Leistungsschutzrecht: Axel-Springer-Verlag vergleicht Google mit Taliban

Christoph Keese wirbt weiter für das umstrittene Leistungsschutzrecht. Google sei ein Gegner des Fortschritts und biete mit Robots.txt Steinzeittechnologie an, hat er Horizont.net erklärt.

Artikel veröffentlicht am ,
Christoph Keese
Christoph Keese (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

"Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt." Das hat Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer beim Axel-Springer-Verlag und wahrscheinlich Verfasser des Gesetzentwurfs zum Leistungsschutzrechts, im Interview mit der Marketing-Branchenzeitung Horizont.net gesagt.

Stellenmarkt
  1. Informatiker / Elektrotechniker / Naturwissenschaftler (m/w/d) Softwarevalidierung und Softwaretesting
    RICHARD WOLF GMBH, Knittlingen (Raum Pforzheim / Karlsruhe)
  2. Chef-Architekt (m/w/d) für Software-Produktneuentwicklu- ng in der Sensortechnik
    mi.ro Personalberatung, Stuttgart
Detailsuche

Aggregatoren wie Google News brächten zwar Traffic, aber längst nicht jeder, der dort Zusammenfassungen lese, klicke sich auf die Originalseiten durch. Viele, die es eilig hätten, blieben auf Google News. Keese: "Google News ist ein gewaltiger Traffic-Magnet für Google. Von dort aus lockt das Unternehmen die User geschickt in die unzähligen Angebote der 'Company Town'." Die Verlage bekämen so Traffic und könnten diesen auch monetarisieren. Aber bei den Aggregatoren fiele "eine höhere Wertschöpfung an". Vor Sperrungen hatte Keese Google bereits gewarnt.

Wenn die Medienkonzerne die Aggregatoren mit Robots.txt sperrten, werde das Angebot bei jeder Suchmaschine und jedem Aggregator unsichtbar. "An oder aus für alle und alles - das ist die einzige Wahl, die einem Robots.txt lässt. Diese Technologie stammt aus der Steinzeit des Webs. Sie ist hoffnungslos veraltet und in keiner Weise mehr zukunftstauglich", sagte der Manager. Seit langem nötig sei eine maschinenlesbare Rechte-Sprache, die differenzierte Nutzungsbedingungen ausdrücken könne.

Keese sagte nichts zu den Folgen des Leistungsschutzrechts für die Internetnutzer: Die Jugendverbände von CDU, SPD, FDP, Grünen und Piraten sahen dagegen in einer gemeinsamen Erklärung in dem Entwurf einen Eingriff in die freiheitliche Architektur des Internets, der nicht hinnehmbar sei. Sie forderten alle im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen auf, dem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


WolfgangS 08. Dez 2012

Das heißt im Umkehrschluss: Wenn jemand bei dir einbricht, und einen Teil deiner...

nobs 07. Dez 2012

Ich hätte gedacht so viel Realitätsferne ist tödlich... Google ist steinzeitlich und die...

Trollfeeder 07. Dez 2012

Kannte ich noch nicht.

rop 06. Dez 2012

Am Rande: "Expertise" ohne "ie". Ansonsten löblich, wo doch politische Teilhabe...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Obi-Wan Kenobi Episode 4 bis 6
Darth Vader und das Imperium der Schwachköpfe

Dämliche Stormtrooper sind in Obi-Wan Kenobi noch das geringste Problem. Zum Ende hin ist die Star-Wars-Serie vor allem eines: belanglos. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Oliver Nickel

Obi-Wan Kenobi Episode 4 bis 6: Darth Vader und das Imperium der Schwachköpfe
Artikel
  1. BVG: Telefónica will auch 5G in der U-Bahn bieten
    BVG
    Telefónica will auch 5G in der U-Bahn bieten

    Beim LTE-Ausbau für die anderen Netzbetreiber geht es dagegen weiter nur langsam voran. Telefónica nennt einige Gründe dafür.

  2. Akkutechnik: CATLs Qilin-Batterie schlägt Teslas 4680-Akku deutlich
    Akkutechnik
    CATLs Qilin-Batterie schlägt Teslas 4680-Akku deutlich

    Der größte Akku-Hersteller der Welt hat seine Akkupacks weiter optimiert und stellt damit Teslas alte 4680-Technik in den Schatten.
    Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  3. Teamarbeitstool: Zendesk für 10,2 Milliarden US-Dollar verkauft
    Teamarbeitstool
    Zendesk für 10,2 Milliarden US-Dollar verkauft

    Zendesk wird von Finanzinvestoren gekauft. Noch im Februar 2022 wurde ein Angebot mit einem Volumen von rund 17 Milliarden US-Dollar abgelehnt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung SSD (PS5-komp.) günstig wie nie: 109,24€ (1TB) / 234,45€ (2TB) • LG 31,5" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 327,72€ • PS5-Controller: 57,13€ • Xbox Elite Controller günstig wie nie: 126,04€ • 16.000 Artikel günstiger bei Media Markt • MindStar (Palit RTX 3070 Ti 679€) [Werbung]
    •  /