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Leistungshungrige CPUs: Gigabyte erwartet 2024 bereits 600-Watt-Prozessoren

Eine geleakte Folie zeigt, welche Leistungsaufnahme Gigabyte künftig für Prozessoren erwartet. Warum trotzdem kein neues Netzteil fällig ist.
/ Johannes Hiltscher
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Vielleicht nicht die beste Idee, um einen 600-Watt-Prozessor zu kühlen. (Bild: Alf Melin, Flickr)
Vielleicht nicht die beste Idee, um einen 600-Watt-Prozessor zu kühlen. Bild: Alf Melin, Flickr / CC-BY-SA 2.0

Mehr Rechenleistung wird oft mit mehr elektrischer Leistung erkauft. Kommende Prozessorgenerationen von AMD und Intel werden laut einer vom üblicherweise gut informierten Twitter-Nutzer HXL geleakten Folie(öffnet im neuen Fenster) bis zu 50 Prozent mehr Leistung benötigen – zumindest im Serverbereich. Die Folie stammt von Gigabytes Serversparte Giga Computing.

AMD soll der Folie zufolge 2024 Prozessoren mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 600 Watt auf den Markt bringen. Dabei dürfte es sich um die Nachfolger der aktuellen Epyc-Generation Genoa handeln, deren Spitzenmodelle können bis zu 400 Watt Leistung(öffnet im neuen Fenster) aufnehmen. Regelrecht sparsam wäre dagegen Intels ebenfalls für 2024 angekündigte Xeon-Generation Granite Rapids : Die Prozessoren sollen mit 500 Watt auskommen, die aktuellen Sapphire-Rapids-CPUs benötigen bis zu 350 Watt(öffnet im neuen Fenster) .

Beide Hersteller geben allerdings die Thermal Design Power (TDP) an, durch Boosts kann die tatsächliche Leistungsaufnahme kurzfristig deutlich höher liegen. Da sowohl Intel als auch AMD mittlerweile auf Chiplets setzen, sind größere Packages möglich. Von denen lässt sich dank größerer Oberfläche die entstehende Wärme leichter abführen, dank mehr Kontakten lassen sich die hohen elektrischen Leistungen überhaupt erst zuführen. Tom's Hardware hat einen ansehnlichen Größenvergleich aktueller Serverprozessoren(öffnet im neuen Fenster) .

Nvidia braucht bereits bis zu 700 Watt

Mit den 600 Watt, die AMDs nächste Epyc-Generation aufnehmen könnte, lägen die Prozessoren noch hinter Nvidias aktueller Rechen-GPU H100 . Die darf über Nvidias SXM5-Sockel bis zu 700 Watt Leistung aufnehmen – auch hier ist wieder die TDP angegeben. Gegenüber dem Vorgänger mit 400 Watt wurde diese fast verdoppelt.

Grund für die steigende Leistungsaufnahme ist in erster Linie der Trend zu höherer Integration im Serverbereich. Im Consumer-Bereich ging die Leistungsaufnahme hingegen lange zurück – die aktuellen Prozessorgenerationen brechen allerdings den Trend.


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