Lenovo: Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust

Lenovo muss im zurückliegenden Quartal überraschend einen Verlust hinnehmen. Vor allem das schlecht laufende Servergeschäft hat für den Verlust gesorgt. Die Smartphonesparte hat sich etwas verbessert, ist aber weiter defizitär.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Lenovo mit Quartalsverlust
Lenovo mit Quartalsverlust (Bild: Josep Lago/AFP/Getty Images)

Die starke Konkurrenz auf dem PC-Markt und anhaltende Schwierigkeiten im Smartphone- und Servergeschäft haben den chinesischen Hersteller Lenovo überraschend in die roten Zahlen gedrückt. Im ersten Geschäftsquartal von April bis Juni 2017 verzeichnet der einst weltweit größte PC-Produzent bei stagnierenden Umsätzen einen Verlust von 72 Millionen US-Dollar.

Niedrigerer Kurs für die Lenovo-Aktie

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/w/d) Schwerpunkt E-Commerce Bereich Produktdatenmanagement / Digitalisierung
    EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Nauheim
  2. Mitarbeiter SAP-Basis (m/w/d)
    VEKA AG, Sendenhorst
Detailsuche

Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 173 Millionen US-Dollar verdient. Nun verzeichnete er den ersten Fehlbetrag nach sechs Quartalen mit Gewinnen. Analysten hatten auch diesmal mit einem Überschuss gerechnet. An der Börse in Hongkong rutschte der Kurs mit einem Minus von mehr als 4 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr. Der Umsatz war mit rund 10 Milliarden US-Dollar unverändert.

"Der starke Anstieg unserer Kosten hat uns in allen drei Sparten belastet", sagte Konzernchef Yang Yuanqing. Nach prominenten Übernahmen hat Lenovo sein Smartphone- und Servergeschäft bislang nicht in den Griff bekommen. Der Konzern hatte Google 2014 den Handyhersteller Motorola gekauft und von IBM einen Teil der Serversparte übernommen.

Bisher drei Millionen Moto-Z-Smartphones verkauft

Doch Lenovos Smartphonegeschäft bringt auch weiterhin Verluste. Immerhin konnte das Unternehmen das selbst gesetzte Ziel erreichen, innerhalb eines Jahres drei Millionen Moto-Z-Smartphones zu verkaufen. Im Vergleich zum Wettbewerb sind die modularen Smartphones aber weiterhin ein kleiner Markt. Das defizitäre Smartphonegeschäft konnte den Verlust von 163 Millionen US-Dollar auf 129 Millionen US-Dollar senken.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    09.-13.01.2023, virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Lieferschwierigkeiten, steigende Kosten und eine aggressive Konkurrenz machen dem Konzern auch im Servergeschäft das Leben schwer. Hier hat sich der Verlust von 31 Millionen US-Dollar auf 114 Millionen US-Dollar erhöht. Hinzu kommt, dass Lenovo zuletzt auch im PC-Kerngeschäft den Halt verlor. Die ehemalige weltweite Nummer eins büßte ihre Spitzenposition ein und wurde zuletzt vom US-Konkurrenten HP überholt.

Lenovo will nun in den kommenden Jahren 1,2 Milliarden US-Dollar in neue Technologien wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und virtuelle Realitäten investieren. In der Mobilfunksparte setzt Lenovo weiterhin auf die Marke Motorola.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


werpu 20. Aug 2017

Die Z Linie war in der Gen 1 unschlagbar, leider hat bei Lenovo das Marketing danach...

Geigenzaehler 19. Aug 2017

Und wie siehts mit der Laptopsparte so aus? Thinkpads sind IMHO ja immer noch recht...

M.P. 18. Aug 2017

Naja, Ich denke schon, dass die Server in der Cloud stärker ausgelastet werden, als wenn...

pk_erchner 18. Aug 2017

ich hoffe es gibt zügig Android 8 und lenovo verwirrt uns mit 85 neuen g7s plus slye...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Katastrophenschutz  
Endlich klingelt es am Warntag

Zwei Jahre nach dem ersten bundesweiten Warntag klingelt es dank Cell Broadcast deutschlandweit. An anderen Stellen fehlen weiterhin Warnmittel.

Katastrophenschutz: Endlich klingelt es am Warntag
Artikel
  1. Energiewende: Mena-Region könnte künftig saubere Kraftstoffe liefern
    Energiewende
    Mena-Region könnte künftig saubere Kraftstoffe liefern

    Laut einer aktuellen Studie könnten die Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens die Energiewende bei uns voranbringen.

  2. Deepmind: Ist KI nun schlauer als bekannte Mathematiker?
    Deepmind
    Ist KI nun schlauer als bekannte Mathematiker?

    Künstliche Intelligenz hat einen neuen Rechenweg für Matrizen gefunden. Wir erklären im Detail, was genau Deepmind geschafft hat und warum weitere Durchbrüche zu erwarten sind.
    Von Matthias Müller-Brockhausen

  3. Twitter: Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah
    Twitter
    Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah

    Nach der Twitter-Übernahme durch Elon Musk ist klar: Das Netzwerk hat wesentlich weniger Mitarbeiter. Es ist aber noch viel mehr passiert.
    Ein Bericht von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon • Samsung SSDs bis -28% • Rabatt-Code für ebay • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% • HyperX PC-Peripherie -56% • Google Pixel 6 & 7 -49% • PS5-Spiele günstiger • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.640,90€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ [Werbung]
    •  /