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Leistungsschutzrecht: Springer-Konzern kann doch nicht ohne Google News

Der Axel-Springer-Verlag hat das Leistungsschutzrecht durchgesetzt. Doch kurz vor Ablauf einer Frist hat der Konzern nun entschieden, doch weiter bei Google News zu bleiben. Allerdings nur vorläufig.

Artikel veröffentlicht am ,
Google-Logo im Büro des Unternehmens in Toronto
Google-Logo im Büro des Unternehmens in Toronto (Bild: Mark Blinch/Reuters)

Der Axel-Springer-Verlag hat seine Zustimmung erteilt, dass Inhalte weiterhin bei Google News gelistet werden. Das berichtet Meedia unter Berufung auf ein Schreiben des Verlags, das dem Magazin vorliegt.

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Darin heißt es: "Axel Springer wird das Recht wahrnehmen und strebt eine Verwertung an. (...) In dieser Übergangsphase erteilt die Axel Springer AG der Google Germany GmbH ein Opt-in zur Nutzung ihrer Inhalte in Form von Textauszügen, allerdings unter der Maßgabe und mit ausdrücklichem Hinweis, dass dies nur vorläufig bis zur geregelten Rechteverwertung und ohne Anerkennung der einseitig von Google gesetzten Konditionen geschieht."

Google Deutschland hat den Bericht nicht kommentiert.

Am 1. August 2013 tritt ein geändertes Urheberrecht in Kraft und mit ihm das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Als Reaktion darauf hat Google bereits angekündigt, seine Nachrichtenaggregationsseite Google News zu verändern. Anbieter von Informationen müssen dann eine neue, eindeutige Erklärung abgeben, ob ihre Inhalte bei Google News aufgeführt werden sollen oder nicht.

Die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger und ihre Wirtschaftsverbände forderten in einem laufenden Missbrauchsverfahren der Europäischen Kommission gegen Google EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia auf, hart gegen das Unternehmen vorzugehen.

Axel-Springer: "Google ist wie Taliban"

"Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt." Das hatte Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer beim Axel-Springer-Verlag und wahrscheinlich Verfasser des Entwurfs zum Leistungsschutzrecht, im Dezember 2012 gesagt.

Aggregatoren wie Google News brächten zwar Traffic, aber längst nicht jeder, der dort Zusammenfassungen lese, klicke sich auf die Originalseiten durch. Viele, die es eilig hätten, blieben auf Google News. Keese: "Google News ist ein gewaltiger Traffic-Magnet für Google. Von dort aus lockt das Unternehmen die User geschickt in die unzähligen Angebote der 'Company Town'." Die Verlage bekämen so Traffic und könnten diesen auch monetarisieren. Aber bei den Aggregatoren fiele "eine höhere Wertschöpfung an". Vor Sperrungen hatte Keese Google bereits gewarnt.

Nachtrag vom 30. Juli 2013, 12:25 Uhr

Unternehmenssprecher Hendrik Lange sagte Golem.de: "Am 1. August tritt das Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Kraft. Axel Springer wird das Recht wahrnehmen und strebt eine Verwertung an. Dazu trifft das Unternehmen derzeit Vorbereitungen und führt konkrete Gespräche. Bis diese Vorbereitungen abgeschlossen sind und die Vermarktung des Rechts beginnen kann, entsteht aus juristischen und technischen Gründen zwangsläufig ein Intermezzo."

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Atalanttore 04. Aug 2013

auf die Beleidigung "Google ist wie Taliban" hinweisen und ein herzliches "Fuck...

Trockenobst 31. Jul 2013

Wenn die dt. Presse meint, es gibt so viel im Web zu gewinnen, ist ein...

r3verend 31. Jul 2013

Nach Axel Springer Logik gehen die Leute aber nur zum Bäcker weil es dort die Bild...

neocron 31. Jul 2013

da war nichts arrogant gemeint. Es war eine Anmerkung ... nachdem sich 3 Leute ueber eine...


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