Abo
  • IT-Karriere:

Lenovo: Neues Lötzinn soll CO2-Ausstoß um ein Drittel senken

Platinen werden künftig noch kälter gebacken: Dazu hat Lenovo ein spezielles Lötzinn entwickelt. Dieses soll dank niedrigerer Schmelztemperaturen CO2-Emissionen verringern. Später werde es die Technik auch anderen Herstellern zur Verfügung stellen, verspricht das Unternehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Lenovos Niedrigtemperaturlot soll CO2-Emissionen senken.
Lenovos Niedrigtemperaturlot soll CO2-Emissionen senken. (Bild: Lenovo)

Um CO2-Emissionen einzusparen, hat Lenovo einen Herstellungsprozess zum Niedrigtemperaturlöten entwickelt. Dabei soll eine niedrigere Schmelztemperatur des Lotes erreicht werden, die 70 Grad Celsius unter dem Schmelzpunkt ähnlicher Materialien liegen soll. Das chinesische Unternehmen gibt eine Kohlenstoffdioxid-Reduktion von bis zu 35 Prozent an.

Produktiver Einsatz bei Thinkpads X1 Carbon und E

Stellenmarkt
  1. TenneT TSO GmbH, Bayreuth
  2. Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, Schwieberdingen

Die Technologie ist bei Lenovo bereits im Einsatz. Laut Unternehmensangaben sollen die Thinkpad-Notebooks der Reihe X1 Carbon und E mit diesem Verfahren produziert werden. Bei der Platinenkonstruktion kommt die standardmäßige Surface-Mount-Technologie (SMT) zum Einsatz, nur dass Komponenten, etwa Chips oder Widerstände, mit 180 Grad statt 250 Grad Celsius aufgelötet werden.

  • Lenovo gibt viele Vorteile für das eigens entwickelte Lötzinn an. (Bild: Lenovo)
Lenovo gibt viele Vorteile für das eigens entwickelte Lötzinn an. (Bild: Lenovo)

Lenovo verspricht sich dadurch nicht nur eine Reduktion des CO2-Ausstoßes, sondern auch eine aus der geringeren Temperatur resultierende Stromeinsparung sowie eine geringere thermische Belastung auf so gebackenen Platinen. Der Konzern gibt an, dass mit dem neuen Verfahren hergestellte Mainboards 50 Prozent weniger häufig durch Wärme verbogen werden.

Verfahren soll später frei verfügbar sein

Im Laufe dieses Jahres plant Lenovo die Umstellung von acht Fertigungsanlagen für das neue SMT-Fertigungsverfahren. Ende 2018 sollen dann insgesamt 33 Fertigungsstraßen mit dem neuen Lot arbeiten.

"Mit der Implementierung des neuen LTS-Prozesses [Anm. d. R.: Low Temperature Solder] unterstreicht Lenovo weiterhin sein Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken in seinem PC-Geschäft", sagte Luis Hernandez, Vizepräsident Lenovo PC. Dass diese Technik durch den geringeren Energieverbrauch eine Menge Geld sparen könnte, dürfte ein ebenso wichtiger Grund sein.

Im kommenden Jahr will Lenovo das Patent für die Öffentlichkeit freigeben. Dadurch sollen dann andere Hersteller auf das Verfahren zurückgreifen können - Lenovo wird zu diesem Zeitpunkt jedoch wohl bereits einen Marktvorsprung haben.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 349,00€

Stimmy 08. Feb 2017

Viele giftige Elemente und Verbindungen sind größtenteils aus der Elektronik...

Mavy 08. Feb 2017

ich weiß nicht, ich habe schon oft genug sich selbst auslötende komponenten gesehen um...

RicoBrassers 08. Feb 2017

Also bei 70°C verbrennt man sich immer noch die Finger. ;)

gema_k@cken 08. Feb 2017

Bin ja mal gespannt ob die neue Legierung zu Whiskers neigt. Ich bleib erst mal beim...

DY 08. Feb 2017

Ich will mal so sagen. Man will beim Verbraucher die Bereitschaft erreichen geringere...


Folgen Sie uns
       


Maxus EV80 probegefahren

Golem.de hat mit dem Maxus EV80 einen chinesischen Transporter mit europäischer DNA getestet.

Maxus EV80 probegefahren Video aufrufen
Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
    Mobilfunktarife fürs IoT
    Die Dinge ins Internet bringen

    Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
    Von Jan Raehm

    1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
    2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
    3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
    Raumfahrt
    Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

    Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


        •  /