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Verfügbarkeit und Fazit

Das Mirage Solo Headset kostet bei Lenovo 400 Euro, die Mirage Kamera ist für 300 Euro erhältlich. Diese Preise sorgen nicht nur bei VR-Neulingen für lange Gesichter. Allerdings kostet die Vive Focus mit ähnlichen Funktionen so viel wie die beiden Lenovo-Geräte zusammen.

Fazit

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Die Kombination aus VR-Brille und 180-Grad-3D-Kamera macht im Test kurzzeitig Spaß. Die Geräte sind ordentlich verarbeitet, durchdacht designt und leisten, was sie sollen. Uns beeindruckt besonders die Raumerkennung des Headsets, die Kopf- und Körperbewegungen in unterstützten Spielen und Apps ermöglicht. Wir können uns unter Schneebällen wegducken oder in der Achterbahn den Sitzplatz wechseln.

Trotzdem wirkt die Technik noch nicht ausgereift. Es gibt nicht genügend gute VR-Apps im Playstore, noch weniger nutzen die Möglichkeiten des Mirage Solo wirklich sinnvoll. Das Display des Headsets krankt an Farbsäumen im Augenwinkel und zeigt einen deutlich sichtbares Pixelraster. Die Bildwiederholungsrate ist mit 75 Bildern pro Sekunde ziemlich niedrig - bei anderen VR-Brillen liegt sie bei 90 und darüber. Das kann bei längerer Nutzung zu Kopfschmerzen und Unwohlsein führen. Weiterhin fehlt uns die Möglichkeit, den Controller auch im Raum zu bewegen. Er befindet sich wie angeklebt immer an der gleichen Stelle, das verringert die Immersion im Vergleich zu Oculus Rift und HTC Vive enorm.

Die Mirage Camera macht plastische 3D-Fotos, die Videoqualität ist leidlich in Ordnung. Uns stören aber bei manchen Motiven Artefakte und nur 30 Bilder pro Sekunde im Videomodus sind recht wenig. Dadurch wirken die Aufnahmen mitunter wie aus der Anfangszeit des Films: etwas ruckelig und primitiv. Das ist alles verschmerzbar, wäre da nicht die unterirdische Tonqualität der Aufnahmen. Da Lenovo der Sound so wichtig war, dass immerhin Stereomikrofone verbaut wurden, nehmen wir an, dass hier vielleicht ein Firmware-Update Abhilfe schaffen könnte. Uns bleibt solange tatsächlich nur übrig, den Ton beim Betrachten komplett zu deaktivieren.

Das Paket aus Headset und Kamera finden wir grundsätzlich eine sehr gute Idee. Wir haben bei Familienfeiern und Ausflügen schöne Momente dreidimensional festgehalten, gerade die Kinder hatten großen Spaß mit den Spielen aus dem Playstore - aber wir sind dennoch nicht ganz überzeugt von der "nächsten Generation von VR", wie Lenovo die Kombination bewirbt.

Das liegt aber eher am Headset, denn die Mirage Camera ist in ihrem Segment zurzeit ziemlich einzigartig und wir können schlecht einschätzen, wie sich der Markt weiter entwickelt. Daher erscheint uns der Preis von 300 Euro zunächst angemessen. Wir sehen die Stärken der kleinen 180-Grad-3D-Kamera in der Reduktion auf das Wesentliche, der einfachen Bedienung und der Streamingfunktion. Wir können uns durchaus vorstellen, einen Urlaub nur mit der Mirage Camera zu verbringen. Auch wenn das dann heißt, dass wir die Bilder und Videos danach lediglich per VR-Brille teilen können - aber dafür nehmen wir dann doch lieber ein anderes Headset als das Mirage Solo.

Unter diesem Link steht unbearbeitetes Rohmaterial aus der Kamera zum Download bereit.

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Kable 14. Nov 2018

Wie sehen denn die Bilder aus im Vergleich zu denen die man mit der "Cardboard Camera...

nja666 14. Nov 2018

Stimmt. Die PSVR Brille ist echt bequem zu tragen. Nach längeren Sessions fängt man aber...

Berlinlowa 14. Nov 2018

Ich habe das Ding drei Tage ausprobiert und gegen ein Oculus Go und ein Lenovo Mixed...


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