Abo
  • Services:
Anzeige
Die europäischen Regulierungsbehörden schwächen die Netzneutralität wieder ein bisschen ab.
Die europäischen Regulierungsbehörden schwächen die Netzneutralität wieder ein bisschen ab. (Bild: Berec)

Logische Trennung von Spezialdiensten keine Pflicht

Damit ist diese Forderung ein zweites Mal begraben worden. So hatte das EU-Parlament im April 2014 eine solche logische Trennung beschlossen. Auch die Netzaktivisten von Edri hatten in ihrer Stellungnahme zum Gerek-Entwurf ausführlich dargelegt, warum eine solche logische Trennung erforderlich sei. Ersatzlos gestrichen wurde zudem die Forderung nach einem "umfassenden Traffic-Management" und "strikter Zugangskontrolle" für Spezialdienste. Auch hier hatte Edri eher noch eine Verschärfung verlangt.

Anzeige

Erleichterungen für die Provider gibt es zudem beim Traffic-Management. So "sollen" die Regulierungsbehörden nicht mehr kontrollieren, ob die Telekommunikationsanbieter ihr Netzwerk angemessen ausstatten, um beispielsweise Traffic-Management aufgrund zu hoher Netzbelastung möglichst zu vermeiden. Jetzt ist daraus eine Kontrollempfehlung geworden.

Flatrate für nachts erlaubt

Keine Änderungen gibt es hingegen beim sogenannten Zero-Rating (Punkte 40-43). Bei dieser Praxis werden bestimmte Anwendungen nicht auf das Datenvolumen angerechnet. Gerek untersagt das Zero Rating nicht generell, allerdings dann, "wenn alle Anwendungen beim Erreichen eines Datenvolumens geblockt (oder gedrosselt) werden, mit Ausnahme der Zero-Rating-Anwendungen". Die Einschränkung nach bestimmten Datenkategorien wie Musik oder Videos hält Gerek allerdings für möglich. Was das Zero-Rating betrifft, hatte Edri ein komplettes Verbot jeglicher "Preisdifferenzierung" verlangt.

Etwas konkreter wurden die Regulierer im Vergleich zum ersten Entwurf, was die Kriterien für Tarife mit Volumen- und Geschwindigkeitslimits betrifft. So halten sie es nun für zulässig, wenn dem Nutzer beispielsweise eine Flatrate zu bestimmten Tageszeiten (nachts) oder am Wochenende erlaubt wird, solange einzelne Anwendungen davon nicht ausgenommen sind oder bevorzugt behandelt werden. Erlaubt werden soll auch der kostenlose Zugang zum Provider, um zusätzliches Datenvolumen zu bestellen.

Inwieweit die Leitlinien ein Zwei-Klassen-Internet verhindern, wird die Praxis zeigen. Provider haben durchaus Spielräume, Spezialdienste für bestimmte Anwendungen anzubieten. Dennoch dürfte in ausreichendem Maße garantiert sein, dass solche Spezialdienste nicht die normalen Internetzugangsdienste verdrängen und Nutzer darauf angewiesen sind, aufgrund von Kapazitätsengpässen im "normalen" Netz auf Spezialdienste auszuweichen. Die nationalen Regulierungsbehörden müssen ihre Kontrollaufgaben allerdings wahrnehmen und den Providern genau auf die Finger schauen.

 Leitlinien vereinbart: Regulierer schwächen Vorgaben zu Netzneutralität ab

eye home zur Startseite
/mecki78 31. Aug 2016

Das genaue Gegenteil ist der Fall! Zur heutigen Entscheidung, die die Netzneutralität...

daarkside 31. Aug 2016

Nun ist die Diktatur der Partei, offensichtlich nicht die Alternative zur Diktatur des...

serra.avatar 31. Aug 2016

tja schaut so aus als ob Golem da noch die "veraltete Version" interpretiert und nicht...

NeoCronos 30. Aug 2016

Im Grunde war alle Mühe für die Katz. Ich sehe nicht einen positiven Punkt für den...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  2. operational services GmbH & Co. KG, Nürnberg
  3. Winkelmann Group GmbH + Co. KG, Ahlen
  4. Dataport, Hamburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)

Folgen Sie uns
       


  1. Digital Paper DPT-RP1

    Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

  2. USB Typ C Alternate Mode

    Thunderbolt-3-Docks von Belkin und Elgato ab Juni

  3. Sphero Lightning McQueen

    Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  4. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  5. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  6. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  7. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  8. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  9. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  10. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Sehr gut zusamengefasst

    stuempel | 10:26

  2. Re: Unix, das Betriebssystem von Entwicklern, für...

    Nebucatnetzer | 10:19

  3. Re: Was verbaut man da drin?

    MobilKunde | 10:10

  4. 300¤

    hardtech | 10:08

  5. Nokia hat damals solche Geräte repariert

    Der_aKKe | 10:07


  1. 10:10

  2. 09:59

  3. 09:00

  4. 18:58

  5. 18:20

  6. 17:59

  7. 17:44

  8. 17:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel