Abo
  • Services:
Anzeige
Mirobot, Zowi und mBot Ranger
Mirobot, Zowi und mBot Ranger (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden

Mirobot, Zowi und mBot Ranger
Mirobot, Zowi und mBot Ranger (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wird die blinkende LED als Programmierübung zu langweilig, lohnt ein Griff zu einem Roboterkit. Wir haben uns drei Modelle für Kinder und Jugendliche angeschaut. Dabei zeigte sich, dass Spielzeug aus Plastik nicht unbedingt schlechter als ein Holz- oder Metallbaukasten sein muss.
Ein Praxistest von Alexander Merz

Ob Arduino oder Raspberry Pi: Kleine Programme, um LEDs anzusteuern und Sensoren auszuwerten, sind schnell programmiert. Doch ohne ein Ziel leidet schnell die Motivation und nicht jede Bastelinstallation ist gleichzeitig kinderzimmertauglich und mit den Nerven der Eltern kompatibel. Programmierbare Roboter bieten einen praktischen Ausweg, idealerweise taugen sie als lehrreiches Spielzeug ebenso wie als spielerisches Experimentierlabor. Deshalb haben wir uns drei aktuelle Roboter und die dahinterstehenden Konzepte näher angeschaut und wollten wissen, ob sie die doppelte Rolle als Lern- und Spielzeug erfüllen können.

Anzeige

Der BQ Zowi, der Mirobot und der Makeblock mBot Ranger unterscheiden sich zwar optisch deutlich voneinander, ihre Elektronik und ihre Programmierung basieren aber auf der Arduino-Architektur. Damit einher gehen auch quelloffene Programme. Aus Nutzersicht besteht dann allerdings das Risiko, dass sich der Hersteller auf die Arduino-Community verlässt und kein oder nur sehr reduziertes eigenes Lehrmaterial für seinen Roboter bereitstellt. Auch darauf haben wir geachtet. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Hersteller die Roboter auch explizit als Lehrwerkzeug vermarkten.

Ein Roboter zum Liebhaben

Der BQ Zowi wirkt mit seinem türkisfarbenen Kunststoffgehäuse auf den ersten Blick wie ein typischer, ferngesteuerter Spielzeugroboter. Ein Ultraschallsensor fungiert gleichzeitig als Augenpaar - die Niedlichkeitsausstrahlung verfehlt ihren Zweck in der Redaktion nicht: Die Kollegen jeglichen Alters widmen ihm sofort ihre Aufmerksamkeit.

Per Knopfdruck schalten wir ihn ein. Sein Mund leuchtet auf, eine Matrix mit 64 LEDs. Über zwei weitere Knöpfe können wir eines von drei vorinstallierten Programmen starten. Mit dem Tanzprogramm zeigt der Zowi die Beweglichkeit seiner Beine. Beim Hindernis-Ausweichen läuft er herum und versucht, mit seinem Ultraschallsensor Hindernisse zu erkennen und ändert entsprechend seinen Kurs. Beim dritten Programm reagiert der Roboter über ein Mikrofon auf Geräusche und tanzt kurz bei Klatschgeräuschen.

  • Der Zowi sieht niedlich aus und kann mit Aufklebern individualisiert werden. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Mit dem beiliegenden Werkzeug und der Anleitung ist er mit etwas Geschick schnell zerlegt. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Der mBot Ranger als Kettenfahrzeug (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Da es sich um einen Baukasten handelt, können aber auch andere Modelle gebaut werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wie der zweirädrige Nervous Bird ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... oder der Dashing Raptor (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der System ist in Grenzen kompatibel mit anderen Metallbaukästen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Mirobot ist recht einfach konzipiert. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Die Elektronik ist sehr übersichtlich aufgebaut. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Der Stift muss mit einer Lehre (das L-förmige Element) genau positioniert werden. Das ist recht fummelig. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
  • Gesteuert wird der Stift über einen Servo. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)
Der Zowi sieht niedlich aus und kann mit Aufklebern individualisiert werden. (Foto: Alexander Merz/Golem.de)


Schon beim einfachen Herumtanzen auf dem Tisch zeigt sich, dass der Zowi robust ist und kräftige Servos besitzt. Das unterscheidet ihn durchaus von seinen Vorbildern: Das Design des zweibeinigen, laufenden Roboters mit vier Servos als Antrieb wurde in den vergangenen zwei Jahren in der 3D-Drucker-Community populär. Seine Kameraden zum Selbstdrucken und Bauen sind aber kleiner und schwächer ausgelegt.

Spielerisch Robotik lernen

Als Nächstes installieren wir die Zowi-App auf unserem Smartphone, derzeit gibt es sie nur für Android. Die Verbindung mit dem Roboter erfolgt ohne Schwierigkeiten per Bluetooth. Über die App können wir den Roboter klassisch fernsteuern und Spiele mit ihm spielen. Mit der Fernsteuerung können wir Zowi nicht nur hin und her scheuchen, sondern auch vorprogrammierte Bewegungsabläufe wie Mundausdrücke aufrufen - doch diese gilt es zuerst freizuschalten.

An dieser Stelle kommt der pädagogische Ansatz ins Spiel. Zum Freischalten müssen wir verschiedene, frei wählbare Kurse durchlaufen. Sie sind in der App aufgelistet, der eigentliche Wissensinhalt wird aber über eine verlinkte Webseite angezeigt. Darin werden mit Texten, Bildern und gelegentlichen Videos die grundsätzlichen Eigenschaften eines Roboters, seiner Elektronik und der Programmierung erläutert. Zurück in der App müssen wir dann Fragen zum jeweiligen Kursinhalt beantworten. Waren die Antworten richtig, erhalten wir zusätzliche Steuerungsoptionen.

Die App wie auch die Kurstexte sind auf Deutsch, allerdings hat die Lokalisierung nicht überall korrekt geklappt. Die Mehrzahlbildung in der App ist manchmal merkwürdig, und in den Kurstexten stehen teilweise spanische Originalabschnitte zwischen den deutschen Absätzen.

Schließlich gibt es in der App noch einen einfachen Programmiermodus. Darüber können Bewegungsabläufe in eine Liste eingefügt und abgespielt werden. Nachdem wir uns so mehrere Stunden mit dem Zowi beschäftigt haben, heult er allerdings erst einmal auf und die App meldet uns einen niedrigen Akkustand. Über einen Mikro-USB-Anschluss laden wir den 4.040-mAh-Akku wieder auf.

Aufschrauben erwünscht 

eye home zur Startseite
Stefan.hoehn 27. Sep 2016

Wir haben für die Devoxx4Kids einen mBot Workshop erstellt, den jeder herunterladen kann...

Brick Mann 18. Aug 2016

Nur als kurze Ergänzung, seit kurzen gibt es auch ein deutschsprachiges Buch zum mBot...

MrSpok 15. Aug 2016

Ich baue mir auch gerade eine Roboter! Da ich keine großen Vorkenntnisse hatte, habe ich...

Pjörn 15. Aug 2016

Stehen hier die Anführungszeichen für eine eigene Unsicherheit, oder soll das lediglich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Services GmbH, Koblenz
  2. MediaMarktSaturn Retail Concepts, Ingolstadt
  3. A. Kayser Automotive Systems GmbH, Einbeck
  4. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,99€
  2. 19,99€ inkl. Versand
  3. 5,99€

Folgen Sie uns
       


  1. AT&T

    USA bauen Millionen Glasfaserverbindungen

  2. Super Mario Run

    Nintendo bleibt trotz Enttäuschung beim Bezahlmodell

  3. Samsung

    Galaxy Note 7 wird per Update endgültig lahmgelegt

  4. The Ringed City

    From Software zeigt Abschluss von Dark Souls 3 im Trailer

  5. Dieter Lauinger

    Minister fordert Gesetz gegen Hasskommentare noch vor Wahl

  6. Die Woche im Video

    Cebit wird heiß, Android wird neu, Aliens werden gesprächig

  7. Mobilfunkausrüster

    Welche Frequenzen für 5G in Deutschland diskutiert werden

  8. XMPP

    Bundesnetzagentur will hundert Jabber-Clients regulieren

  9. Synlight

    Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll

  10. Pietsmiet

    "Alle Twitch-Kanäle sind kostenpflichtiger Rundfunk"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mass Effect Andromeda im Test: Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
Mass Effect Andromeda im Test
Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
  1. Mass Effect Andromeda im Technik-Test Frostbite für alle Rollenspieler
  2. Mass Effect Countdown für Andromeda
  3. Mass Effect 4 Ansel und Early Access für Andromeda

Technik-Kritiker: Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
Technik-Kritiker
Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
  1. Messenger Facebook sagt "Daumen runter"
  2. Let's Play Facebook ermöglicht Livevideos vom PC
  3. Facebook & Co Bis zu 50 Millionen Euro Geldbuße für Hasskommentare

Forensik Challenge: Lust auf eine Cyber-Stelle beim BND? Golem.de hilft!
Forensik Challenge
Lust auf eine Cyber-Stelle beim BND? Golem.de hilft!
  1. Reporter ohne Grenzen Verfassungsklage gegen BND-Überwachung eingereicht
  2. Selektorenaffäre BND soll ausländische Journalisten ausspioniert haben
  3. Ex-Verfassungsgerichtspräsident Papier Die Politik stellt sich beim BND-Gesetz taub

  1. Re: Titel?

    crazypsycho | 12:55

  2. Re: Eigentlich doch genial

    crazypsycho | 12:54

  3. Meinungsfreiheit ist nicht Redefreiheit

    MAGA | 12:53

  4. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Berner Rösti | 12:49

  5. Re: Betonköpfe

    crazypsycho | 12:47


  1. 13:00

  2. 15:20

  3. 14:13

  4. 12:52

  5. 12:39

  6. 09:03

  7. 17:45

  8. 17:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel