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Leipzig: Große Mehrheit für Streik bei Amazon Deutschland

Bei Amazon in Leipzig sind 97 Prozent der Verdi-Mitglieder für Streik. Nun wird der Arbeitskampf konkret geplant. Die Lagerarbeiter wollen einen Tariflohn und Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon-Lager in Leipzig
Amazon-Lager in Leipzig (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)

Die Verdi-Mitglieder bei Amazon in Leipzig haben mit großer Mehrheit für einen Streik gestimmt. Wie die Gewerkschaft am 5. April 2013 berichtet, haben sich 97 Prozent der Mitglieder für Kampfmaßnahmen entschieden. Dies sei "ein sehr eindeutiges Votum für die Entschlossenheit der Beschäftigten bei Amazon", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

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"Schon vergangenen Dienstag, als wir die Mitglieder direkt vor dem Betrieb befragt haben, gab es eine gute Beteiligung und eine große Aktionsbereitschaft zur Durchsetzung unserer Forderung nach Tarifverhandlungen und einem Tarifabschluss. In den vergangenen Tagen hatten dann die restlichen Mitglieder Gelegenheit, sich an der Urabstimmung zu beteiligen."

Im Amazon-Logistikzentrum in Leipzig gab es beim Beginn der Urabstimmung rund 520 Verdi-Mitglieder. "Seitdem gibt es zahlreiche Neueintritte", sagte Lauenroth-Mago Golem.de.

An der Urabstimmung konnten sich wegen Urlaub oder Krankheit zuerst nur 300 Mitglieder beteiligen. Rund 150 Gewerkschaftler wurden deswegen angeschrieben. Bei Amazon Leipzig sind rund 1.200 Festangestellte und 800 Befristete beschäftigt. Verstärkt würden derzeit wieder viele Leiharbeiter eingestellt.

"Wenn die Geschäftsführung von Amazon auch dieses Zeichen nicht verstehen will, dann läuft alles auf einen Streik bei Amazon in Leipzig hinaus", so Lauenroth-Mago. Nun werde die konkrete Streikplanung eingeleitet. Armin Cossmann, Geschäftsführer und Regionsmanager bei Amazon Leipzig, erklärte bisher: "Wir sehen keine Möglichkeit, mit Verdi Tarifverhandlungen zu führen."

Verdi fordert den Abschluss eines Tarifvertrages wie im Einzel- und Versandhandel in Sachsen. Es soll ein tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Nachtzuschläge ab 20 Uhr und eine Lohnuntergrenze von 10,66 Euro pro Stunde für alle vereinbart werden. Nach einem Jahr soll es eine Erhöhung auf 11,39 Euro geben.

Der Einstiegslohn beträgt aktuell 9,30 Euro, nach zwei Jahren werden 10,57 Euro gezahlt. Weihnachts- und Urlaubsgeld gibt es nicht, Nachtarbeitszuschläge erst ab Mitternacht. Bisher gibt es in keinem deutschen Amazon-Standort einen Tarifvertrag.



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Th3Dan 08. Apr 2013

Naja ich meine was erwartest du? Soll jetzt für jede Person die irgendwo in Deutschland...

TeslaTraX 07. Apr 2013

Ne, soll wohl lieber per Steuergeld über die Arge subventioniert werden *kopfschüttel...

TeslaTraX 07. Apr 2013

Aber streiken können faktisch eh nur Menschen die einer Gewerkschaft angehören, daher...

Anonymouse 07. Apr 2013

Und was verstehst du unter "verdient"? Was muss denn jemand tun, um sich das verdient zu...

ichbinhierzumfl... 05. Apr 2013

... mein paket kommt nicht pünktlich ;)


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