Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Golem Plus Artikel
Lektionen aus dem Jevons-Paradoxon:
Mehr Effizienz = mehr Verbrauch?

Denkpause
Eine Beobachtung aus dem 19. Jahrhundert kann helfen, Einschränkungen der Effizienz zu verstehen.
/ Tim Reinboth
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
William Stanley Jevons (1835-1882) (Bild: Unknown (via University of Manchester Libraries))
William Stanley Jevons (1835-1882) Bild: Unknown (via University of Manchester Libraries) / CC-BY-SA 4.0

Sarah ist versierte Devops-Ingenieurin. Sie lehnt sich am Rechner gerade zufrieden zurück. Ihre AWS-Cluster-Optimierung ist ein Triumph der Effizienz: 20 Prozent weniger CPU-Auslastung und 10 Prozent geringerer Speicherverbrauch. Bald darauf schaut sie auf die monatliche Cloudrechnung und erschrickt, weil die Serverkosten um 20 Prozent gestiegen sind. Denn Sarah lebt in der paradoxen Welt der IT-Ressourcennutzung, wo Effizienzsteigerungen nicht immer Einsparungen(öffnet im neuen Fenster) bringen.

William Stanley Jevons erkannte das Phänomen im Jahr 1865(öffnet im neuen Fenster) . Er beobachtete, dass die Einführung von effizienteren Dampfmaschinen in Großbritannien nicht dazu führte, dass weniger Kohle verbraucht wurde. Stattdessen ermöglichte die Technologie neue Anwendungen, was die Nachfrage an Kohle erhöhte.

Golem Plus Artikel