Abo
  • Services:
Anzeige
Das ursprünglich gegen Google gerichtete Leistungsschutzrecht benachteiligt vor allem die kleine Konkurrenz.
Das ursprünglich gegen Google gerichtete Leistungsschutzrecht benachteiligt vor allem die kleine Konkurrenz. (Bild: Philippe Huguen/AFP/Getty Images)

Leistungsschutzrecht: Wie die VG Media der Google-Konkurrenz das Leben schwermacht

Das ursprünglich gegen Google gerichtete Leistungsschutzrecht benachteiligt vor allem die kleine Konkurrenz.
Das ursprünglich gegen Google gerichtete Leistungsschutzrecht benachteiligt vor allem die kleine Konkurrenz. (Bild: Philippe Huguen/AFP/Getty Images)

Während Marktführer Google von der VG Media eine Gratislizenz erhalten hat, macht kleinen Suchmaschinenbetreibern das Leistungsschutzrecht zu schaffen. Das kritisieren Opposition, Wirtschaft und Juristen.

Anzeige

Alternative Suchmaschinenbetreiber haben es angesichts der übermächtigen Google-Konkurrenz nicht gerade leicht. Der Kampf um Klicks und Marktanteile ist seit Einführung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger noch schwieriger geworden. Während Google von den Verlagen, die das Leistungsschutzrecht geltend machen, eine kostenlose Lizenz erhält, muss die Konkurrenz weiterhin Ansprüche der Verwertungsgesellschaft (VG) Media erwarten. Doch selbst für den Fall, dass Suchmaschinenbetreiber die Verlage auslisten möchten, werden ihnen Steine in den Weg gelegt. Aus kaum nachvollziehbaren Gründen weigert sich die VG Media, eine maschinenlesbare Liste mit den wahrnehmungsberechtigten Webseiten im Internet zur Verfügung zu stellen. Nicht nur Rechtsexperten, auch die IT-Wirtschaft fordern nun die Abschaffung des Gesetzes, worüber am Mittwoch auch der Bundestag berät.

Die VG Media bestätigte auf Anfrage von Golem.de das Vorgehen in Sachen Liste. Auf mehrfache Nachfrage wurde jedoch nicht mitgeteilt, warum ausgerechnet aus Gründen des Datenschutzes und aus Angst vor einem möglichen Missbrauch eine solche maschinenlesbare Liste nicht vorgehalten werden kann. Schließlich sind auf der Webseite der VG Media sämtliche von ihr vertretenen Verlage einschließlich Webadresse angegeben und verlinkt. Die Verwertungsgesellschaft hat lediglich angeboten, auf besonderen Wunsch eine Liste individuell zur Verfügung zu stellen.

Liste wird täglich händisch aktualisiert

Für einen Suchmaschinenanbieter wie Tobias Sasse ist dieses Vorgehen jedoch nicht plausibel und akzeptabel. "Das ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar und sorgt dafür, dass alle Suchmaschinenbetreiber eigene Listen pflegen oder individuelle Vereinbarungen mit VG Media treffen müssen, während der Marktführer als einziger ungestört weiterhin News aggregieren kann", sagte er auf Anfrage von Golem.de. Er müsse jeden Tag prüfen, ob neue Mitglieder in den Listen der VG Media auftauchen. Sasse betreibt die Metasuchmaschine unbubble.eu und hat sich vergeblich um eine Gratislizenz à la Google bemüht. Dass er diese nicht erhalten hat, ist wiederum für ihn nachvollziehbar, denn eine Verwertungsgesellschaft ist rechtlich eigentlich dazu verpflichtet, die von ihr beanspruchten Rechte auch einzufordern.

Aus diesem Grund hat die Staatsaufsicht über Verwertungsgesellschaften beim Deutschen Patent- und Markenamt bereits im vergangenen Oktober ein Verfahren eingeleitet, das die Rechtmäßigkeit der Gratislizenz für Google prüfen soll. Dieses Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, teilte das Patentamt auf Anfrage von Golem.de mit. Zwar könne über die voraussichtliche Dauer keine Angabe gemacht werden, jedoch werde ein "zügiger Abschluss" angestrebt.

