Freiheit für die Brille, aber nicht für den Controller

Das Lenovo Mirage Solo ist ein Google Daydream Headset. Das heißt, es funktioniert nur mit Apps aus dem Playstore und kann nicht auf die Titelbibliotheken von HTC Vive oder Oculus Rift zugreifen. Die Auswahl an lohnenswerten Programmen ist noch immer sehr schmal. Besonders deprimierend finden wir, dass der Appstore nicht einmal eine gute Suchfunktion aufweist. Dabei spräche wenig dagegen, auch konventionelle Apps auf einem virtuellen Bildschirm laufen zu lassen. Der mitgelieferte Controller könnte die Touch-Bedienung ersetzen und wir fänden es zum Beispiel durchaus reizvoll, Retrospiele aus dem Playstore in einer Spielhalle zu zocken oder andere Videodienste als nur Youtube, Netflix und eine Handvoll mehr in einem fiktiven Kinosaal zu genießen. Rund 350 Titel unterstützen aktuell Daydream und nur 70 davon können auf die speziellen Fähigkeiten des Mirage Solo zugreifen.

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Mit World Sense hat die VR-Brille als erstes und einziges Daydream-Headset eine Umgebungserfassung eingebaut. Zwei Kameras an der Frontseite erkennen kontinuierlich den Raum um den Benutzer. Das funktioniert in unserem Test beeindruckend gut, wenn wir beispielsweise bei einer Schneeballschlacht den Geschossen durch Ducken ausweichen können. Wie bereits erwähnt, gibt es recht wenige Anwendungen, die diese Technologie sinnvoll einsetzen, von echter freier Bewegung im Raum ganz zu schweigen. Ein weiterer Kritikpunkt: Die mitgelieferte Fernbedienung bleibt in der virtuellen Realität wie festgeklebt immer an der gleichen Stelle. Es gibt zwar bereits experimentelle Controller, die freie Bewegungen erlauben - sie sind aber noch im Entwicklungsstatus und werden nicht von Daydream-Apps unterstützt. Die Akkulaufzeit der Brille ist mit über drei Stunden gut. Sie geht in einen Ruhemodus, wenn sie abgenommen wird und ist sekundenschnell wieder einsatzbereit.

  • Die Lenovo Mirage Solo kommt ohne Kabel und separaten Rechner aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die zwei Frontkameras erfassen die Umgebung zuverlässig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der einen Seite sind Lautstärketasten und ein Klinkenanschluss ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und an der anderen ein Micro-SD-Kartenslot und ein USB-C-Port verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Größe der Brille kann per Drehrad angepasst werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Bild zeigt ein deutliches Raster und Farbsäume am Rand des Sichtfeldes. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera ist winzig und hat zwei 180-Grad-Objektive. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Display fehlt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links wird per LED der Modus angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter einer Klappe verbergen sich USB-C-Port und Micro-SD-Leser. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der App für Android können Einstellungen vorgenommen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • So sieht ein Bild aus der Kamera aus, wenn es nicht im Headset betrachtet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Einen Schutz für die Objektive gibt es nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fujifilm hat das bei der W3 im Jahr 2010 besser gelöst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Bild zeigt ein deutliches Raster und Farbsäume am Rand des Sichtfeldes. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Neben der virtuellen Schneeballschlacht für Kinder macht Erwachsenen auch Keep Talking & Nobody Explodes Spaß, weil wir die Brille unkompliziert in der Runde weitergeben können. Titel, die von der Bewegung im Raum leben - wie zum Beispiel Superhot -, fehlen hingegen im Katalog.

Technisch ist das Mirage Solo ein kleines Wunderwerk, spielerisch leider noch nicht. Darum freuten wir uns umso mehr darauf, mit der passenden Mirage Camera eigene Inhalte zu fotografieren und zu filmen.

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 Lenovos Mirage Solo im Test: Die UrlaubsmaschinenWeniger ist ... weniger 
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