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Leonidas: Mikrowellenwaffe gegen Drohnenschwärme getestet

Das US-Militär setzt auf Hightech statt Munition – ein neues Waffensystem legt Drohnen lahm, bevor sie zuschlagen können.
/ Andreas Donath
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Leonidas-System (Bild: Epirus)
Leonidas-System Bild: Epirus

Leonidas könnte eine Antwort auf autonome Drohnenschwärme sein, die versuchen, die eigene Flugabwehr zu übersättigen. Das System entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Epirus und General Dynamics Land Systems(öffnet im neuen Fenster) und gehört ins Spektrum der elektronischen Gegenmaßnahmen. Allerdings stört das System die Drohnen nicht, es vernichtet ihre Schaltkreise, wie die Website BGR berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Das Waffensystem verbindet einen Mikrowellenstrahler mit einer gepanzerten Roboterplattform, konkret auf dem zehn Tonnen schweren Tracked Robot von General Dynamics(öffnet im neuen Fenster). Die Waffe richtet konzentrierte Mikrowellenimpulse auf anfliegende unbemannte Fluggeräte. Diese Pulse zielen auf die elektronischen Systeme ab, die Drohnen steuern und betreiben – mit dem Ziel, sie innerhalb von Sekunden funktionsunfähig zu machen.

So funktioniert die Technologie

Ein Demonstrationsvideo von Epirus(öffnet im neuen Fenster) zeigt das Leonidas-System im Einsatz gegen unterschiedlich große unbemannte Fluggeräte. Es zerstört alle Drohnen in der Testsequenz innerhalb einer einzigen Sekunde.

Die zehn Tonnen schwere Kettenfahrzeug-Plattform bietet Mobilität im unwegsamen Gelände – ein wichtiger Faktor für den Einsatz in Kampfumgebungen. Die Plattform selbst ist autonom, kann also ohne direkte menschliche Kontrolle operieren, während Bediener bei Bedarf die Kommandogewalt übernehmen können. Das System ist mit einem 360-Grad-Radar für Bedrohungserkennung und Zielverfolgung ausgerüstet.

Im Gegensatz zu kinetischen Gegenmaßnahmen erzeugt das System selbst keine Splitter. Das gilt natürlich nicht für die davon zum Absturz gebrachten Drohnen. Sollten diese auch noch Sprengladungen mit Aufschlagszündern tragen, können am Boden dennoch Schäden entstehen. Wie viele Impulse mit dem System ohne Nachladen des Akkus möglich sind, ist nicht bekannt.

Noch ist nicht bekannt, ob das System von den US-Streitkräften in größeren Stückzahlen beschafft werden soll.


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