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Google Assistant ist schlecht mit dem Display verbunden

Amazon hat den Bereich Smart Displays mit der Einführung des Echo-Show-Lautsprechers, der im November 2017 nach Deutschland gekommen ist, geschaffen. Seit November 2018 gibt es mit dem Echo Show 10 ein Modell mit einer Reihe von Verbesserungen wie einem größeren Display und einer eingebauten Zigbee-Bridge. Für beide Echo-Show-Modelle gibt es seit Herbst 2018 zwei Browser: Damit lassen sich am Gerät alle Fragen beantworten, die durch eine Internetrecherche zu klären sind - allerdings nicht mit Sprachbefehlen. Hier erwarten wir, dass Google als Suchmaschinenkonzern der Konkurrenz einiges voraus hat.

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Wir finden es angenehm, wenn ein Gerät mit Sprachsteuerung auch ein Display hat - der Echo Show nutzt das vorbildlich. Der digitale Assistent unterscheidet zwischen den Befehlsarten "Anzeigen" und "Ansagen". Wir können eine Einkaufsliste auf dem Display selbst lesen oder uns diese ansagen lassen. Genau hier patzt Google gewaltig, eine solche Unterscheidung fehlt. Immer werden Informationen auf dem Display mit vorgelesen.

Der Bildschirm in einem Smart Display dient dazu, auf eine Anfrage hin weitere Informationen anzuzeigen. Wenn wir den Wetterbericht für den morgigen Tage erfragen, wird automatisch die Wetteraussicht für die kommenden Tage auf dem Display angezeigt. Wenn mehrere Timer laufen, können wir uns alle anzeigen lassen. Das gilt auch für die Einkaufsliste und Ähnliches. Wir finden es praktisch, dass die Google-Plattform am unteren Rand weiterführende Befehle zur Orientierung zeigt. Problemlos funktioniert auch die vor einiger Zeit nachgereichte Möglichkeit, uns mit Musik wecken zu lassen. Dabei wird das Albencover des laufenden Songs auf dem Display angezeigt.

Googles Plattform wirkt unfertig

Aber an anderer Stelle wirkt die Plattform unfertig. Wir müssen oft zum Display laufen, um durch Informationen zu blättern. Google hat nicht daran gedacht, einen passenden Sprachbefehl zum Blättern in Listen zu implementieren. Bei manchen Listen ist nicht einmal erkennbar, ob nach dem Blättern weitere Einträge kommen. Wir können mit der Stimme auch keinen Bedienungsschritt zurückgehen. Google erlaubt also keine vollständige Sprachsteuerung für das Gerät und das ist sehr schade. Amazon macht hier vor, wie toll es ist, die gesamte Oberfläche mit der Stimme zu steuern.

Die Smart Displays werden genauso angesprochen wie smarte Lautsprecher. Es stehen vier Aktivierungsfloskeln zur Verfügung, die immer parallel aktiv sind. Wir müssen also "Hey Google", "Okay Google" oder die weniger verbreiteten Phrasen "Hey Buubuu" respektive "Okay Buubuu" sagen und dann lauscht der im Display eingebaute digitale Assistent.

  • Lenovos Smart Display 10 und dahinter das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display hat zwei Lautstärketasten und einen Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Schiebeschalter wird die Kamera am Smart Display abgeschaltet - vor der Linse ist etwas davor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display 10 hat hinten ein Bambusfurnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display kann hochkannt aufgestellt werden, die Oberfläche ist aber daran nicht angepasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links das Smart Display 10, rechts das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display zeigt bei Nichtnutzung eine Bildergalerie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Youtube-Videos lassen sich auf dem Smart Display abspielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim aktuellen Wetterbericht ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... zeigt das Smart Display auch die Aussichten für die kommenden Tage. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display 8 hat hinten eine Kunststoffoberfläche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display beim Umrechnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Erst, wenn das Signalwort gefallen ist, werden Sprachbotschaften zu Googles Rechenzentren geschickt und dort verarbeitet. Wir haben die Smart Displays viele Tage direkt neben einem Echo Show betrieben. Die Smart Displays haben sich dabei viel häufiger ungewollt aktiviert als die Amazon-Geräte. Die vielen parallel nutzbaren Aktivierungswörter könnten ein Grund dafür sein.

Es könnte aber auch mit der Qualität der Mikrofone zu tun haben. Wir wollten auf dem Google-Assistant-Gerät im Rahmen des Tests das Lied Rio von Netsky abspielen und brauchten dafür drei Anläufe. Auf den Befehl "spiele Rio von Netsky" wurde erst "Radio" und dann "Video" statt "Rio" verstanden.

Wenn wir den Mikrofon-Stummschalter betätigen, wird das mit passenden Ansagen des Assistenten quittiert. Das nervt, ein einfacher Signalton wie bei Alexa-Geräten genügt uns hier vollkommen. Auch bei der Smart-Home-Steuerung per Sprache finden wir es unnötig, dass unsere gesprochenen Befehle immer nachgeplappert werden. Eine kurze Bestätigung ist für uns ausreichend, Alexa-Geräte agieren da angenehmer.

Wenn die digitalen Assistenten nicht weiterwissen...

Sowohl Alexa als auch Google Assistant stoßen auf smarten Lautsprechern oder Displays immer wieder an ihre Grenzen. Es finden sich immer wieder Wissensfragen, die beide nicht lösen können. In diesem Fall können wir die gleiche Sprachfrage dem Google Assistant auf einem Smartphone stellen und erhalten zumindest ein passendes Suchergebnis und damit eine Antwort auf die Frage.

Wir hatten erwartet, dass Google das auch nutzt und mit smarten Displays ermöglicht. Aber da wurden wir enttäuscht. Wir können keine normale Google-Suche auf dem Smart Display durchführen. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum Google hier so viel Potenzial nicht nutzt.

  • Lenovos Smart Display 10 und dahinter das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display hat zwei Lautstärketasten und einen Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einem Schiebeschalter wird die Kamera am Smart Display abgeschaltet - vor der Linse ist etwas davor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display 10 hat hinten ein Bambusfurnier. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display kann hochkannt aufgestellt werden, die Oberfläche ist aber daran nicht angepasst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links das Smart Display 10, rechts das Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Smart Display zeigt bei Nichtnutzung eine Bildergalerie. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Startbildschirm des Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Youtube-Videos lassen sich auf dem Smart Display abspielen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim aktuellen Wetterbericht ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... zeigt das Smart Display auch die Aussichten für die kommenden Tage. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display 8 hat hinten eine Kunststoffoberfläche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display beim Umrechnen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Beim aktuellen Wetterbericht ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Eine sonderbare Eigenart fiel uns bei Erinnerungen auf. Während das Smart Display sonst immer alle Informationen auf dem Display vorliest, passiert das bei Erinnerungen nicht. Wer mehr als ein smartes Display im Haushalt hat, bekommt unerklärlicherweise alle Erinnerungen auf beiden Geräten angezeigt - das ist nicht abschaltbar. Der passende Signalton wird aber nur auf dem Gerät abgespielt, auf dem die Erinnerung eingestellt wurde.

Wenn wir gerade nicht im selben Raum wie das Smart Display sind, wenn eine Erinnerung fällig wird, verpassen wir sie leicht. Elf Minuten nach der Erinnerung gibt es auf dem Display keinen Hinweis mehr. Insgesamt überzeugt uns die Umsetzung bei Erinnerungen nicht. Wir finden es auch sonderbar, dass wir mit dem Google Assistant nur Erinnerungen anlegen können, wenn diese mindestens vier Minuten in der Zukunft liegen - solche Einschränkungen gibt es mit Amazons Alexa nicht.

Einschränkungen begegneten uns auch bei den Kalenderfunktionen. Wir können zwar auf Zuruf neue Termine eintragen, aber wir können Termine mit dem Smart Display weder auf Zuruf noch mittels Bildschirm löschen. Beides ist für Amazon-Geräte problemlos möglich.

Positiver sind unsere Erfahrungen als Wiedergabegerät für Filme, Videos und Serien.

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 Lenovos Smart Display im Test: Ach, Google!Smart Display spielt Youtube-Videos auf Zuruf 
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Zim 04. Mai 2019

Hä? Soll Golem jetzt nur noch über "wirklich" neue Geräte berichten? Hey sry Golem. Ihr...

ibsi 04. Mai 2019

Ja, kann ja eine Option sein ;) Du hast sie aus, der Kollege oben an

Ener-G 04. Mai 2019

Nein, das geht leider auch noch nicht. Stört mich inzwischen auch.

developwork 03. Mai 2019

Du kannst es dann noch als Chromecast Lautsprecher oder als Mini-Fernseher mit Chromecast...


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