Lenovo:Moto Z Play gibt es bei der Telekom zu kaufen
Lenovo hat es in Deutschland nicht leicht. Die Moto-Smartphones gab es bisher bei keinem der drei deutschen Mobilfunknetzbetreiber. Das ändert sich jetzt, zumindest die Telekom verkauft das Moto Z Play und bietet auch die dafür verfügbaren Module an.
Lenovos Moto Z Play kann mit Akku-Mod eine Arbeitswoche durchhalten.Bild:
Martin Wolf/Golem.de
Lenovo hat eine Vereinbarung über den Vertrieb eines Moto-Smartphones mit der Deutschen Telekom abgeschlossen. Beim Mobilfunknetzbetreiber gibt es das Moto Z Play mit passenden Mobilfunkverträgen(öffnet im neuen Fenster). Wer sich für einen beliebigen Magenta-Mobil-Tarif entscheidet, zahlt für das Smartphone 10 Euro. Allerdings steigt dann der Preis für den Tarif auf 20 Euro mehr im Monat. Auf eine Laufzeit von zwei Jahren ergibt das einen Gerätepreis von 490 Euro. Ohne Vertrag kostet das bei der Telekom 450 Euro, diesen Preis verlangt auch Lenovo in seinem Onlineshop. Im übrigen Onlinehandel ist es schon für um die 420 Euro zu bekommen.
Das Moto Z Play ist eines der modularen Smartphones von Lenovo, es ergänzt das Moto Z. Die in Deutschland verfügbaren Module für die beiden Smartphones will die Telekom ebenfalls anbieten. Auf der Telekom-Webseite sind die Module bislang nicht gelistet, sie sollen aber wie das Moto Z Play in den Telekom-Shops vorrätig sein. Wir waren in unserem Test von Lenovos Modulsystem angetan und kamen damit gut zurecht.
Derzeit sind in Deutschland vier Module verfügbar. Mit dem Off Grid Power Pack Mod von Incipio(öffnet im neuen Fenster) kann die Akkulaufzeit des Smartphones verlängert werden. Im Test von Golem.de schaffte das Moto Z Play zusammen mit dem Akkumodul eine Akkulaufzeit von einer Arbeitswoche. Ohne Akkumodul sind 2,5 Tage möglich, ohne das Smartphone zwischendurch aufladen zu müssen. Die in den USA angebotene Akkumodul-Variante mit induktiver Lademöglichkeit wird in Deutschland leider nicht verkauft.
Bild 1/18: Lenovos Moto Z Play mit dem Offgrid Power Pack von Incipio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/18: Lenovos Moto Z Play mit dem Offgrid Power Pack von Incipio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/18: Am rechten Gehäuserand sind Ein-Aus-Schalter und Lautstärkeknöpfe vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/18: Neben der USB-Type-C-Buchse hat das Moto Z Play eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für herkömmliche Kopfhörer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/18: Der Fingerabdrucksensor schaltet das Moto Z Play nicht nur ein, sondern auch aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/18: Über Kontakte läuft der Datenaustausch zwischen Smartphone und Akku-Mod. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/18: Das Offgrid Power Pack wird an die Rückseite des Moto Z Play gesteckt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/18: Mit Akku-Mod ist das Moto Z Play dicker und schwerer, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/18: ... liegt aber sehr angenehm in der Hand. In der Praxis gewöhnten wir uns schnell daran. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/18: In der Statusleiste wird der Ladestand für den internen Akku und Akku-Mod angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/18: Mit Akku-Mod bleibt eine tiefe Aussparung für die Kamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/18: Ist das Moto Z Play ausgeschaltet, lädt das angeschlossene Akku-Mod den internen Akku auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 13/18: Ein Druck auf die Taste am Akku-Mod zeigt über eine LED den ungefähren Ladestand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 14/18: Mit Akku-Mod im Effizienzmodus waren beide Akkus bei der Wiedergabe von Videos nach 28 Stunden leer. (Screenshot: Golem.de)
Bild 15/18: Hier liegt die Schätzung des Betriebssytems falsch: Der Akku hat keinen ganzen Tag mehr durchgehalten. (Screenshot: Golem.de)
Bild 16/18: Mit Akku-Mod haben wird das Smartphone fünf Tage ohne Nachladen verwendet. (Screenshot: Golem.de)
Bild 17/18: Eine ganze Arbeitswoche war mit Akku-Mod ohne Nachladen möglich.(Screenshot: Golem.de)
Bild 18/18: In den Einstelungen kann die Betriebsart des Akku-Mods angepasst werden. (Screenshot: Golem.de)
In den USA gibt es für die Moto-Z-Familie auch ein Akkumodul(öffnet im neuen Fenster) von Mophie. Ob dies auch in Deutschland erscheint, ist nicht bekannt. Es ist dicker und schwerer als das Incipio-Modul, bietet dafür aber eine höhere Kapazität und somit eine längere Akkulaufzeit. Statt der 2.220 mAh beim Incipio-Modul erhalten Käufer des Mophie-Moduls eine Kapazität von 3.000 mAh. Als weiteren Vorteil sehen wir die Möglichkeit, dass sich das Mophie-Modul aufladen lässt, ohne es mit dem Smartphone zu verbinden.
