Lenovo: Motorola soll auch Top-Smartphones anbieten

Lenovo-Chef Yuanqing Yang möchte die Marke Motorola künftig stärker aufstellen: Anders als jetzt sollen in Zukunft auch echte Top-Smartphones angeboten werden. Die Übernahme von Motorola war zudem teilweise bereits 2012 angedacht.

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Lenovo-Chef Yuanqing Yang äußert sich in einem Interview erneut zu Lenovos Plänen mit Motorola.
Lenovo-Chef Yuanqing Yang äußert sich in einem Interview erneut zu Lenovos Plänen mit Motorola. (Bild: China Foto Press/Getty Images)

Der Chef von Lenovo, Yuanqing Yang, hat sich erneut zur Zukunft von Motorola und Lenovo geäußert und dabei Details zum Übernahmeprozess verraten. Offenbar hat Yang Eric Schmidt bereits kurz nach Googles Übernahme von Motorola 2012 angeboten, die Harwareproduktion zu übernehmen, falls Google dies nicht selbst erledigen wolle. Die Abwicklung der jetzigen Übernahme geschah innerhalb von nur zwei Monaten, wie Yang Fortune in einem Interview mitteilte.

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Motorola soll in Amerika Lenovos Smartphone-Marke werden und künftig ein vollständiges Portfolio von preiswerten Einsteigergeräten bis zu hochwertigen Top-Smartphones anbieten. "Wir wollen nicht nur bei den Einstiegsgeräten mitmischen oder als Billigmarke gelten", erklärt Yang. "Wir möchten in allen Produktklassen vertreten sein, auch im Premium-Segment." Smartphones unter der Lenovo-Marke wird es wohl nicht geben, wenn, dann in Verbindung mit Motorolas Namen.

Wachstum soll aus Märkten beider Unternehmen kommen

Yang bekräftigte nochmals, dank der Übernahme Motorolas im Jahr 2015 weltweit 100 Millionen Geräte absetzen zu wollen. Im Jahr 2013 hat Lenovo weltweit 45 Millionen Geräte verkauft, Motorola 10 Millionen. Das Wachstum soll laut Yang sowohl aus aufstrebenden Märkten als auch aus den klassischen Motorola-Märkten USA und Lateinamerika kommen. Zum Vergleich: Samsung hat im Jahr 2013 weltweit fast 314 Millionen Smartphones verkauft, Apple 153,4 Millionen.

In China sollen weitere Smartphones unter dem Markennamen Lenovo angeboten werden, eine Einführung von Motorola-Geräten ist aber auch hier möglich. Zu Europa äußert sich Yang nicht, Lenovo plant aber bisher, ab 2014 in Deutschland Geräte unter eigenem Namen anzubieten.

Langfristig sollen Apple und Samsung angegriffen werden

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Durch den Kauf von Motorola ist Lenovo auf einen Schlag zum weltweit drittgrößten Smartphone-Hersteller geworden. Mit diesem dritten Platz möchte sich Yang aber nicht zufriedengeben: "Langfristig ist es unser Ziel, die beiden zu überholen", wiederholte er im Fortune-Interview sein bereits vorher geäußertes Ziel.

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