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5. Verlage erzielen mehr Umsätze ohne Google News

Sehr aufschlussreich sind auch Döpfners Aussagen zur Einstellung von Google News in Spanien. "Für die spanischen Verleger war das sehr positiv. Der Traffic brach für alle in absoluten Zahlen ein. Aber der direkte Traffic auf den Angeboten der Verlage nahm drastisch zu. Und der konnte wesentlich besser monetarisiert werden. Wirtschaftlich haben die Verlage in Spanien deutlich profitiert", sagte er Meedia.de. Woher Döpfner diese Erkenntnisse hat, ist unklar. Auf Nachfrage von Golem.de, was die Quelle für diese Behauptungen sei, hat der Axel-Springer-Verlag bislang nicht reagiert. Aus einer Studie der EU-Kommission (PDF) zu den Auswirkungen des spanischen Leistungsschutzrechts geht das nicht hervor. Darin wird lediglich der Rückgang des Traffics konstatiert.

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Mit seiner Behauptung unterstützt Döpfner aber die Vermutung, dass es Verlagen wie Axel Springer am Ende gar nicht darum geht, von Suchmaschinen wie Google eine Lizenz zu bekommen. Vielmehr wäre es ihnen wohl lieber, das Geschäft von Newsaggregatoren oder gar Suchmaschinen kaputt zu machen, um mehr direkten Traffic auf ihre Startseite zu lenken. Entsprechend äußerte sich im Dezember 2017 ein Experte im Europaparlament. "Das vordringlichste Ziel des Gesetzes besteht darin, solche Geschäfte zu verhindern, dass es sie einfach nicht mehr gibt", sagte der Anwalt und Jura-Professor Thomas Höppner und fügte hinzu: "Der Zweck besteht nicht darin, Lizenzeinnahmen zu bekommen."

Das ginge jedoch vor allem zulasten der kleineren Verlage und neuer Medien, wie das Beispiel Spanien gezeigt hat. Die Europaabgeordnete Julia Reda kommentierte dies auf Anfrage von Golem.de mit den Worten: "Die Aussagen von Döpfner machen erneut klar: Beim Leistungsschutzrecht geht es Springer überhaupt nicht darum, Lizenzgebühren von Google oder Facebook einzuholen, sondern kleinere Aggregatoren und innovative Nachrichtenangebote vom Markt zu verdrängen. Darunter leidet nicht nur der Informationszugang, sondern auch kleinere Verlage, die besonders auf Links auf sozialen Medien und Co. angewiesen sind, um ihr Publikum zu erreichen. Somit ist klar, das Leistungsschutzrecht ist ein Instrument, um Medienvielfalt zu zerstören."

Zwar schließt das europäische Leistungsschutzrecht eine Gratislizenz von Medien nicht aus. Doch angesichts der Äußerungen Döpfners ist zu erwarten, dass die großen Verlage ebenso wie in Deutschland nichts unversucht lassen werden, dass Google auch solche Medien extrem verkürzt in den Suchergebnissen anzeigen muss, die nichts gegen eine Anzeige von Snippets einzuwenden haben.

Darüber hinaus gilt das europäische Leistungsschutzrecht nicht nur für Suchmaschinen, sondern für alle Internetanbieter. Auch bei Facebook, Twitter oder anderen Diensten könnte das Teilen von Überschriften und kurzen Teasern stark eingeschränkt werden. Hier dürfte das Kalkül dahinterstecken, die Nutzer stärker an die eigene Marke zu binden und sie nicht über Intermediäre auf Inhalte aufmerksam zu machen.

 3. Mitbewerber und Google klauen ContentWas sagte Döpfner zu Altmaier? 
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GodsBoss 29. Jul 2019

Und bei der indirekten Demokratie wird natürlich der gewählt, der mehr Rente, weniger...

cruse 13. Apr 2019

Wie denn? Fackeln im Sturm ? ^^ "Wir" können nur CDU/SPD abwählen. Dauert leider noch...

gandhi187 11. Apr 2019

Möchtest du damit gerade sagen, dass Voss whrlich war, oder hast du ein bisschen was...

heikom36 10. Apr 2019

Welche Demokratie? Es wird und wurde gelogen das sich die Balken biegen, es wurde...

Vanger 06. Apr 2019

Neu ist das ja eigentlich nicht... Bei CDU- und SPD-Wählern ist Hopfen und Malz verloren.


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