Nach Ansicht des Grünen-Netzpolitikers Konstantin von Notz ist das Vorgehen der VG Media gegenüber der Google-Konkurrenz "das direkte Resultat eines weiterhin völlig unklaren Agierens der Bundesregierung in Sachen Leistungsschutzrecht". Die Bundesregierung habe mit dem Gesetz "eine juristisch höchst interpretierbare Regelung vorgelegt" und überlasse es weiterhin den Beteiligten, "sich auf dessen konkrete Umsetzung zu verständigen - notfalls eben vor Gerichten".

Harsche Kritik von Juristen 

eye home zur Startseite
neocron 12. Mär 2015

richtig, und? wer hat denn hier etwas von Illegalitaet gesagt? niemand! Nirgends wurde...

neocron 11. Mär 2015

richtig, sondern in die Konservative, die sich in diesen Punkten kaum von der rechten...

elgooG 09. Mär 2015

Eben und was hier wohl einige vergessen: Man kann die Daten zwar maschinell parsen, aber...

zufälliger_Benu... 09. Mär 2015

Man würde es vermutlich nicht mal merken, schon die jetzigen Mediengruppen versuche mit...

azeu 06. Mär 2015

Und da das Leben von Google allein an den deutschen Verlagen hängt, ergibt das sogar Sinn...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GIGATRONIK München GmbH, München
  2. L-Bank Staatsbank für Baden-Württemberg, Karlsruhe
  3. GOM GmbH, Braunschweig
  4. Viessmann Elektronik GmbH, Allendorf


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Space Jam 11,97€, Ex Machina 9,97€, Game of Thrones 3. Staffel 24,97€)
  2. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  3. (u. a. Forrest Gump 9,97€, Gods of Egypt 9,97€, Creed 8,99€, Cloud Atlas 8,94€)

Folgen Sie uns
       


  1. WLAN to Go

    Telekom-Hotspots waren für Fremdsurfer anfällig

  2. Hoversurf

    Hoverbike Scorpion-3 ist ein Motorradcopter

  3. Rubbelcard

    Freenet-TV-Guthabenkarten gehen in den Verkauf

  4. Nintendo

    Interner Speicher von Switch offenbar schon jetzt zu klein

  5. Noch 100 Tage

    Unitymedia schaltet Analogfernsehen schrittweise ab

  6. Routerfreiheit

    Tagelange Störung bei Aktivierungsportal von Vodafone

  7. Denverton

    Intel plant Atom C3000 mit bis zu 16 Goldmont-CPU-Kernen

  8. Trotz Weiterbildung

    Arbeitslos als Fachinformatiker

  9. Klage gegen Steuernachzahlung

    Apple beruft sich auf europäische Grundrechte

  10. 3D Studio

    Nvidia spendiert Qt Hunderttausende Zeilen Code



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
München: Wie Limux unter Ausschluss der Öffentlichkeit zerstört wird
München
Wie Limux unter Ausschluss der Öffentlichkeit zerstört wird
  1. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  2. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  3. Soziales Netzwerk Facebook wird auch Instagram kaputt machen

Kernfusion: Angewandte Science-Fiction
Kernfusion
Angewandte Science-Fiction
  1. Kernfusion Wendelstein 7-X funktioniert nach Plan

MX Board Silent im Praxistest: Der viel zu teure Feldversuch von Cherry
MX Board Silent im Praxistest
Der viel zu teure Feldversuch von Cherry
  1. MX Board Silent Mechanische Tastatur von Cherry bringt Ruhe ins Büro
  2. Smartphone TCL will neues Blackberry mit Tastatur bringen
  3. Tastaturhülle Canopy hält Magic Keyboard und iPad zum Arbeiten zusammen

  1. Re: Kleine Korrektur

    Smincke | 05:10

  2. Re: 400 ¤ und gekauft (kt)

    Komischer_Phreak | 04:48

  3. Re: Damit liefern wir den "Emerging Market...

    Komischer_Phreak | 04:44

  4. S7 gibt es auch auf dem deutschen Markt

    Komischer_Phreak | 04:44

  5. Re: Klatschehelles Handy gesucht

    Komischer_Phreak | 04:41


  1. 05:30

  2. 18:30

  3. 18:14

  4. 16:18

  5. 15:53

  6. 15:29

  7. 15:00

  8. 14:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel