Lenovo Legion Go: Steam Deck und ROG Ally bekommen Konkurrenz

Lenovo arbeitet laut Windowscentral(öffnet im neuen Fenster) an einem eigenen Handheld-Gaming-PC. Das als Legion Go bezeichnete Gerät soll einen etwas größeren Bildschirm haben als die bereits auf dem Markt befindlichen Modelle der Konkurrenz und ebenfalls auf ein AMD-Soc setzen. Mutmaßlich wie bereits die Asus ROG Ally auf den AMD Z1(öffnet im neuen Fenster) in Kombination mit Windows 11.
Lenovo arbeitet laut Leaks von Lilliputing schon seit geraumer Zeit an einem eigenen Handheld-Gerät, das anfangs aber mit Android und Arm-Soc geplant war. Mittlerweile zeigt der Erfolg von Ayaneo, ROG Ally und Steam Deck allerdings, dass vollerwertige PCs auch in diesem besonders kompakten Formfaktor bestehen können und von Nutzern nachgefragt werden.
Android-basierte Handhelds sind für AAA-Titel häufig auf Cloudservices wie Xbox Cloud Gaming oder Nvidia Geforce Now angewiesen. Das funktioniert zwar gut, erfordert aber eine schnelle Internetverbindung mit geringer Latenz. Das schließt die meisten Mobilfunkverbindungen aus, womit der Hauptzweck eines Handhelds wegfallen würde – mobiles Gaming.
Display, SSD und Ergonomie könnten besser werden
Mit einem größeren Display könnte sich Lenovo von der Konkurrenz absetzen, die auf 7-Zoll-Displays setzt. Gerade bei so kleinen Geräten kann das bereits einen merkbaren Unterschied bei kleinen UI-Elementen machen. Auch die mitgelieferte Software dürfte entscheidend über den Erfolg des Gerätes sein. Während Valves Steam Deck mit eigenem Betriebssystem gut für den Formfaktor optimiert ist, lässt die Steuerung von Windows 11 auf der ROG Ally manchmal noch zu wünschen übrig.
Zum Zeitplan und weiteren technischen Details ist bislang nichts bekannt. Eine offizielle Ankündigung seitens Lenovos gibt es nicht. Es ist daher noch offen, ob Lenovo das Ergebnis am Ende für vielversprechend genug hält, um es auch tatsächlich auf den Markt zu bringen. Wir würden uns einfache Unterstützung für M.2-SSDs und anpassbare Griffe wünschen. Beides bieten die Konkurrenten entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt.



