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Lenovos Smart Display im Test: Ach, Google!

Nach Amazon bringt Lenovo den ersten smarten Lautsprecher mit Display nach Deutschland. Googles Smart-Display-Plattform verleiht dem Gerät viel Potenzial - und verschenkt es.

Ein Test von veröffentlicht am
Lenovos Smart Displays laufen mit Google Assistant. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Geräte mit der Sprache zu steuern, ist die natürlichste aller derzeit verfügbaren Steuerungsmöglichkeiten. Dennoch gibt es bei der Nutzung smarter Lautsprecher immer wieder Situationen, in denen ein Display eine Hilfe wäre. Amazon bietet mit dem Echo Show bereits ein Gerät mit Display und Sprachsteuerung an. Google zieht mit seiner Smart-Display-Plattform nach, von der wir uns viel erwarten. Denn Google kann seine Vormachtstellung im Bereich Suchmaschinen nutzen, um seinen Sprachassistenten noch auskunftsfreudiger zu machen als die Konkurrenz.

Wir haben uns daher das erste Gerät für den deutschen Markt mit der Plattform zum Test bestellt, das von Lenovo stammt. Dabei wurden wir ziemlich enttäuscht - allerdings nicht von der Hardware: Das Smart Display kann alles, was ein Lautsprecher mit dem Sprachassistenten Google Assistant kann, und noch ein bisschen mehr. Allerdings wurde der Assistent lieblos mit einem Display verknüpft.

Lenovo bietet die Smart Displays in zwei Ausführungen an: mit einem 8 Zoll großen Display und einem 10 Zoll großen Touchscreen. Beide Geräte gibt es in den USA bereits seit Sommer 2018 und seit Mitte April 2019 in Deutschland. Das 10-Zoll-Modell hat eine Rückseite aus Bambusholzfurnier, das kleine Modell hat hinten eine Kunststoffoberfläche. Beide benötigen eine Stromversorgung und sind kein Ersatz für ein Tablet, dafür haben sie deutlich leistungsfähigere Lautsprecher als ein Tablet.

  • Lenovos Smart Display 10 und dahinter das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display hat zwei Lautstärketasten und einen Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Schiebeschalter wird die Kamera am Smart Display abgeschaltet - vor der Linse ist etwas davor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display 10 hat hinten ein Bambusfurnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display kann hochkannt aufgestellt werden, die Oberfläche ist aber daran nicht angepasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links das Smart Display 10, rechts das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display zeigt bei Nichtnutzung eine Bildergalerie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Youtube-Videos lassen sich auf dem Smart Display abspielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim aktuellen Wetterbericht ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... zeigt das Smart Display auch die Aussichten für die kommenden Tage. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display 8 hat hinten eine Kunststoffoberfläche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display beim Umrechnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Lenovos Smart Display 10 und dahinter das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Displays in beiden Lenovo-Geräten spiegeln etwa genauso stark wie die der Echo-Show-Modelle. In der Praxis macht sich die Spiegelung nicht negativ bemerkbar, wenn nicht direkt gegenüber eine Lichtquelle vorhanden ist. Die Displays sind angenehm blickwinkelstabil und eine automatische Helligkeitsregelung sorgt dafür, dass sich die Inhalte immer gut ablesen lassen. Beide Displays haben eine höhere Auflösung als die der Amazon-Konkurrenz. Aber da solche Geräte meist aus großem Abstand genutzt werden, gibt es keinen deutlich sichtbaren Vorteil.

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Etwas schade ist, dass das 10-Zoll-Modell den größeren Bildschirm nicht nutzt, um mehr Informationen anzuzeigen als auf dem kleineren Display. Stattdessen werden Inhalte nur größer dargestellt. Hier gefällt uns der Ansatz von Amazon besser. Auf einem großen Echo Show werden mehr Informationen angezeigt als beim kleineren Modell.

Beide Smart Displays haben nur vier Tasten: zwei für die Lautstärkeregelung, einen Schiebeschalter zum Stummschalten oder Aktivieren des Mikrofons und einen weiteren Schalter für die eingebaute Kamera. Wie bei smarten Lautsprechern kann das Mikrofon nur am Gerät umgeschaltet werden. Weder die Kamera noch das Gerät selbst sind schwenkbar. Weitere Anschlüsse fehlen, weder eine Klinkenbuchse noch ein Ethernet-Anschluss sind vorhanden. Die Smart Displays nutzen WLAN und können Inhalte über Bluetooth oder Googles Cast-Protokoll abspielen.

  • Lenovos Smart Display 10 und dahinter das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display hat zwei Lautstärketasten und einen Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Schiebeschalter wird die Kamera am Smart Display abgeschaltet - vor der Linse ist etwas davor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display 10 hat hinten ein Bambusfurnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display kann hochkannt aufgestellt werden, die Oberfläche ist aber daran nicht angepasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links das Smart Display 10, rechts das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display zeigt bei Nichtnutzung eine Bildergalerie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Youtube-Videos lassen sich auf dem Smart Display abspielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim aktuellen Wetterbericht ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... zeigt das Smart Display auch die Aussichten für die kommenden Tage. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display 8 hat hinten eine Kunststoffoberfläche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display beim Umrechnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Smart Display hat zwei Lautstärketasten und einen Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Anders als die Echo Shows können sie nicht manuell abgeschaltet werden - es sei denn, man zieht den Stecker. Der Touchscreen kann auch nicht ganz abschalten, wenn das Gerät länger nicht verwendet wird. Immerhin können wir das Display wie beim Echo Show mit dem Zuruf "Display aus" manuell ausschalten.

