Abo
  • Services:

Europäische Google-Steuer weiter offen

Würde die Gratislizenz verboten, müssten die Verlage anschließend entscheiden, ob sie die Erlaubnis für Google widerrufen oder die VG Media verlassen. Denn anders als eine Verwertungsgesellschaft können die Verlage selbst eine solche Gratisnutzung erteilen, ohne dass sich eine Behörde daran stößt. Bleiben sie aber in der VG Media und ziehen die Erlaubnis zurück, müssten sie mit hohen Einbußen beim Traffic rechnen - das ist eher unwahrscheinlich.

Stellenmarkt
  1. DFL Digital Sports GmbH, Köln
  2. Controlware GmbH, München, Ingolstadt

Ob sich die EU-Kommission auf die Seite der Verlage schlägt und eine europäische Google-Steuer einführen will, ist derzeit immer noch offen. Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip teilte dem Europaparlament in einem Brief (PDF) kürzlich mit, dass in dieser Hinsicht noch keine Entscheidung gefallen sei. Die Kommission wolle zunächst einschätzen, ob der Gewinn von urheberrechtlich geschützten Inhalten im Internet "fair geteilt" werde. Dazu sei man im Gespräch mit Verlagen und News-Aggregatoren.

Langjährige Prozesse möglich

Wann das Berliner Landgericht seine Entscheidung fällen wird, ist derzeit noch unklar. Anders als es die nebenan befindliche Traditionskneipe Zur letzten Instanz vermuten lässt, könnten die Verlage noch einige Stufen weitergehen und im Falle einer Niederlage über das Berliner Kammergericht bis zum Bundesgerichtshof ziehen. Gerade kleinere Verlage dürften es sich aber langsam überlegen, wie weit sie das kostspielige juristische Spiel noch treiben wollen. Schließlich läuft parallel noch der fast schon irrelevante Prozess über die Höhe eines Tarifs, den niemand zahlen will. Von daher ist es gut möglich, dass bis zum Sommer in München und Berlin das Schicksal des deutschen Leistungsschutzrechts beschlossen wird.

Hinweis: Golem.de hat sich gemeinsam mit anderen europäischen Verlagen an die EU-Kommission gewandt und in einem offenen Brief vor der Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts gewarnt.

 Leistungsschutzrecht: Showdown in Raum 2709
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 399€
  2. 309€ + Versand mit Gutschein: RYZEN20 (Bestpreis!)
  3. 915€ + Versand

lottikarotti 18. Feb 2016

Aber wo wir gerade von "Marktmacht" sprechen. Haben die Verlage nicht ihre Marktmacht...

dumdideidum 18. Feb 2016

Ich finde das alles sehr gut. Der Prozess ist wichtig um diesen Lobbisten zu zeigen, das...


Folgen Sie uns
       


Sky Ticket TV-Stick im Test

Wir haben den Sky Ticket TV Stick getestet. Der Streamingstick mit Fernbedienung bringt Sky Ticket auf den Fernseher, wenn dieser den Streamingdienst des Pay-TV-Anbieters nicht unterstützt. Auf dem Stick läuft das aktuelle Sky Ticket, das im Vergleich zur Vorgängerversion erheblich verbessert wurde. Den Sky Ticket TV gibt es quasi kostenlos, weil dieser nur zusammen mit passenden Sky-Ticket-Abos im Wert von 30 Euro angeboten wird.

Sky Ticket TV-Stick im Test Video aufrufen
Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
    Elektroroller-Verleih Coup
    Zum Laden in den Keller gehen

    Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
    2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
    3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

    Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
    Lenovo Thinkpad T480s im Test
    Das trotzdem beste Business-Notebook

    Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
    2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
    3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

      •  /