug aus

Rewe schickt seinen Lieferservice mit einem autonomen Fahrzeug auf die Straße. Noch ist wegen gesetzlicher Vorgaben ein Sicherheitsfahrer dabei.
/ Achim Sawall
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Das autonome Lieferauto macht sich auf den Weg. (Bild: Rewe)
Das autonome Lieferauto macht sich auf den Weg. Bild: Rewe

Rewe testet in Bochum die Auslieferung von Lebensmitteln mit einem autonomen Fahrzeug (L4). Das gab der Lebensmitteleinzelhändler am 18. November 2025 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Bislang ist noch ein Sicherheitsfahrer dabei.

Rewe-Sprecherin Frauke Weber sagte Golem: "Der Betriebsstart des Fahrzeugs war erst gestern, von daher sind wir noch wirklich am Anfang des Testzeitraums. Der Sicherheitsfahrer sitzt im Cockpit, was auch erst einmal so bleiben wird."

Gemeinsam mit dem Schweizer Technologieunternehmen Loxo und der Bochum Wirtschaftsentwicklung bringt Rewe den VW ID Buzz auf die Straßen der Ruhrgebietsstadt. Im Pilotzeitraum von rund sechs Monaten wollen die Partner herausfinden, wie man einen technisch autonomen Lieferservice mit möglichst hoher Kapazität auf die Straße bringen kann. Als Partner ist Loxo für die Software sowie den Betrieb des Fahrzeugs verantwortlich.

Lohnkosten für den Lieferfahrer einsparen

"Mit unserem Pilotfahrzeug wollen wir testen, wie hochautomatisiert fahrende Fahrzeuge unsere bestehenden Lieferprozesse sinnvoll ergänzen können" , sagte Kai-Uwe Reimers, Head of Research & Innovation Rewe Digital. Tatsächlich dürfte es darum gehen, die Lohnkosten für die Fahrer einzusparen, um den Lieferservice perspektivisch ohne höhere Basispreise und zusätzliche Gebühren anzubieten.

Die Touren werden laut Rewe manuell geplant und über die Rewe-E-Commerce-Systeme gesteuert. Für Kunden ändert sich erst einmal nichts: Die Bestellung erfolgt wie gewohnt über den Rewe-Lieferservice, das Abstellen der Lieferung vor der Haustür übernimmt der Sicherheitsfahrer.

In den USA und China ist der Betrieb von Level-4-Fahrzeugen (Robotaxis) ohne Sicherheitsfahrer bereits weiter fortgeschritten und in einigen Regionen kommerziell möglich. Das liegt an den regulatorischen Rahmenbedingungen. Golem.de hat die Dienste in Shenzhen bei Pony.ai und bei Waymo in San Francisco bereits vor längerer Zeit getestet.


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