Smart Display dient als digitaler Bilderrahmen

Wenn wir das Display nicht auf Zuruf abstellen, wird entweder eine wechselnde Fotogalerie oder eine Uhr eingeblendet. Die Fotogalerie macht das Display zu einem digitalen Bilderrahmen, auch die eigenen Bilder können hier angezeigt werden. Bei Aktivierung des Smart Displays verschwinden die Uhr oder die Bildergalerie und der Startbildschirm erscheint. Er zeigt nicht konfigurierbare Informationen an. Wenn das Mikrofon ausgeschaltet ist, gibt es - im Gegensatz zu smarten Lautsprechern - keine Möglichkeit, den digitalen Assistenten auf Knopfruck zu aktivieren.

Die eingebauten Lautsprecher bieten einen ordentlichen Klang für diese Geräteklasse, erreichen aber nicht ganz das Niveau der konkurrierenden Amazon-Geräte. Wir haben das Smart Display 8 mit dem Echo Show mit 7 Zoll Display verglichen und das Smart Display 10 mit dem Echo Show 10.

  • Lenovos Smart Display 10 und dahinter das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display hat zwei Lautstärketasten und einen Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Schiebeschalter wird die Kamera am Smart Display abgeschaltet - vor der Linse ist etwas davor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display 10 hat hinten ein Bambusfurnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display kann hochkannt aufgestellt werden, die Oberfläche ist aber daran nicht angepasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links das Smart Display 10, rechts das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display zeigt bei Nichtnutzung eine Bildergalerie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Youtube-Videos lassen sich auf dem Smart Display abspielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim aktuellen Wetterbericht ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... zeigt das Smart Display auch die Aussichten für die kommenden Tage. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display 8 hat hinten eine Kunststoffoberfläche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display beim Umrechnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Smart Display zeigt bei Nichtnutzung eine Bildergalerie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Alle vier Lautsprecher spielen Gesang klar und deutlich ab, das macht sich auch bei Sprachantworten positiv bemerkbar. Im Bassbereich unterliegen die beiden Lenovo-Geräte der Amazon-Konkurrenz, die hier beide mehr zu bieten haben. Zudem ist der Klang der Echo-Show-Geräte insgesamt räumlicher, sie profitieren von den eingebauten Stereolautsprechern, während die Lenovo-Displays Mono-Lautsprecher besitzen. Klanglich liegen die beiden Lenovo-Geräte dicht beieinander.

Die Smart Displays lassen sich nicht am Touchscreen einrichten, es ist zwingend ein Android- oder iOS-Gerät erforderlich. Immerhin gibt es mit der Google-Home-App bei der Einrichtung keine weiteren Schwierigkeiten.

Nutzung im Hochformat wäre praktisch

Beide Smart Displays können außer im Querformat auch im Hochformat aufgestellt werden - allerdings fehlt die nötige Software-Unterstützung. Die Software funktioniert nur im Querformat. Lenovo hat Golem.de auf Nachfrage mitgeteilt, dass Google an einem Update arbeite, das eine sinnvolle Hochkantnutzung möglich macht. Dafür gibt es aber keinen Termin.

  • Lenovos Smart Display 10 und dahinter das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display hat zwei Lautstärketasten und einen Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Schiebeschalter wird die Kamera am Smart Display abgeschaltet - vor der Linse ist etwas davor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display 10 hat hinten ein Bambusfurnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display kann hochkannt aufgestellt werden, die Oberfläche ist aber daran nicht angepasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links das Smart Display 10, rechts das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display zeigt bei Nichtnutzung eine Bildergalerie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Youtube-Videos lassen sich auf dem Smart Display abspielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Lenovos Smart Display 8 hat hinten eine Kunststoffoberfläche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display beim Umrechnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Smart Display kann hochkannt aufgestellt werden, die Oberfläche ist aber daran nicht angepasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dass die Software die Schwäche des Geräts ist, zeigt sich insbesondere bei der Verbindung des Sprachassistenten mit dem Display.

Google Assistant ist schlecht mit dem Display verbunden 
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Zim 04. Mai 2019

Hä? Soll Golem jetzt nur noch über "wirklich" neue Geräte berichten? Hey sry Golem. Ihr...

ibsi 04. Mai 2019

Ja, kann ja eine Option sein ;) Du hast sie aus, der Kollege oben an

Ener-G 04. Mai 2019

Nein, das geht leider auch noch nicht. Stört mich inzwischen auch.

developwork 03. Mai 2019

Du kannst es dann noch als Chromecast Lautsprecher oder als Mini-Fernseher mit Chromecast...


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