Lenovo Ideapad Duet: Spielen auf dem Chromebook

Wenn weder eine neue Grafikkarte noch eine Xbox oder Playstation unter dem Baum lagen, hilft Santa Cloud aus! Oder?

Ein Test von Martin Wolf veröffentlicht am
Zumindest den Controller erkannte unser Chromebook zuverlässig.
Zumindest den Controller erkannte unser Chromebook zuverlässig. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de)

Wir sind am Ende. Wir haben unser Chromebook wieder und wieder neu gestartet, wir haben die Game-Pass-App ein paarmal neu installiert und zahlreiche Foren nach Tipps durchkämmt. Allein es hilft nichts, wir können unser spielerisches Raumschiffreiseabenteuer nicht mehr antreten. Der Spielestreamingdienst von Microsoft verweigert seit dem jüngsten Update Mitte Dezember die Zusammenarbeit mit unserem Chromebook. Dabei fing alles so verheißungsvoll an.

Wir hatten uns ein hübsches kleines und preiswertes Convertible von Lenovo zum Test ausgesucht, das sich auch gut zum Arbeiten eignet. Es hört auf den klangvollen Namen Ideapad Duet und lässt sich dank der mitgelieferten Tastaturabdeckung prima als einfache Schreibmaschine nutzen, was wir zum Verfassen mehrerer Artikel auch getan haben. Dass sich Chromebooks gut zum Arbeiten eignen, wenn es nicht um leistungsintensive Anwendungen geht, hatten wir zuvor schon ausprobiert. Auch für den Medienkonsum eignet sich das Duet als Tablet sehr gut.

Nun wollten wir wissen, wie es um das Chromebook-Gaming im Jahr 2020 steht. Auf die in allen Apps angebotene Touch-Steuerung wollten wir nicht zurückgreifen, deshalb koppelten wir unseren Xbox-One-Controller per Bluetooth mit dem Chromebook.

Zunächst stolperten wir jedoch über ein ungewöhnliches Problem. Das Duet hat nur einen einzigen USB-C-Port, der sowohl zum Laden als auch für jegliche Kommunikation abseits von WLAN herhalten muss. Wir bastelten uns also mit mehreren Adaptern eine Lösung, die es uns ermöglichte, das Chromebook an den Fernseher anzuschließen und für beste Netzqualität kabelgebundenes Internet zu nutzen. Unser TV meldete allerdings Full-HD-Auflösung nur mit 24 Bildern pro Sekunde. Das wäre dann doch ein sehr cineastisches Spieleerlebnis. Selbst der Zeiger der per Funk angeschlossenen Maus ruckelte derart über den Bildschirm, dass wir nach einer anderen Lösung suchen mussten.

CPUMediatek Helio P60
GPU ARM Mali-G72 MP3
Bildschirm10.1”, WUXGA (1920 x 1200), IPS
Speicher64 oder 128 GByte / 4 GByte RAM
SystemChrome OS
Anschlüsse1x USB-C / WiFi 802.11a/b/g/n/ac / Bluetooth 4.2
Gewicht450 Gramm
Preisab 300 Euro
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Die kam in Form eines fast vergessenen Bildübertragungsstandards: Displaylink. Dabei werden die Inhalte per USB-3-Anschluss gesendet. Ein weiterer Adapter musste her. Der lieferte dann auch 1080p mit 60 Hertz, wie unser TV vermeldete. Spielen oder Videos ansehen war damit aber nicht möglich, weil die Inhalte extrem stark komprimiert wurden und kein flüssiges Bild mehr ankam, wenn sich viel bewegte - was bei Spielen ja schon mal vorkommen kann.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als die Auflösung auf 720p herunterzusetzen und den Bildschirminhalt des Chromebooks so auf den Fernseher zu spiegeln. Mehr Auswahlmöglichkeiten bietet das sehr überschaubare Menü von ChromeOS nämlich nicht. Da der originale Bildschirm unseres Duet nicht im Seitenverhältnis 16:9 angelegt ist, gab es nun schwarze Trauerränder um unser Bild auf dem Fernseher. Sei es drum - wenigstens ruckelte es nicht mehr. Als nächstes installierten wir so ziemlich alles, was uns Spielvergnügen versprach - und das ist bei ChromeOS eine ganze Menge.

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Game Pass Ultimate alias Xcloud, Stadia und Geforce Now 
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bernstein 31. Dez 2020

Zugegeben die einrichtung auf meinem appletv 4k war wenig intuitiv, aber einmal...

mwo (Golem.de) 30. Dez 2020

Das scheint zu funktionieren - aber nur mit Apps, die direkt aus Android Studio...

manudrescher 30. Dez 2020

Der Artikel heißt "Gaming auf dem Chromebook" und behandelt den Inhalt entsprechend. Dein...

Keto 30. Dez 2020

Man könnte sich bei einem Cloud Anbieter einen eigenen Gaming Server zusammen klicken und...

maxule 30. Dez 2020

Lemmings gab (gibt?) es auch als Browserspiel. Nachdem aber ein Server hopsgenommen...



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