Abo
  • Services:

Leistungsschutz: Google zahlt 60 Millionen Euro an Verleger in Frankreich

In einer Auseinandersetzung, die derjenigen um das deutsche Leistungsschutzrecht ähnelt, hat sich Google mit Verlegern in Frankreich geeinigt. Frankreichs Präsident François Hollande und Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt haben dafür einen Vertrag unterzeichnet.

Artikel veröffentlicht am ,
Eric Schmidt (l.) und François Hollande
Eric Schmidt (l.) und François Hollande (Bild: Philippe Wojazer/Reuters)

Google zahlt 60 Millionen Euro an einen Technologiefond für Verleger in Frankreich. Das gab das Unternehmen am 1. Februar 2013 bekannt. Im Gegenzug zögen die Verleger ihre Forderung nach Per-Click-Zahlungen zurück, berichtet das Wall Street Journal.

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn, Darmstadt
  2. Bertrandt Services GmbH, Herford

Frankreichs Präsident François Hollande gab zusammen mit Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt eine Erklärung über die Einigung ab.

Der Internetkonzern erläuterte: "Eine gesunde Medienbranche ist für Google und unsere Partner wichtig. Google legt in Frankreich einen Technologiefonds für digitales Publizieren auf. Zudem hat sich Google mit französischen Verlegern auf eine geschäftliche Partnerschaft verständigt, die zur Steigerung ihrer Onlineumsätze beitragen soll."

Dabei handelt es sich um eine einmalige Zahlung. Der Digital Publishing Innovation Fund wird für Projekte zur Weiterentwicklung für die Webplattformen von Medien ausgegeben.

Im Oktober 2012 hatte Google Frankreich in einem Brief an mehrere Mitglieder des Kabinetts angekündigt, französische Medien auszuschließen, falls Frankreich ein Leistungsschutzrecht einführe. In Frankreich wurde ein Gesetz zum Leistungsschutz vorbereitet, das mit dem deutschen vergleichbar ist.

Dieses lehnte Google ab. Ein Leistungsschutzgesetz bedrohe Googles Existenz, erklärte das Unternehmen. Sollte es eingeführt werden, sähe sich Google gezwungen, künftig nicht mehr auf französische Seiten zu verlinken.

Über die Google-Seiten werden jeden Monat vier Milliarden Zugriffe auf die Seiten französischer Medien generiert, eine Milliarde davon über Google News, wo es keine Werbung gebe. Google eröffne Verlagen jede Minute 100.000 Möglichkeiten, mit Lesern in Verbindung zu treten und über Werbung oder zahlungspflichtige Inhalte Geld zu verdienen.

Nachtrag vom 2. Februar 2013, 23:00 Uhr

Google-Deutschland-Sprecher Kay Oberbeck sagte Golem.de: "Wir zahlen diese Summe nicht an die Verleger. Und schon gar nicht zahlen wir für das Verlinken auf Inhalte oder Snippets. Mit den Verlegern haben wir vielmehr eine Partnerschaft geschlossen, auf deren Basis sie unsere Plattformen Adsense, Admob und Adexchange nutzen. Unabhängig davon haben wir einen Technologiefonds für das Publizieren digitaler Inhalte aufgelegt und mit 60 Millionen Euro ausgestattet. In dem Board des Fonds sind Vertreter von Google, französischen Verlegern und der Regierung. Bewerben kann sich jeder, der französischsprachige Nachrichten auf innovative Art digital publizieren möchte - auch Anbieter außerhalb Frankreichs. Wir zahlen hier in keiner Weise für das Anzeigen von Verlagsinhalten."



Anzeige
Top-Angebote
  1. 119,90€
  2. für 1.124€ statt 1.319€
  3. und zusätzlich eine Prämie erhalten (u. a. Amazon-Gutschein, 30€ Barprämie oder Scythe Mugen 5...

AdmiralAckbar 04. Feb 2013

Erstaunlich das ein einziges Unternehmen ein Gesetzvorschlag der jeden Betroffen hätte...

darkseth 04. Feb 2013

Ich schätze, dass diese Unterschrift son bisschen was von der Unterschrift vom...

flow77 03. Feb 2013

Ich wusste gar nicht dass es die grand nation noch gibt. Ich dachte noch bis jetzt dass...

goosefx 03. Feb 2013

Ich würde mir so sehr wünschen, das das passiert. Das würde unseren Verwertern endlich...

spiderbit 03. Feb 2013

Ja das ist im Grunde so, wie wenn Facebook bei ihren Nutzern ins Profil hoch Bilder hoch...


Folgen Sie uns
       


Bethesda E3 2018 Pressekonferenz -Live

Fallout 76 wird Multiplayer bieten, Starfield und Elder Scrolls 6 werden angekündigt und Bethesda bringt mit Rage 2 und Doom Eternal jede Menge Action: Konnte uns das im nächtlichen Stream begeistern?

Bethesda E3 2018 Pressekonferenz -Live Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
Blackberry Key2 im Test
Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Blackberry Key2 im Hands On Smartphone bringt verbesserte Tastatur und eine Dual-Kamera
  2. Blackberry Motion im Test Langläufer ohne Glanz

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

    •  /