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Leistungsschutzrecht: Google keilt gegen Springer und Burda

Google will Artikel aus Web-Angeboten von Verlagen, die sich der Leistungsschutzrechtsklage angeschlossen haben, nur eingeschränkt anzeigen. In Google News und in der Suche werden aus diesen Nachrichtenangeboten keine Bilder und Textausschnitte mehr erscheinen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google: eine halbe Milliarde Klicks im Monat
Google: eine halbe Milliarde Klicks im Monat (Bild: Adam Berry/Getty Images)

Google will Artikel bestimmter Online-Angebote in Suchergebnissen sowie bei Google News nur noch als Link anzeigen, aber keine Textausschnitte ('Snippets') und Vorschaubilder ('Thumbnails') mehr. Das gelte für die Online-Angebote der Verlage, die Mitglied in der Verwertungsgesellschaft (VG) Media seien, schreibt Philipp Justus, Chef von Google in Deutschland, im deutschsprachigen Google-Blog.

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Grund ist die Klage, die die VG Media im Juni gegen Google eingereicht hat: Die Verwertungsgesellschaft verlangt, dass Google elf Prozent der Umsätze, die "unmittelbar und mittelbar mit der öffentlichen Zugänglichmachung von Ausschnitten aus Online-Presseerzeugnissen" erzielt werden, an die Verlage zahlt.

Link und Überschrift

"Wir bedauern dieses juristische Vorgehen sehr, denn jeder Verlag konnte schon immer selbst entscheiden, ob und wie seine Inhalte in unseren Diensten angezeigt werden", erklärt Justus. "Vor dem Hintergrund dieser Klage" werde Google aus den Web-Angeboten der Verlage, die der VG Media angehören, "nur noch den Link zum Artikel sowie dessen Überschrift anzeigen". Dazu gehörten bekannte Webseiten "wie bild.de, bunte.de oder hoerzu.de".

Google leite im Monat "über eine halbe Milliarde Klicks zu deutschen Nachrichtenseiten" und trage so zur Vergrößerung der Reichweiten dieser Angebote bei - und zur Umsatzsteigerung: Jeder dieser Klicks soll 12 bis 16 Cent wert sein, sagt Google. Das schätze der US-Zeitungsverband.

Telekom und 1&1 schließen Verlage aus

Mitte September hatten die Portale T-Online, GMX und Web.de die Angebote der Verlage aus der VG Media entfernt. Die VG Media verlangt von den Betreibern ebenfalls Zahlungen unter Verweis auf das Leistungsschutzrecht. Deutsche Telekom und 1&1 sind aber weiter gegangen als Google: Sie haben besagte Online-Medien komplett aus ihren Angeboten gestrichen.

Der Bundestag hatte 2013 auf Druck einiger Verlage das umstrittene Leistungsschutzrecht beschlossen. Danach dürfen nur "einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte" genutzt werden. Die VG Media vertritt die Ansprüche von knapp 140 Verlagen mit etwa 220 digitalen Angeboten.



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Cobinja 02. Okt 2014

Hier der Artikel "In eigener Sache": http://www.heise.de/newsticker/meldung/In-eigener...

Andreas2k 02. Okt 2014

Man kann es ja auch so sehen. Goolge macht quasi kostenlose Werbung für die...

Bouncy 02. Okt 2014

Dass Google News ein Nischenbereich und nicht Google's Kernkompetenz ist, ist dir aber...

nille02 02. Okt 2014

Warum nur bei der Paywall? Die meisten werden wohl Werbung schalten und das sind auch...

SJ 01. Okt 2014

Mit Chrome/ium und der Personal Blocklist geht das. Nur leider muss man da beim gmail...


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