Abo
  • Services:
Anzeige
Google macht sein spanisches Google News am 16. Dezember 2014 dicht.
Google macht sein spanisches Google News am 16. Dezember 2014 dicht. (Bild: news.google.es/Screenshot: Golem.de)

Leistungsschutzrecht: Google News in Spanien wird dichtgemacht

Google macht sein spanisches Google News am 16. Dezember 2014 dicht.
Google macht sein spanisches Google News am 16. Dezember 2014 dicht. (Bild: news.google.es/Screenshot: Golem.de)

Google zieht Konsequenzen aus einem neuen Leistungsschutzrecht in Spanien. Künftig wird es kein spanisches Google News mehr geben.

Anzeige

Der Suchmaschinenbetreiber Google schließt die spanische Version von Google News. Wie Google am Mittwoch in einem Blogbeitrag mitteilte, zieht das Unternehmen damit die Konsequenzen aus einem neuen spanischen Gesetz, das Nachrichtenaggregatoren vom 1. Januar 2015 an zur Zahlung einer Abgabe verpflichtet, wenn sie auch nur "kleinste Textschnipsel" verwenden. "Dieser Ansatz ist nicht tragfähig, da es auf Google News keine Werbung gibt und der Dienst somit auch keine Einkünfte erzielt", teilte das Unternehmen mit. Mit "wirklicher Trauer" werde Google News daher am 16. Dezember 2014 in Spanien eingestellt.

Die entsprechende Reform des Gesetzes über geistiges Eigentum war am 30. Oktober 2014 vom Parlament in Madrid verabschiedet worden. Die Reform sieht auch Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro für Anbieter vor, die illegale Downloads ermöglichen, sowie eine schärfere Überwachung zum Schutz des geistigen Eigentums. Das Gesetz spricht von einem "angemessenen Ausgleich" für die Nutzung von Inhalten, ohne dass die Gebührenhöhe näher präzisiert würde.

Mehrere Unterschiede zu deutschem Leistungsschutzrecht

Im Unterschied zum deutschen Leistungsschutzrecht betrifft das Gesetz nach Angaben von Google-Sprecher Ralf Bremer nur Nachrichtenaggregatoren und nicht allgemeine Suchdienste. Zudem hätten die Verlage dabei nicht die Möglichkeit, auf die Forderungen zu verzichten. Auch sei die Länge des geschützten Materials nicht eingeschränkt, so dass sogar Überschriften und einzelne Begriffe lizenzpflichtig sein könnten. "Trotz der Änderungen arbeiten wir weiter mit spanischen Verlagen zusammen und unterstützen sie dabei, ihre Reichweite und Umsätze im Internet zu erhöhen", teilte Google mit.

Die vor allem von den Verlegern unterstützte Gesetzesreform kam nur mit den Stimmen der Abgeordneten der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy durch. Sprecher linker Parteien und auch Vertreter der Kulturszene hatten kritisiert, dass die neue Regelung - in Spanien "Google-Gebühr" genannt - die Freiheiten einschränke und nur die großen Kommunikationsunternehmen begünstige.

Kartellbehörde kritisiert Gesetz

Google hatte damals mitgeteilt, "enttäuscht" über das Gesetz zu sein. "Wir glauben, dass Dienste wie Google News dazu beitragen, dass die Seiten der Herausgeber mehr Besucher bekommen", zitiert die Nachrichtenagentur efe einen Google-Sprecher. Man wolle nun die Optionen von Google im Rahmen der neuen Regelung studieren, hieß es, was nun zur Schließung von Google News geführt hat. Kritik an dem Gesetz war auch von der spanischen Kartellbehörde gekommen. Diese hatte sich vor allem an der Unverzichtbarkeitsklausel des Gesetzes gestört.

In Deutschland sind zahlreiche Verlage bislang mit dem Versuch gescheitert, Google zur Zahlung von Lizenzabgaben für die Verlinkung von Zeitungsartikeln zu zwingen. Das Bundeskartellamt wies bislang die Auffassung der Verlage zurück, wonach Google aufgrund seiner Marktmacht dazu verpflichtet sein könnte, lizenzpflichtige Inhalte gegen seinen Willen anzuzeigen.


eye home zur Startseite
mnementh 03. Mai 2015

Ja, Welt ändert öfter mal die Überschriften und den Wortlaut der Artikel und stellt das...

GodsBoss 03. Mai 2015

Falls dein Dienst genauso arbeitet wie Google News, dann wirst du erstmal wenig Inhalte...

baz 15. Dez 2014

Nein, es ist natürlich nicht egal wie viel ich verdiene. Es ist mir aber absolut egal...

Prinzeumel 12. Dez 2014

M. Broder als Autor auf der seite....das reicht schon um zu wissen das die seite der...

azeu 11. Dez 2014

Und das Wort stammt ja noch nicht mal von Dir :) Du hast es auch nur übernommen, so wie...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. WKM GmbH, München
  2. Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Hürth bei Köln
  3. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim
  4. MEMMERT GmbH + Co. KG, Schwabach (Metropolregion Nürnberg)


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 543,73€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. ab 649,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  2. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  3. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  4. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  5. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  6. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  7. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  8. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  9. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  10. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: Machen wir doch mal die Probe aufs Exempel

    GenXRoad | 04:03

  2. Re: Boah Heiko halt doch endlich deine dumme Fresse

    narfomat | 02:57

  3. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    klaus9999 | 02:44

  4. Warum?

    NeoXolver | 02:38

  5. Re: Jeder redet über FB-Mitarbeiter - keiner über...

    klaus9999 | 01:55


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:44

  4. 11:10

  5. 09:01

  6. 17:40

  7. 16:40

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel