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Let's Player: Auf Youtube verkauft auch die Trashnight Spiele

Youtuber wie Peter Smits erreichen ein Riesenpublikum, entsprechend wichtig sind sie für die Vermarktung von Spielen. Das gelte nicht nur für qualitativ hochwertige Titel, sagte Smits bei einer Podiumsdiskussion.

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Podiumsdiskussion zum Thema Influencer-Marekting auf der Quo Vadis 17 in Berlin
Podiumsdiskussion zum Thema Influencer-Marekting auf der Quo Vadis 17 in Berlin (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Hauptsache Aufmerksamkeit: Dieses Motto gilt auch bei der Vermarktung von Computerspielen. Wenn etwa Peter Smits in seinem Kanal Pietsmiet ein Spiel kritisiert, stört das zwar mitunter die Entwickler - zumindest ein Teil der Zuschauer kaufe aber auch Titel, die er in seinem Format Trashnight als "Schrott" bezeichnet habe, sagte Smits bei einer Podiumsdiskussion auf der Spieleentwicklermesse Quo Vadis 17 in Berlin. Entsprechend größer ist der Einfluss der Streamer, Let's Player, Youtuber und sogenannten Influencer bei Spielen, die erstens positiv bewertet und zweitens immer wieder zum Thema in den Kanälen auf Youtube und Twitch werden. Rund um Smits und die anderen Stars der Branche, allen voran Erik "Gronkh" Range, ist längst eine Industrie entstanden.

  • Moderator Michael Albertshauser, Annick Vins (Ubisoft), Peter Smits, Camille Martinache (Nevaly), Fabian Doehla (CD Projekt Red) (v. l. n. r.) (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
Moderator Michael Albertshauser, Annick Vins (Ubisoft), Peter Smits, Camille Martinache (Nevaly), Fabian Doehla (CD Projekt Red) (v. l. n. r.) (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
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Zu dieser gehört Annick Vins, die bei der deutschen Niederlassung von Ubisoft für den Kontakt zu Influencern zuständig ist. Sie sucht aus, welcher Youtuber zu welchem Spiel passt: Ein ernster Typ wirke bei einem ernsthaften Actionspiel authentischer als ein Exot, der dafür wieder bei einem humorigen Game ein Angebot zur Zusammenarbeit erhalten könne, sagte Vins auf der Messe. Das Wichtigste sei inzwischen aber die Frage: "Wie können wir dem Influencer helfen, sein Publikum zu unterhalten?"

Das ist auch der Punkt, der Szenestars wie Peter Smits am meisten interessiert. Smits bezeichnet sich zwar als leidenschaftlichen Gamer und sagt, er habe sich früher bei der Auswahl der Spieler für seine Streams nur von "Liebe" leiten lassen. Inzwischen sei es aber wichtiger, ob ihm und seinem Team dazu spannende und unterhaltsame Ideen für das Publikum einfielen.

Geld und Glücksspiel

"Das Zweitwichtigste ist dann das Geld", ergänzte er - wobei unklar blieb, ob er dies ernst meinte oder nicht. Ganz entscheidend ist das Geld aber offenbar nicht: Er bekomme immer wieder lukrative Angebote von Glücksspielanbietern, aber die lehne er grundsätzlich ab, sagte Smits.

Er bekomme auch von Entwicklern oder Publishern klassischer Games jeden Tag mindestens zehn Mails, in denen ihm Spiele für einen Stream angeboten würden. Erfolgreich seien sie damit selten - weil es illusorisch sei zu glauben, dass er sich solche Massen an elektronischer Unterhaltung anschauen könne.

Einige Firmen hätten auch realitätsferne Vorstellungen davon, wozu ein Youtuber bereit sei. So habe es vor einiger Zeit den Vorschlag gegeben, dass er sich mit seinen Kollegen vor laufender Kamera von einem Swat-Team entführen lassen und dann zwei Wochen komplett untertauchen solle.

Damit nicht umsetzbare Gags schnell im Papierkorb landen, gibt es inzwischen eine Reihe von Agenturen, die sich für kleinere Entwicklerstudios um das Influencermarketing kümmern. Eine davon ist das Berliner Unternehmen Nevaly, bei dem Camille Martinache arbeitet. Er berichtete, dass es auch bei Publishern noch viele falsche Vorstellungen über Streamer gebe.

Die Views entscheiden

"Wir müssen den Firmenchefs immer wieder erklären, dass eigentlich nicht die Abonnentenzahlen wichtig sind, sondern die Views der Videos", sagte Martinache. Auch die Teilnahme an Formaten wie der Trashnight stößt nicht immer auf Begeisterung - aber wenn man von früheren Erfahrungen berichten könne, überwinde mancher Entwickler seine Ängste.

Martinache betonte, dass es neben den Kontakten zur Szene darauf ankomme, die richtigen Spiele bei den passenden Streamern unterzubringen. Er nannte als Beispiel Activision, das vor einigen Jahren ausgerechnet für Call of Duty bewusst und konsequent unbekannte Let's Player für ihre Kooperationen ausgewählt hatte. Seitdem hätten diese viele neue Zuschauer gewonnen - die Branche nennt so etwas Win-win-Situation.

Welche Funktion ein Influencer in einer Kampagne haben kann, erklärte Fabian Doehla, der bei CD Projekt Red für die Kommunikation zuständig ist. Bei The Witcher 3 etwa sei es vor allem darum gegangen, den Spielern, die noch keine Erfahrungen mit der Serie hatten, zu erklären: Der Witcher ist auch ohne Vorkenntnisse nicht zu kompliziert für euch, und Spaß macht es auch. Um die Hardcoregamer und Vorbesteller sei es gar nicht so sehr gegangen.

Kleineren Entwicklern riet Doehla, mit möglichst individuellen und originellen Konzepten auf die Szene zuzugehen. Viele Youtuber hätten inzwischen einen enormen Ausstoß an Videos, entsprechend froh seien sie über gute Ideen - solange es ohne vorgetäuschte Entführungen gehe.



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Daepilin 29. Apr 2017

wobei da natürlich bei nem ungeschnittenen let's play wie von gronkh der zuschauer immer...

junx 26. Apr 2017

Ich dachte erst an Grammatikfehler, irgendwann habe ich ihn dann doch verstanden. Finde...

Endwickler 25. Apr 2017

Vielleicht hast du ein anderes Bild als ich, bei mir sieht alles passend aus. https...

Elgareth 25. Apr 2017

Nyooaa...den Begriff / das Format kannte ich vorher auch nicht, aber hab mir aus...


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