Modul mit eingebautem DLP-Projektor
Mit dem Hasselblad-Modul True Zoom(öffnet im neuen Fenster) erhält das Smartphone einen zehnfachen optischen Zoom. Leider macht das Kameramodul schlechtere Bilder als die eingebaute Kamera, so dass wir damit nur bedingt zufrieden waren. Mit dem Soundboost von JBL(öffnet im neuen Fenster) gibt es einen andockbaren Lautsprecher. Dieser kann dann leider nur mit einem Moto-Z-Smartphone verwendet werden. Es gibt keine Bluetooth-Unterstützung und auch keinen weiteren Anschluss. Dadurch sind die Einsatzmöglichkeiten stark beschränkt. Es wäre praktisch, wenn das Modul über Bluetooth oder Kabelverbindung auch mit anderen Geräten genutzt werden könnte.
Bild 1/28: Ein mit dem Hasselblad-Modul aufgenommenes Bild mit kleinstem Zoom-Faktor (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/28: Die gleiche Szene mit zehnfachem Zoom aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/28: Ein mit dem Hasselblad-Modul aufgenommenes Bild mit kleinstem Zoom-Faktor (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/28: Die gleiche Szene mit zehnfachem Zoom aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/28: Ein mit dem Hasselblad-Modul aufgenommenes Bild mit kleinstem Zoom-Faktor (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/28: Die gleiche Szene mit zehnfachem Zoom aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/28: Ein mit dem Hasselblad-Modul aufgenommenes Bild mit kleinstem Zoom-Faktor (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/28: Die gleiche Szene mit zehnfachem Zoom aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/28: Das Moto Z mit Rückdeckel, Soundboost Speaker und Hasselblad-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/28: Das Moto Z hat einen 5,5 Zoll großen Bildschirm, der mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflöst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/28: Die Module werden magnetisch am Smartphone befestigt, die Verbindung erfolgt über Metallkontakte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/28: Der Wechsel der Module ist einfach. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 13/28: Der Soundboost Speaker von JBL verbessert den Klang erheblich und hat einen Standfuß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 14/28: Zusammen mit dem Speaker ist das Moto Z ziemlich dick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 15/28: Ohne den Rückdeckel ist das Moto Z nur 5 mm dünn, dafür ragt die Kamera recht weit aus dem Gehäuse heraus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 16/28: Die eingebaute Kamera des Moto Z hat 13 Megapixel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 17/28: Die Kontakte am Gehäuse des Moto Z. Einen Klinkenanschluss für Kopfhörer hat das Smartphone nicht mehr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 18/28: Von Hasselblad stammt ein Kameramodul, das wie der Lautsprecher einfach auf der Rückseite des Moto Z befestigt wird. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/28: Das Kameramodul hat einen zehnfachen optischen Zoom. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/28: Zudem lässt es sich dank der Bedienelemente wie eine echte Kamera bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/28: Das Moto Z ist mit dem mitgelieferten Rückdeckel immer noch recht dünn. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/28: Der Zoom des Hasselblad-Moduls ...
Bild 23/28: ... erweitert die gestalterischen Möglichkeiten ungemein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/28: Die Bildqualität verbessert sich durch das Kameramodul allerdings nicht, zudem kann das Moto Z zusammen mit der Erweiterung keine 4K-Videos aufnehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/28: Das Hasselblad-Modul kann in einer mitgelieferten Tasche untergebracht werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/28: Wem die 700 Euro für das Moto Z zu viel Geld sind, kann auf das Moto Z Play zurückgreifen: Das technisch etwas weniger leistungsfähige Modell kostet nur 450 Euro, ist aber voll mit den Modulen kompatibel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/28: Das Moto Z Play, rechts im Bild, ist etwas dicker als das Moto Z, hat dafür aber einen Kopfhöreranschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/28: Der Bildschirm ist ebenfalls 5,5 Zoll groß, löst aber nur mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Auch der Prozessor ist weniger leistungsfähig als beim Moto Z. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Mit einem Preis von 350 Euro ist der Insta-Share-Projektor(öffnet im neuen Fenster) das teuerste Modul. Damit kann das Moto-Z-Smartphone als mobiles Projektionsgerät verwendet werden. Der DLP-Projektor soll ein Bild von bis zu 70 Zoll bei einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln liefern und mit einer Akkuladung eine Projektionsdauer von einer Stunde liefern. Generell kosten alle Module bei der Telekom so viel wie bei Lenovo selbst, also 90 Euro für das Akkumodul, 100 Euro für den Lautsprecher und 300 Euro für das Kameramodul.
Den Vertrag mit der Telekom kommentiert der für Deutschland zuständige Lenovo-Manger Lars-Christian Weisswange mit den Worten: "Mit der Telekom haben wir einen weiteren starken Partner in unserem Vertriebsportfolio und machen damit einen bedeutenden Schritt, unsere Smartphones einem immer größeren Kundenkreis anbieten zu können. Wir wollen die Marke Moto wiederbeleben und freuen uns darüber, dafür einen der ersten Vertriebspartner des legendären Moto Razr gewonnen zu haben."
Nachtrag vom 29. November 2016, 13:50 Uhr
Anders als zunächst berichtet, bietet die Telekom das Moto Z Play nicht subventioniert an. Wer das Smartphone mit Vertrag kauft, zahlt einen höheren monatlichen Preis für den Vertrag. Die Passage im Artikel wurde überarbeitet.