Lenovo: Wohl doch kein Verkauf von IBMs Serversparte
IBM und Lenovo haben die Verhandlungen über den Verkauf der IBM-Sparte für x86-Server abgebrochen. Das hat die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen erfahren. Auch das US-Wirtschaftsmagazin Fortune(öffnet im neuen Fenster) berichtete unter Berufung auf einen Insider über die gescheiterten Verhandlungen von IBM mit dem chinesischen Konzern.
Die Gespräche(öffnet im neuen Fenster) hatten im April 2013 begonnen. Laut den Informationen des Wall Street Journals waren die Gespräche bereits weit fortgeschritten. Lenovo erklärte in einer Pflichtmitteilung an der Börse in Hongkong, dass es Verhandlungen mit "Dritten über eine mögliche Akquisition " gebe, es sei aber noch kein Vertrag geschlossen worden. Die Partner konnten sich aber nicht auf den Preis einigen. Jährlich generiert IBM in dem Bereich einen Umsatz von rund 5 Milliarden US-Dollar, so die Financial Times. Es soll noch einen weiteren Interessenten für die x86-Server-Sparte geben, ob die Verhandlungen weiter laufen, ist aber nicht klar.
Markt für x86-Server wird kleiner
Im Jahr 2004 verkaufte IBM seine PC-Sparte an Lenovo. Lenovo hatte die Think-Produktlinie und die Markenrechte im Jahr 2004 für 1,75 Milliarden US-Dollar von dem US-Konzern IBM gekauft. Bei IBM erzielte der Bereich im Jahr 2003 einen Jahresumsatz von rund 9 Milliarden US-Dollar.
IBM ist die Nummer drei auf dem Weltmarkt für Low-End-Server im Jahr 2012. Doch der Marktanteil sinkt. Der IT-Konzern macht keine Angaben zu seinem Umsatz im Servergeschäft. Die Analysten von Morgan Stanley vermuten, dass das x86-Server-Geschäft einen Anteil von 4,9 Milliarden US-Dollar am IBM-Umsatz von 15,4 Milliarden US-Dollar hat.
IBM und Lenovo haben einen Kommentar zu den Berichten abgelehnt.
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