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Lenovo Yoga Tab 3 Pro: 10-Zoll-Tablet mit eingebautem 70-Zoll-Projektor

Ifa 2015
Als Nachfolger des Yoga Tablet 2 Pro hat Lenovo das Yoga Tab 3 Pro vorgestellt. Das neue Modell hat ein kleineres Display, aber der eingebaute Pico-Projektor schafft eine größere Projektionsfläche. Auch die normalen Yoga-Tablets legt Lenovo neu auf – aber mit einer deutlich schlechteren Ausstattung.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Ingo Pakalski
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Yoga Tab 3 Pro mit Projektor (Bild: Lenovo)
Yoga Tab 3 Pro mit Projektor Bild: Lenovo

Mit dem Yoga Tab 3 Pro bringt Lenovo ein weiteres Tablet mit integriertem Projektor auf den Markt. Anders als das Vorgängermodell gibt es nun ein handlicheres Format und im Gegenzug eine nochmals vergrößerte Projektionsfläche. Während das 13-Zoll-Tablet Yoga Tablet 2 Pro doch ziemlich schwer und für ein Tablet etwas unhandlich war, ändert sich das mit dem Nachfolgemodell, das einen marktüblichen 10,1-Zoll-Touchscreen hat und damit deutlich leichter und besser zu benutzen ist.

Lenovo Yoga Tab 3 Pro – Trailer
Lenovo Yoga Tab 3 Pro – Trailer (01:38)

Im Vorgängermodell befindet sich ein Pico-Projektor mit einer Projektionsfläche von 50 Zoll, im neuen Modell erhöht sich der Wert auf 70 Zoll. Damit kann ein größerer Bereich zur Projektion verwendet werden. Im neuen Modell sitzt der Projektor nicht mehr an der Seite. Das war sehr unpraktisch, weil sich das Tablet dann schlecht hinstellen und bedienen ließ. Das neue Modell hat den Projektor jetzt so integriert, dass sich das Tablet gut aufstellen und bedienen lässt. Dabei ist der Projektor um 180 Grad drehbar.

Netflix im Startbildschirm integriert

Mit dem Yoga Tab 3 Pro will Lenovo ein Tablet auf den Markt bringen, das ideal für den Videokonsum geeignet ist. Es gibt eine spezielle Zusammenarbeit mit Netflix, um personifizierte Empfehlungen und Inhalte direkt auf den Startbildschirm zu bringen.

Für einen guten Klang gibt es eine JBL Soundbar mit vier Lautsprechern auf der Displayseite und Unterstützung für Dolby Atmos Surround Sound. Das 10,1-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln, so dass sich die Pixeldichte erheblich im Vergleich zum Vorgängermodell erhöht hat. Das hatte eine ähnlich hohe Auflösung, aber auf eine Displaydiagonale von 13,3 Zoll verteilt.

Das Tablet ist mit einem 10.200-mAh-Akku ausgestattet und soll damit eine Akkulaufzeit von bis zu 18 Stunden am Stück erreichen. Das ist der übliche Wert, den Lenovo verspricht, aber bei den letzten Modellen konnte dieser Wert nur unter unrealistischen Bedingungen erreicht werden.

Spritzwassergeschütztes Gehäuse

Eine Neuerung ist ein spritzwassergeschütztes Gehäuse, es ist aber keinesfalls wasserdicht. Lenovo will damit erreichen, dass das Tablet keinen Schaden nimmt, wenn etwa im Bad oder in der Küche mal Wasserspritzer auf das Tablet kommen. Das Tablet wird mit Android 5.1 alias Lollipop auf den Markt kommen und wieder eine von Lenovo angepasste Oberfläche erhalten. Die Multi-Windows-Funktionen werden wieder vorhanden sein, um mehrere Apps nebeneinander anzuordnen.

Neue Yoga-Tablets ohne Projektor

Parallel zum Pro-Modell hat Lenovo auch das Yoga Tab 3 8 und das Yoga Tab 3 10 vorgestellt, also eines mit 8-Zoll- und eines mit 10-Zoll-Display. Die Tablets haben als Besonderheit eine neue rotierende Kamera, um bequem aus jedem Winkel Fotos aufnehmen zu können, auch für Selbstporträts. Die Displayauflösung beider Tablets hat sich im Vergleich zu den Vorgängermodellen drastisch verringert. Es gibt für beide Tablets nur noch 1.280 x 800 Pixel statt zuvor 1.920 x 1.080 Pixel respektive 1.920 x 1.200 Pixel beim 10-Zoll-Modell.

Lenovo Yoga Tab 3 – Trailer
Lenovo Yoga Tab 3 – Trailer (01:16)

Alle neuen Yoga-Tablet-Modelle verwenden den aus den Vorgängermodellen gewohnten klappbaren Standfuß. Dadurch wird zum Hinstellen kein externer Ständer oder eine Hülle benötigt, die das Tablet unnötig dick machen. Der Standmechanismus ist wieder Bestandteil des zylindrischen Akkubereichs.

Ingesamt gibt es vier Modi: Im Handmodus ist der Standfuß eingeklappt, das Tablet kann ähnlich wie ein Buch in der Hand gehalten werden. Im Liegemodus befindet sich das Tablet auf dem ausgeklappten Standfuß und ist so etwa zum Surfen oder Schreiben auf der Bildschirmtastatur nutzbar.

