Lennart Poettering: Systemd forciert die Verwendung von Kdbus

Die aktuelle Systemd-Version unterstützt das umstrittene Kdbus standardmäßig, was einzelne Linux-Distributionen nun auch explizit testen sollen. Erzwungen wird die Nutzung nicht, dafür kann die neue Client-Implementierung nun von allen verwendet werden.

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Systemd verwendet Kdbus nun standardmäßig, falls das Kernel-Modul vorhanden ist.
Systemd verwendet Kdbus nun standardmäßig, falls das Kernel-Modul vorhanden ist. (Bild: David Stanley/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Laut Maintainter Lennart Poettering dient die aktuelle Version 221 von Systemd hauptsächlich dem Beheben von Fehlern. Doch das Team öffnet damit auch seine eigene Dbus-Implementierung für externe Entwickler und unterstützt nun standardmäßig Kdbus, das noch nicht offiziell in den Kernel aufgenommen worden ist. Die Veröffentlichung könnte damit den Beginn einer neuen Ära für die Interprozesskommunikation (IPC) unter Linux markieren.

Kdbus als künftiger Standard

So wird die Unterstützung von Kdbus in Systemd nun immer mit dem Code kompiliert. Es besteht nur noch die Möglichkeit, die Technik zu deaktivieren. Letzteres kann beim Kompilieren geschehen oder per Anweisung in der Kernel-Kommandozeile beim Systemstart.

Sollte das entsprechende Kernel-Modul nicht vorhanden sein, wird Systemd die Software nachvollziehbarerweise ebenso wenig verwenden. Sämtliche Distributoren werden aber gebeten, das Modul in ihren Entwicklungszweigen zu verteilen und das Zusammenspiel mit Systemd zu testen.

Client-Bibliotheken bieten stabile öffentliche API

Bisher nutzen die meisten Linux-Anwendungen zur IPC die Referenzimplementierung von Dbus oder auch die für GTK+ und Qt bereitstehenden Abstraktionen. Zusätzlich dazu können nun aber auch die von Systemd eigens erstellten Schnittstellen für Dbus von externen Entwicklern verwendet werden.

Zuvor hatte das Systemd-Team diese Bibliotheken über längere Zeit intern verwendet, so dass sie als stabil und getestet angesehen werden könnten. Diese Neuimplementierung kann enorme Geschwindigkeitsvorteile bringen, wie eine inzwischen zwei Jahre alte Präsentation eines BMW-Entwicklers zeigt. Genutzt werden kann der Code sowohl mit dem klassischen Dbus-Daemon als auch mit Kdbus, auf andere Kernel portierbar ist die Technik aber nicht.

In seinem Blog gibt Poettering eine ausführliche Einführung zu den nun öffentlichen Dbus-Schnittstellen in Systemd.

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erzgebirgszorro 26. Jun 2015

Anscheinend hast du noch nicht verstanden was K-DBUS bewirkt. Denn mit K-DBUS würde der...

Baron Münchhausen. 23. Jun 2015

Kwt. Eine übertreibung. Nicht beachten. Weiter machen.

pythoneer 23. Jun 2015

Tschau, viel Spaß dabei :) Ports ist echt cool und die *BSD Treibersituation bessert...

SelfEsteem 23. Jun 2015

Keine Ahnung was du meinst. Pinguinbilder sind imho aehnlich cool wie Katzenvideos (und...



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