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Leistungsschutzrecht: 80 Prozent der Nutzer finden News über Suchmaschinen

In der Debatte um das Leistungsschutzrecht wollen die Verlage an den Gewinnen der Suchmaschinen beteiligt werden. Dabei liefern die einen großen Anteil an Lesern. Eine Transparenz der Suchalgorithmen lehnt der Bitkom ab.

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Suchmaschinen sind ein wichtiger Zugang für Online-Nachrichten.
Suchmaschinen sind ein wichtiger Zugang für Online-Nachrichten. (Bild: Philippe Huguen/AFP/Getty Images)

Der überwiegende Teil der Internetnutzer findet über Suchmaschinen den Weg zu Nachrichten im Internet. Vier von fünf Nutzern von Online-News (81 Prozent) verwenden Suchmaschinen wie Google oder Bing, um Nachrichtenquellen zu finden, wie aus einer Umfrage im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom hervorgeht. 64 Prozent gehen demnach direkt auf die Webseiten der Nachrichtenanbieter und 56 Prozent informieren sich mit Nachrichten-Apps auf ihrem Smartphone oder Tablet. Noch jeder fünfte Nutzer von Online-News (19 Prozent) gelangt über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Xing zu Nachrichtenquellen.

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Die Umfrage dürfte EU-Digitalkommissar Günther Oettinger nicht gefallen. Denn in der Debatte über die Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts hatte er kürzlich den Eindruck zu erwecken versucht, die Suchmaschinen würden den Zeitungen Leser entziehen, weil diese sich schon mit den Überschriften und Teasern zufrieden geben würden. Der Umfrage zufolge nutzen nur elf Prozent der Leser überhaupt einen News-Aggregator im Netz.

Bitkom warnt vor Offenlegung von Algorithmen

Kritisch sieht der Bitkom die jüngst von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhobene Forderung nach einer Transparenzpflicht für die Algorithmen von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken. "Eine vollständige Offenlegung der Suchalgorithmen würde die Geschäftsgrundlage vieler Online-Dienste zerstören", sagte Geschäftsleiter Joachim Bühler und fügte hinzu: "Die Betreiber von Suchmaschinen liefern schon heute eine Fülle an Informationen über die Funktionsweise ihrer Dienste." Ein gewisses Maß an Transparenz sei ohnehin notwendig, damit beispielsweise professionelle Nutzer von sozialen Netzwerken ihre Angebote optimieren können oder Webseiten über SEO besser gefunden würden.

Der Verband verwies auf eine geplante Reform des Wettbewerbsrechts, um dieses an die Bedingungen der digitalen Welt anzupassen. "Eine marktbeherrschende Stellung ist erst dann ein Problem, wenn sie missbraucht wird", sagte Bühler. "In diesem Fall ist das Wettbewerbsrecht ein scharfes Schwert."

Google warnte vor zu viel Transparenz

Merkel hatte sich am Dienstag besorgt über die Macht großer Internetplattformen gezeigt, ohne IT-Konzerne wie Facebook oder Google beim Namen zu nennen. Deren Algorithmen müssten transparenter sein, "so dass interessierten Bürgern auch bewusst ist, was eigentlich mit ihrem Medienverhalten und dem anderer passiert". Allerdings ist unklar, inwieweit die Konzerne verpflichtet werden können, ihre gut gehüteten Geschäftsgeheimnisse zu lüften.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte bereits vor zwei Jahren einen Einblick in Googles Algorithmus für erforderlich gehalten. Es sei nicht akzeptabel, dass der Suchmaschinenkonzern bei der Darstellung von Ergebnissen eigene Inhalte bevorzuge. Google warnte hingegen im März 2015 vor der Veröffentlichung seiner geheimen Formel zum Ranking der Suchergebnisse. Die vollständige Offenlegung von "meinungsrelevanten Algorithmen" sei deshalb eine Maßnahme, die den Nutzern nicht helfen, sondern schaden würde.



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TobiasW 02. Mai 2017

Organische Ergebnisse sind die Googlesuchergebnisse, die keine Werbung sind. Die...

maerchen 27. Okt 2016

Ich würde ja gerne mal die Rohdaten der Umfrage sehen. Ich schätze, 80% haben auch schon...


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