Leistungsschutzrecht: VG Media ändert ihren Namen

Die VG Media will unter ihrem neuen Namen Corint Media internationaler agieren. Der soll nichts mit Rosinenpickerei zu tun haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein korinthisches Kapitell gehört auch zum neuen Logo der Corint Media.
Ein korinthisches Kapitell gehört auch zum neuen Logo der Corint Media. (Bild: Andreas Praefcke/CC-BY 3.0)

Die Verwertungsgesellschaft (VG) Media ändert 20 Jahre nach ihrer Gründung ihren Namen. "Mit der wachsenden Bedeutung internationaler Rechteinhaber entwickelt sich VG Media weiter zu Corint Media", teilte das Unternehmen am 18. Januar 2021 mit. In Deutschland hatte die VG Media jahrelang vergeblich versucht, von Suchmaschinen und Newsaggregatoren Einnahmen nach dem Leistungsschutzrecht einzufordern.

Stellenmarkt
  1. Software Architekt SAP MDG (m/w/d)
    DRÄXLMAIER Group, München
  2. Business Intelligence Analyst (w/m/d)
    Horváth, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart
Detailsuche

Die Marke Corint leitet sich demnach aus den Wörtern Copyright International ab. Zudem soll sie auf die antike griechische Stadt Korinth Bezug nehmen. Die Stadt sei "einer der demokratiegeschichtlichen Ausgangspunkte Europas". Laut Geschäftsführer Markus Runde müssen "der Schutz und die Durchsetzung geistigen Eigentums starke Säulen jeder demokratischen Gesellschaft sein". Dazu wolle sich Corint Media bemühen, "private Inhalte finanzierbar zu halten und geltendes Recht auch gegen Digitalkonzerne durchzusetzen".

Dabei war die VG Media bislang nicht sehr erfolgreich. Die Prozesse gegen Google zur Durchsetzung des Leistungsschutzrechts sollen die Verlage rund zehn Millionen Euro gekostet haben. Zwischenzeitlich distanzierten sich sogar die Verleger von einer Kampagne der Gesellschaft, die zum Ziel hatte, "Beamte und Richter, die Entscheidungen und Urteile gegen die fünf Digitalmonopolisten Google, Facebook, Amazon, Apple und Microsoft zu treffen haben, zu ertüchtigen".

Mit der neuen EU-Urheberrechtsrichtlinie stehen die Chancen von Verwertungsgesellschaften allerdings besser, mit Digitalkonzernen Lizenzvereinbarungen abzuschließen. Bei der geplanten Umsetzung der Richtlinie sollen Diensteanbieter dazu verpflichtet werden, "bestmögliche Anstrengungen zu unternehmen, um die vertraglichen Nutzungsrechte für die öffentliche Wiedergabe urheberrechtlich geschützter Werke zu erwerben". Der Anbieter erfüllt demnach diese Pflicht, "sofern er Nutzungsrechte erwirbt, die ihm entweder angeboten werden oder die über eine im Inland ansässige Verwertungsgesellschaft oder abhängige Verwertungseinrichtung verfügbar sind".

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Das geht aus einem Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums vom vergangenen November hervor. Eine überarbeitete Fassung des Entwurfs könnte demnächst verabschiedet werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


GM23 19. Jan 2021

Bevor du jemanden der Ignoranz bezichtigst solltest du vielleicht in dich gehen und...

theFiend 19. Jan 2021

Ist mir auch als erstes eingefallen!

theFiend 19. Jan 2021

YMMD ;)

Aristarch 18. Jan 2021

Im allgemeinen kennt man so ein Gehabe von kenternden bzw. untergehenden Unternehmen...

Keridalspidialose 18. Jan 2021

Ob nun VG Media, Corint Media oder se+e23tt6t23tq23rhg. Ich würde es ja verstehen wnn...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Mobiles Betriebssystem
iOS 15 mit Focus, OCR und schickem Facetime

Apple hat iOS 15 für iPhones und den iPod Touch vorgestellt. Radikale Neuerungen sind nicht dabei, dafür aber einige interessante Funktionen.

Mobiles Betriebssystem: iOS 15 mit Focus, OCR und schickem Facetime
Artikel
  1. Apple Watch: watchOS 8 mit Achtsamkeits-Funktion und Porträt-Zifferblatt
    Apple Watch
    watchOS 8 mit Achtsamkeits-Funktion und Porträt-Zifferblatt

    Apple hat für die Apple Watch mit watchOS 8 ein neues Betriebssystem vorgestellt, das neue Zugriffs-, Konnektivitäts- und Achtsamkeitsfunktionen auf die Smartwatch bringt.

  2. iPad-Betriebssystem: iPadOS 15 mit Schnellnotizen und App-Mediathek
    iPad-Betriebssystem
    iPadOS 15 mit Schnellnotizen und App-Mediathek

    Apple hat mit iPadOS 15 ein neues Betriebssystem veröffentlicht, das mehr Freiheiten für Widgets, systemweite Schnellnotizen und die App-Mediathek von iOS bietet.

  3. Windows 11: Geplante Obsoleszenz ist schlecht, Microsoft!
    Windows 11
    Geplante Obsoleszenz ist schlecht, Microsoft!

    Kunden ärgern sich darüber, dass ihre vier Jahre alten Prozessoren bereits kein Windows 11 mehr unterstützen. Zu Recht.
    Ein IMHO von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM-Prospekt (u. a. Asus Gaming-Notebook 17" RTX 3050 1.099€) • PCGH-PC mit Ryzen 5 3600 & RTX 3060 999€ • Samsung 970 Evo Plus 1TB 99€ • Saturn Hits 2021 (u. a. Philips 55" OLED 120Hz 1.849€) • Corsair RGB 16GB Kit 3600MHz 87,90€ • Dualsense Schwarz + Deathloop 99,99€ [Werbung]
    •  /