Verkauf beginnt im September

Im Standmodus steht das Tablet auf dem Standfuß, Filme oder Fotos sollen sich so praktisch anschauen lassen. Zudem gibt es den Hängemodus: Hier wird der Standfuß komplett um 180 Grad nach hinten geklappt und es gibt eine Ausbuchtung, um das Tablet an einem Haken an die Wand hängen zu können. Weitere technische Daten zu den Neuvorstellungen hat Lenovo auf der Ifa 2015 nicht bekanntgegeben.

Zunächst will Lenovo Mitte September 2015 die normalen Yoga-Tab-Modelle auf den Markt bringen. Das 8-Zoll-Modell wird für 200 Euro auf den Markt kommen, das Yoga Tab 3 mit 10-Zoll-Display für 250 Euro. Ende Oktober 2015 folgt dann das Yoga Tab 3 Pro für 500 Euro.

Nachtrag vom 3. September 2015, 9:58 Uhr

Lenovo hat Golem.de die technischen Datenblätter zu den Neuvorstellungen zur Verfügung gestellt. Auf der folgenden Seite gehen wir vor allem auf die Unterschiede zu den Vorgängermodellen ein und die Gemeinsamkeiten der drei neuen Yoga-Tab-Modelle.

Beide Yoga-Tab-3-Modelle haben eine schlechtere Ausstattung

Zunächst zum Yoga Tab 3 Pro: Anders als bei den beiden anderen neuen Yoga-Tab-Modellen gibt es hier keine drehbare Kamera. Auf der Rückseite befindet sich eine 13-Megapixel-Kamera mit Autofokus und vorne ist eine 5-Megapixel-Kamera untergebracht. In dem Tablet steckt Intels Quad-Core-Prozessor der Atom-Reihe Z8500, der mit einer Taktrate von bis zu 2,24 GHz läuft.

Es gibt wie beim Vorgängermodell 2 GByte Arbeitsspeicher, aber nur noch 16 GByte Flash-Speicher. Beim Vorgängermodell gab es doppelt so viel. Der Micro-SD-Card-Steckplatz unterstützt nun auch Karten mit bis 128 GByte. Erweitert wurde auch das WLAN-Modul, das nun nach 802.11 a/b/g/n/ac funkt. Zudem gibt es wieder Bluetooth 4.0 und einen GPS-Empfänger, aber weiterhin kein NFC. Das Tablet schaltet sich nach einem Doppeltipp auf das Display ein, um es bequemer in Betrieb zu nehmen. Diese Technik verwenden andere Hersteller bei ihren Geräten seit einiger Zeit.

Yoga-Tab-3-Modelle mit deutlich schwächerer Ausstattung

Ein Blick auf die technischen Spezifikationen der beiden Yoga-Tab-3-Modelle zeigt, dass es nicht nur bezüglich der Displayauflösung eine schlechtere Ausstattung gibt als bei den beiden Vorgängermodellen. Statt bisher 2 GByte gibt es wieder nur 1 GByte Arbeitsspeicher, wie bei der ersten Yoga-Tablet-Generation. Alle danach erschienenen Yoga-Tablets bekamen vom Hersteller 2 GByte Arbeitsspeicher. Unverändert gibt es weiterhin 16 GByte Flash-Speicher, hier hat Lenovo nicht gespart.

Geblieben ist auch der Micro-SD-Card-Steckplatz, der jetzt im Unterschied zu den Vorgängermodellen auch Karten mit bis zu 128 GByte erlaubt. Beide Tablets verwenden Qualcomms Quad-Core-Prozessor APQ8009, der mit einer Taktrate von 1,3 GHz läuft – in den Vorgängermodellen arbeitete Intels 64-Bit-Prozessor Atom Z3745 mit vier Kernen und einer Taktrate von bis zu 1,86 GHz.

Akkus alle mit geringerer Kapazität

Abstriche gibt es auch bei der WLAN-Ausstattung. Statt Dual-Band-WLAN gibt es wieder nur Single-Band-WLAN nach 802.11 b/g/n wie in den älteren Modellen. Auch bei den eingebauten Akkus spart Lenovo. Während das alte 8-Zoll-Modell einen 6.400-mAh-Akku hat, gibt es jetzt nur noch einen mit 6.200 mAh. Beim 10-Zoll-Tablet verringert sich die Akkukapazität von 9.600 mAh noch drastischer auf 8.400 mAh – und unterschreitet damit sogar die Werte des Yoga-Tablets der ersten Generation.

Dennoch verspricht Lenovo für das 10-Zoll-Modell sogar eine kontinuierliche Akkulaufzeit von 20 Stunden statt 18 Stunden. Beim 8-Zoll-Modell werden weiterhin 18 Stunden versprochen. Das 10-Zoll-Modell hatte im Test mit stark heruntergeregeltem Display eine Akkulaufzeit von 17 Stunden erreicht und liegt damit unter den von Lenovo versprochenen Werten.

Die drehbare Kamera bietet eine Auflösung von 8 Megapixeln und liegt damit auf dem Niveau des Vorgängermodells. Auch diese beiden Yoga-Tab-Modelle laufen mit Android 5.1 alias Lollipop, erscheinen also mit der gleichen Version wie das Pro-Modell.

Alle Tablets will Lenovo auch mit eingebautem Modem auf den Markt bringen. Wann diese erscheinen und was diese dann kosten werden, ist allerdings nicht bekannt.


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