Leipzig Süd: Wasserstoff-fähiges Gaskraftwerk in Leipzig eröffnet
Das Gaskraftwerk Süd(öffnet im neuen Fenster) in der Bornaischen Straße in Leipzig ist H2-Ready. Es nutzt zwei Gasturbinen mit insgesamt 125 Megawatt Leistung, um Strom und Wärme für die Stadt zu erzeugen, wie die Stadtwerke Leipzig mitteilten(öffnet im neuen Fenster) . Neben Erdgas kann Wasserstoff verwendet werden.
Die SGT800-Gasturbinen von Siemens Energy wurden den Angaben zufolge so konstruiert, dass sie Erdgas mit geringen Emissionen verbrennen. In den Gasturbinen arbeiten sogenannte Dry Low Emission (DLE) Brenner ohne Zusatz von Wasser.
Zur weiteren Emissionsreduzierung sind im HKW Leipzig Süd zusätzlich große Katalysatoren im Heißwassererzeuger integriert. Diese kombinierten SCR-Katalysatoren reduzieren die Emissionen von Stickstoffoxiden (NOx) und Kohlenmonoxid.
Ausfüllen der Deckungslücke erneuerbarer Energien
Das Kraftwerk wird nur bei Bedarf mit voller Leistung laufen, zum Beispiel zu Zeiten, in denen wenig erneuerbare Energie aus Wind- und Solarquellen erzeugt wird. In diesen sogenannten Dunkelflauten kann das Kraftwerk schnell hochgefahren werden, um den Strom- und Wärmebedarf innerhalb weniger Minuten zu decken.
Durch die Nutzung der Abwärme aus der Stromerzeugung für Fernwärmezwecke erreiche die Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent, erklärten die Stadtwerke.
Wasserstoff zu verbrennen ist technisch möglich, aber derzeit fehlt es an einer Leitung. Die Bundesregierung will gemeinsam mit Pipelinebetreibern ein Kernnetz von Wasserstoffleitungen in Deutschland aufbauen. Der Wasserstoff für Leipzig soll aus dem benachbarten Leuna kommen.
Laut einem Bericht der Welt(öffnet im neuen Fenster) kostete das Kraftwerk 188 Millionen Euro.
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