Abo
  • Services:

Leistungsschutzrecht: Google leitet pro Minute 100.000 Klicks auf Verlagsseiten

Google bringt Verlegern weltweit pro Minute 100.000 Zugriffe auf ihre Artikel im Internet. Mit dieser Zahl will der US-Konzern gegen das Leistungsschutzrecht in Deutschland argumentieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Leistungsschutzrecht: Google leitet pro Minute 100.000 Klicks auf Verlagsseiten
(Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Google-Sprecher Kay Oberbeck hat sich gegen das Leistungsschutzrecht in Deutschland gewandt. In einem Kommentar für die Nachrichtenagentur dapd, den Oberbeck auch Golem.de zur Verfügung gestellt hat, heißt es, dass Presseverlage in erheblichem Umfang von Suchmaschinen profitierten. "Alleine durch Google werden pro Minute 100.000 Klicks auf Verlagsseiten weitergeleitet, die diese für sich nutzen können. Google sorgt mit seinem Dienst Adsense für Werbung auf Verlagsseiten und schüttete im Jahr 2011 über 7 Milliarden US-Dollar an diese Partner aus."

Stellenmarkt
  1. GoDaddy Operating Company, LLC., Hürth
  2. Schuler Pressen GmbH, Erfurt

Seine Angaben bezögen sich auf Googles weltweite Aktivitäten, erklärte Oberbeck bei Twitter.

Mit dem Leistungsschutzrecht, das durch Änderungen in Paragraf 87 des Urheberrechtsgesetzes eingeführt werden soll, will die Bundesregierung den Verlagen mehr Macht im Internet geben. Hintergrund ist, dass Verlage wie der Axel-Springer-Verlag der Meinung sind, Google würde an der Auflistung von Presseartikeln Geld durch Werbung verdienen und müsste diejenigen finanziell beteiligen, die solche Inhalte produzieren. In einem neuen Referentenentwurf für ein Leistungsschutzrecht aus dem Bundesjustizministerium heißt es laut einem unbestätigten Bericht: "Zulässig ist die öffentliche Zugänglichmachung von Presseerzeugnissen, soweit sie nicht durch die Anbieter von Suchmaschinen erfolgt."

"Aggregatoren sind Schattenwirtschaft"

Aggregatoren, die "rechtswidrig mit den Leistungen der Verlage Kasse machen" wollten, seien "keine soliden Wirtschaftsunternehmen, sondern allenfalls Teil der Schattenwirtschaft", sagte Dietmar Wolff vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

Der BDZV wandte sich am 30. Juli 2012 gegen den geänderten Entwurf für ein Leistungsschutzrecht. Ein solches Gesetz beträfe nur die Suchmaschinenbetreiber und ließe diejenigen unbehelligt, die mit den digitalen Inhalten der Verlage missbräuchlich Geschäfte machen. "Das wäre ein Freifahrtschein für die Aggregatoren, die schon jetzt die Verlagsinternetseiten absaugen, um damit Geld zu verdienen", erklärten BDZV und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Nachtrag vom 22. August 2012, 15:32 Uhr

Dazu erklären die Verbandssprecher Golem.de: "Leider sind diese sieben Milliarden Dollar bislang nicht bei den Verlagen angekommen. Vielleicht möchte Google erneut versuchen, sie zu überweisen?" Möglicherweise spreche Oberbeck über weltweite Ausschüttungen der Adsense-Gesamtumsätze; diese gingen allerdings nur zu einem Bruchteil an die Verlage. "BDZV und VDZ ermuntern Google zur Fortsetzung der Debatte mit richtigen Fakten und nicht mit Angstszenarien", heißt es dazu weiter von den Verlegerorganisationen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 99,99€
  2. 39,99€
  3. (-75%) 14,99€
  4. 59,99€

AndreasWill 24. Aug 2012

Das passiert, wenn man Google verbietet Verlagsseiten aus dem Index zu werfen: http...

ICH_DU 23. Aug 2012

ah ok ;) liegt daran weil ich einfach nen Beispiel haben wollte und da die Gerüchteküche...

Anonymer Nutzer 22. Aug 2012

Charaktervergleich ;) A) B) C) D) oder sogar noch besser? Echt guter Vergleich *g* da...

__destruct() 22. Aug 2012

Genau deswegen sollte Google das während dieser Gerichtsverhandlungen vorschlagen, damit...

San_Tropez 22. Aug 2012

https://www.golem.de/news/leistungsschutzrecht-axel-springer-konzern-gibt-entwarnung-fuer...


Folgen Sie uns
       


Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht

Der Alstom Aptis kann mit beiden Achsen lenken und ist deshalb besonders wendig. Wir sind in Berlin eine Runde mit dem Elektrobus gefahren.

Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
    Datenschutz
    Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

    Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
    Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

    1. Soziales Netzwerk Facebook ermöglicht Einsprüche gegen Löschungen
    2. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
    3. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern

    God of War im Test: Der Super Nanny
    God of War im Test
    Der Super Nanny

    Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
    Von Peter Steinlechner

    1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

      •  /