Let's Player: Sony stellt das Playstation Influencer Network vor

Testmuster und exklusive Veranstaltungen: Sony Deutschland will Youtuber und Let's Player mit dem Playstation Influencer Network an sich binden. Negative Berichterstattung ist den Mitgliedern ausdrücklich erlaubt - Nicht-Berichterstattung hingegen nicht.

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Artwork des Playstation Influencer Network
Artwork des Playstation Influencer Network (Bild: Sony)

Wer beim Wort Influencer immer noch an Grippe denkt, sollte die Sache mit dem Millionenverdienst fürs Daddeln im sozialen Netz wohl gleich wieder vergessen. Junge und entsprechend hippe Menschen hingegen können ab sofort Mitglied im Playstation Influencer Network (PSIN) werden. Mit diesem Angebot versucht die deutsche Niederlassung von Sony, Youtuber und Let's Player an sich zu binden. Wer sich anmeldet, so verspricht das Unternehmen, kann mit Testmustern, Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und einem direkten Draht zu den Mitarbeitern der Firma rechnen.

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Im Gegenzug ist kein Mitgliedsbeitrag nötig. Stattdessen bietet Sony ein anderes Modell an: "Wer von uns mit unseren Spielen ausgestattet wird, hat im Gegenzug selbstverständlich die Aufgabe, über das Produkt zu berichten." In welcher Form und in welchem Ausmaß das geschieht, sei jedem selbst überlassen.

Auch Kritik sei kein Problem. "Natürlich sind wir traurig, wenn dir eines unserer Spiele nicht gut gefällt", so die Firma auf der offiziellen Webseite des PSIN. "Selbstverständlich darfst du aber jederzeit deine Meinung über den Titel äußern - egal, wie negativ diese auch ausfallen mag."

Sony weist ausdrücklich darauf hin, dass kontrolliert werde, welche Inhalte mit den zur Verfügung gestellten Produkten produziert worden sind; über aktiv eingeschickte Links zu den Texten oder Videos freue man sich. Wenn allerdings mehrfach keine Berichterstattung erfolge, müsse man "leider entsprechende Maßnahmen ergreifen" - damit ist vermutlich (hoffentlich) nur gemeint, dass es künftig keine weitere Bemusterung gibt.

Anmeldung, Steuer und Werbung

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Die Anmeldung (der Autor dieser Zeilen hat es spaßeshalber mal ausprobiert) ist in wenigen Minuten abgeschlossen. Neben Daten wie Anschrift und E-Mail-Adresse wird nach dem Vermarkter gefragt - wer keinen hat, kann aber auch das auswählen. Außerdem müssen Bewerber ihre Konten auf sozialen Netzwerken angeben, also auf Facebook, Youtube und so weiter.

Wer mit einer Karriere als Influencer liebäugelt und schon von Ruhm und Reichtum träumt, sollte allerdings eines beachten: Inzwischen hat auch die Steuerfahndung die Stars der Szene verstärkt im Blick und fragt nach, ob denn das teuer bezahlte Bild etwa auf Instagram auch korrekt versteuert wurde - das hatte jedenfalls das Magazin Focus in seiner letzten Printausgabe berichtet.

Wer sichergehen möchte, nicht mit den Landesmedienanstalten in Konflikt zu geraten, sollte sich außerdem deren Leitfaden über Werbung in sozialen Medien (PDF) mal genauer anschauen.

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